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Chapter 19 by ann03 ann03

Was gibt es im Club?

Überraschung schon zum Start

Wie erwartet reicht der Türsteher Elias ein Paar robuste Handschellen. „Alle Dienerinnen tragen heute Handschellen.“ Elias fasst mir gerade die Hände, da wird er vom Portier unterbrochen: „Heute haben wir ein paar Extras. Die Hände werden heute hinter dem Rücken fixiert!”

Ich fühle mich überrumpelt, lasse aber regungslos zu, dass meine Hände auf dem Rücken in Handschellen gelegt werden. Es kommt aber noch schlimmer: „Als weiteres Extra sind die Dienerinnen für einige Zeit blind.“ Und schon wenig später setzt mir Elias eine absolut blickdichte Augenmaske auf.

Elias führt mich so in den Club. Ohne Sicht und ohne nutzbare Hände bin ich absolut hilflos. Mein Gang in den Stöckelschuhen ist unsicher und ich fürchte jeden Moment zu stürzen.

Ich kann nur hoffen, dass Elias mich gut hält und dafür sorgt, dass ich nicht mit Hindernissen zusammenstoße. Ich spüre, dass viele Menschen um mich herum sind. Ich frage: „Elias, siehst du Luc und Moni?” „Bis jetzt nicht. Es sind viele Leute da. Ah, dort drüben ist aber kein Sitzplatz mehr. Wir suchen uns etwas anderes. Da hat es gerade noch zwei Plätze an einem kleinen Tisch mit zwei weiteren Paaren.“

Als wir die beiden Herren fragen, ob der Platz noch frei sei, werden wir eingeladen, Platz zu nehmen. Elias führt mich zu einem Stuhl und hilft mir zum Glück beim Absitzen. Es ist ein komisches Gefühl, so nah neben fremden Personen zu sitzen, die ich nicht sehen kann. Bald kommen die drei Herren ins Gespräch. Neben Small Talk geht es auch um den Clubbesuch. Ein Herr namens Oliver sagt, dass er diesen Themenabend sicher schon ein Dutzend Mal mit verschiedenen Frauen besucht habe und immer Spaß gehabt habe. „Und deine Dienerinnen hatten auch immer Spaß?” Er lacht: „Nicht immer.“
Heute sei er mit einer flüchtigen Bekannten namens Susi hier, die er hier kennengelernt habe und die den Anlass daher schon kenne.

Erst nach und nach realisiere ich die großen Einschränkungen, die das Leben ohne Augenlicht und mit gefesselten Armen auf dem Rücken mit sich bringt. Ich bin wie ein Baby auf fremde Hilfe angewiesen und kann beispielsweise nur mit fremder Hilfe etwas **** oder die Toilette aufsuchen.

Ich erfahre, dass das zweite Paar ebenfalls zum ersten Mal an einem solchen Anlass teilnimmt. Elias will immer alles genau wissen und stellt die Frage, was die Motivation sei, hierherzukommen. Der Mann, der sich als Urs vorstellte, antwortete: „Meine Frau Doris liebt das Tanzen und wir waren daher schon öfter hier. Nun wünschte sich Doris einmal, mit Dienerinnen-Begleitung hierherzukommen.“ Eine Frau, die sich später als Ida vorstellt, lacht: „Ich musste Urs schon fast zwingen, mit mir hierherzugehen.“

Jetzt traue ich mich endlich auch, etwas zu sagen: „Interessant ..., wir sind zum allerersten Mal in diesem Club. Meine allerbeste Freundin war schon öfter mit ihrem Partner hier tanzen, auch an einem solchen Themenabend. Wir haben beschlossen, gemeinsam zum Tanzen in den Club zu gehen. Jetzt sind wir hier, weil mein Partner unbedingt dieses Event besuchen wollte und die anderen auch nicht abgeneigt waren.“

Elias ergänzt: „In unserem Fall musste ich meine Dienerin Jana richtig zwingen, mitzukommen.“
„Ja, ich bin nur meinem Partner zuliebe da. Alles außer Tanzen finde ich schrecklich. Verbundene Augen und gefesselte Arme sind schon krass und kaum zu ertragen“, murmle ich.

Ida meint: „Jana, sei doch nicht so ängstlich. Dein Elias passt schon auf, dass es dir gut geht. Ich genieße es sehr, die Kontrolle abzugeben und mich dem Partner auszuliefern. Überrascht zu werden, ist doch reizvoll, oder?“ Ich erwidere: „Privat vielleicht, aber vor anderen Leuten sicher nicht.“

Ida: „Ich selber finde es reizvoller, wenn Leute zuschauen.“ Ansonsten gibt es einen einfachen Trick: Blende die Zuschauer in Gedanken einfach aus.

Wie geht es nach erstem Smalltalk weiter?

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