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Chapter 86 by Ozwalt Ozwalt

Top oder Flop? Wie schlägt Drea zu?

Viel zu lasch

Dreas Hand landete auf meiner Wange, aber es lag keine Härte darin. Kein Klatschen, kein ****, kein Herumschleudern meines Kopfes. Nichts.

Was war das denn? Erschrocken sah ich sie an. Sie schluchzte, konnte kaum an sich halten. Dicke Tränen liefen ihr über das Gesicht. Trotzdem hatte sie den Nerv, ihre Hände wieder hinter den Rücken zu nehmen. Ich verstand es nicht.

Ich sah Claudia an. Sie sah ernst aus, wissend. Und auf einmal kapierte ich. Es ging nicht darum, einzustecken und **** zu ertragen. Es ging darum, auszuteilen und **** zuzufügen. Ich konnte es. Sogar gegenüber meiner besten Freundin. Aber Drea konnte es nicht. Sie konnte mich nicht schlagen. Sie war keine Dom und damit auch keine Switcherin.

Was hatte ich getan? Ich hatte alles in meinen Schlag gegeben und ihr Schmerzen zugefügt, aber sie konnte es nicht zurückgeben. Die Gefühle übermannten mich. Auch mir schossen die Tränen in die Augen. Ich sah zu Tom, der betreten zur Seite schaute, dann fing auch ich an zu heulen wie ein Schlosshund.

So standen wir da, immer noch in Grundstellung während uns Claudia schweigend ansah. Endlich sagte sie mit belegter Stimme: "Ihr dürft euch jetzt trösten!"

Sofort schnellten unsere Arme hinter den Rücken hervor und ich nahm Drea in den Arm. Wir heulten und trösteten uns gegenseitig, schworen uns unsere Liebe und wir wussten, es gab kein zurück aus dieser Situation. Ich versuchte mich zu entschuldigen, dass ich sie so geschlagen hatte aber auch sie versuchte sich zu entschuldigen, dass sie es eben nicht konnte.

Ich küsste ihr pulsierende Wange so oft ich konnte und erklärte ihr meine Liebe und dass ich sie immer lieben würde und niemals aufhören würde bis sie anfing leise zu lachen. "Weiß ich doch, Du Dummerchen. Und ich werde dich auch immer lieben", sie schlang ihre Arme um meinen Hals und küsste mich auf den Mund.

Sie lächelte sogar wieder und wirkte sehr aufgeklärt mit einem Mal: "Anna, ich habe heute sehr viel über mich gelernt", sie streichelte eine Träne aus meinem Gesicht, "Ich bin keine Top und werde auch nie eine sein. Im Gegenteil bin ich eine Sub und jetzt, da ich es weiß, wird mir vieles klarer."

Sie drehte sich zu Claudia, senkte den Blick und sagte: "Claudia, Herrin, ich danke Euch für diese Lektion. Sie war sehr hart, aber nötig. Ich kenne nun meine Stellung und..."

"Meine Fresse wird das gerade schnulzig hier", meldete sich jetzt Markus (ja, Markus) zu Wort. "Ja, es war ein sehr fieser Test, Claudia ist ein hohes Risiko eingegangen, das erkläre ich euch irgendwann mal in einer ruhigen Minute. Aber wir wissen nun ganz genau, dass Anna sowohl Dom als auch Sub sein kann und Andrea eben nur Sub. Das ist kein Makel, Andrea. Im Gegenteil, diese Gewissheit ist ein Vorteil. Weiter wissen wir, dass ihr zwei ein perfektes Team seid. Es wäre eine Sünde, Euch zwei zu trennen. Position 2, alle beide."

Vor Schreck folgten wir seinem Befehl sofort, wir wussten nur nicht, ob wir uns in seine oder Claudias Richtung knien sollten.

"Husch husch, Richtung Claudia, sie wird jetzt weiterreden", Markus stellte sich neben Claudia, die seine Gedanken zu Ende brachte.

"Normalerweise wollte ich Anna mit Toms, bzw. Markus' Hilfe ausbilden, wie ich auch ihn mit seinem Vorgänger zusammen ausgebildet habe. Aber ich habe mich umentschieden und ich werde euch beide mit seiner Hilfe ausbilden - wenn ihr das noch wollt. Sprecht."

"Ja, Herrin", riefen wir beide aus vollem Herzen.

"Siehst Du?", sagte Markus.

"Ja, Du hattest recht." Sie zog einen Stuhl herbei und setzte sich uns gegenüber.

What's next?

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