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Chapter 44

Wohin verschlägt es mich?

Ein Kaffee bei Chris

Ich torkele durch die Straßen, doch obwohl ich wirklich **** bin, kenne ich den Weg. Ich brauche einfach jemanden um über das zu reden was passiert ist. Warum ich aber gerade hier langlaufe weiß ich nicht. Sinnvoll wäre wahrscheinlich gewesen meine beste Freundin anzurufen und einen Rückflug zu buchen. Vielleicht auch mit Bakari zu sprechen, doch mein Weg führt mich zu Chris, dem ich -obwohl ich ihn fast gar nicht kenne- vertraue.

Wieder stehe ich im Hinterhof und tatsächlich brennt trotz der späten Stunde noch Licht im Tattoostudio. Ich öffne die Tür und sehe Chris hinter dem Tresen, der sich eine Zeichnung genau anschaut. Er blickt hoch und sieht mich wie ich auf nicht ganz sichere Beinen vor ihm stehe. Mir geht es nicht gut. „Chris, kann ich mit dir reden?“, lalle ich. Chris nicht, steht auf und hilft mir mich auf ein Sofa der Lounge zu setzen. Dann bringt er mir einen Kaffee und Wasser. „Du musst nüchtern werden, Jana. Was ist denn los?“, sagt er. Plötzlich brechen alle Dämme. Es sprudelt nur so aus mir heraus. Ich erzähle Chris einfach alles. Ich erzähle ihm vom Sexshop, meinen Volleyball-Matches mit Bakari und den Jungs, dass ich gemodelt habe und auch von Javi und Paola. Chris hört mir ungläubig zu und stellt zwischendurch gezielte Rückfragen. Er kann nicht glauben was er da so von mir hört. In meinen alkoholvernebelten Gedanken macht alles was ich sage Sinn, aber ganz ehrlich: Wahrscheinlich ist einiges ganz schön wirr. Trotzdem nimmt sich Chris die Zeit zuzuhören und es fühlt sich gut alles was geschehen ist los zu werden.

Nachdem ich fertig bin folgen einige Minuten der unangenehmen Stille. Chris scheint zu überlegen. Dann öffnet er seinen Mund: „Ist das alles wahr? Ich kann das nicht glauben. Du erzählst mir also, dass du jetzt einen riesigen Buttplug trägst? Dass du vorhin Analsex mit einem dunkelhäutigen Mann, den du nicht kennst, hattest und dabei gefilmt wurdest? Ich kann das nicht glauben.“

Ich weiß nicht warum, aber ich stehe einfach aus, lehne mich über das Sofa, ziehe meine Leinenhose hinunter und dann auch den schwarzen Tanga. Langsam ziehe ich meine Pobacken auseinander und Chris kann den Diamanten sehen, der aus meinem Po schaut. Chris schluckt hörbar und ich ziehe meinen Tanga und meine Hose wieder hoch und setze mich. Dass es gerade meine Pussy und meinen Po gesehen hat, macht wenig mit mir. In der letzten Zeit haben mich so viele Männer nackt gesehen, dass ich allmählich die Hemmungen komplett verliere. Chris schüttelt mit dem Kopf und scheint zu überlegen.

Jetzt stellt er mir einige Fragen: „Jana, was möchtest du denn? Wie fühlst du dich bei dem was geschieht? Kannst du mir den Veränderungen leben? Was soll ich machen?“

Ich trinke meine **** auf, während ich nach Antworten suche. Chris steht auf und kommt mit einer Flasche Whiskey zurück: „Ich brauche jetzt auch erstmal ein Glas.“, und schenkt sich ein. Ich nehme ihm das Glas aus der Hand und trinke sein Glas in einem Zug aus. „Ich auch.“, lächle ich. Dann ist alles schwarz.

Mein Kopf schmerzt unerträglich, als ich am nächsten Morgen wach werde. Ich sehe gefühlt noch doppelt und bin noch immer total ****.

Wo bin ich?

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