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Chapter 52 by Hentaitales Hentaitales

Welche aktiven Pläne will Amanda wohl verfolgen?

17. Mai

Heute Morgen war mein Spermabauch endlich vollständig weggeschrumpft. Ich war schon froh, mit der riesigen Wampe überhaupt gut schlafen zu können, und natürlich war das erste, was ich tat, meinen Samenstau an Zoe auszulassen und sie schön wachzuficken. Sie explodierte zweimal, ehe ich das erste Mal den Bauch vollspritzte, und beide Male blieb ihr Schwanz bis auf ein paar Tröpfchen trocken: So voll meine Eier von gestern noch waren, so leer waren wohl ihre. Kein Wunder. Ich glaube nicht, dass auch nur noch ein Milliliter mehr in mich reingepasst hätte.

Jedenfalls tat ich mein Bestes, es Zoe heimzuzahlen und besamte sie vier Mal in einer halben Stunde, und auch wenn ich damit keinen sichtbaren Effekt auf ihre Körperform hatte, fühlte ich mich hinterher endlich wieder wie ich selbst, und der Druck auf meinen Eiern war weg. Zoe schien es sehr genossen zu haben, so von mir überwältigt zu werden; ihre Küsse waren leidenschaftlich und liebevoll, und bei meinem dritten und meinem vierten Orgasmus hat sie mich jedes Mal mit ihren Armen und Beinen umschlungen, als wollte sie mich nie wieder loslassen. Ich habe nicht mitgezählt, aber ich glaube, sie hatte für jeden meiner Höhepunkte drei eigene. Würde ihr seliges Lächeln erklären.

Leider war sie danach nicht erschöpft genug, um aufs Laufen zu verzichten, und so ging es nahtlos vom Vögeln zum Joggen, noch vor dem Frühstück. Sie nimmt den Sport wirklich ernst.


Ich saß gerade beim Frühstück, als auf meinem Handy ein Anruf hereinkam. Unbekannte Rufnummer. Ich nahm ihn trotzdem an.

"Guten Morgen, Amanda!" Es war Craig. "Ich hoffe, ich störe dich gerade nicht bei was Wichtigem?"

"Ich diniere gerade." Es war ein Anruf, bei dem andere Leute mithören würden, also musste ich den Butler spielen. "Ist es etwas Wichtiges?"

Craig klang fröhlich und unbekümmert. "Wichtig nicht, aber vielleicht ganz nett für uns beide. Ich hab nämlich heute Nachmittag bei dir in der Gegend zu tun, und heute Vormittag noch nichts zu tun, und wenn du Lust hast, können wir unsere Unterhaltung von vor ein paar Tagen dann wieder aufgreifen."

Ich musste mir keine große Mühe geben, erfreut zu klingen. "Das ist schneller als gedacht. Ja, ich denke, ich kann ein bisschen Zeit für dich in meinem Terminplan freimachen. Bringst du Brutus wieder mit? Das letzte Mal schien er draußen bei uns viel Spaß zu haben."

"Nein, sonst müsste ich ihn am Nachmittag im Auto einsperren. Hoffe, nur meine Gesellschaft ist dir auch recht."

"Auf jeden Fall. Wann bist du hier?"

Nachdem ich mich mit ihm besprochen hatte, setzte ich die anderen in Kenntnis, dass Craig an unserer gemeinsamen Besprechung später teilnehmen würde. Nur von Natalie regte sich leichter Widerspruch. "Und du bist absolut sicher, dass er dein Soldat und komplett unter deiner Kontrolle ist? Weil, alles, was er erfährt, könnte theoretisch jemand von seinen Spionkollegen aus ihm rauskitzeln, wenn die Bindung an dich nicht perfekt hält."

Ich nickte. "Mach dir mal keinen Kopf. Craig ist wie du - er würde eher sterben, als dass er was über mich oder euch verrät. Und ich bin mir sicher, er kennt die Tricks seiner Kollegen gut genug, um nicht darauf reinzufallen. Ich denke auch, wenn es ein Risiko gäbe, würde er uns selbst darüber aufklären."

"Ich finde, es war schon ein Risiko, ihn in unser Nest zu holen, Mandy." Natalie war nicht überzeugt. "Man sieht ihm jetzt ja an, dass er mehr als nur ein normaler Mann ist, und weder du noch ich können einschätzen, wie oft die beim MI5 kontrollieren, ob jemand ein Zarathustra ist."

"Dann frag ihn doch einfach selbst, wenn er nachher da ist", gab ich zurück. "Ich bin mir sicher, er wird deine Sorgen verstehen und dir genau erklären können, warum es kein Risiko für uns darstellt."

Im Nachhinein habe ich mich natürlich auch gefragt, warum ich ihn nicht schon früher darauf angesprochen habe. Aber heute ist dafür ein ebenso guter Zeitpunkt wie an jedem anderen Tag.


"Natürlich ist das ein Risiko", sagte Craig auf Natalies Frage. "Eine ganze Abteilung im Security Service macht nichts anderes, als darauf zu schauen, ob nicht Agenten von uns umgedreht werden und von Terroristen nicht dazu erpresst oder bestochen werden, gegen ihre Kollegen zu arbeiten. Ich bin zwar ziemlich sicher, dass die nicht regelmäßig nach Zarathustras in unseren Reihen suchen, aber ausschließen kann ich's natürlich nicht."

"Dann ist das vielleicht keine so gute Idee, dich ständig zurück in die Löwengrube zu schicken", meldete sich Thomas zu Wort. "Wenn herauskommt, dass du zu den Zarathustras gehörst und jemand die Verbindung zwischen dir und uns zieht-"

Craig grinste. "Bin schon zwei Schritte weiter als du, Lordchen", gab er zurück. "Ich hab bereits ein paar Spuren in meiner Personalakte hinterlassen, die darauf hindeuten, dass ich bereits als Zarathustra geboren wurde und die notwendigen medizinischen Checks beim Eintritt in den Security Service nur mit Druck auf einen der Laborärzte bestanden hab. Damit sollte es keinen klaren Bezug zu euch geben."

Ich wäre fast erleichtert gewesen. Fast. "Außer, jemand sieht mit Martha und dir vielleicht ein paar Zarathustras zu viel im Umfeld von Lord Thomas rumschwirren."

"Martha?"

"Luminescence."

Craig nickte verstehend. "Okay. Die Luminescence-Spur müsste aber eigentlich in ein paar Tagen aufgehoben werden. Sobald der Bericht von meinem Kollegen eintrudelt, dass sie keine Zarathustra-Agenda mehr verfolgt und Lord Thomas schon länger kannte... Sie kannte ihn doch schon länger, oder?"

Jetzt war es an Thomas, zustimmend zu nicken. "Unser Kontakt kam aufgrund ihrer Berühmtheit als Sängerin zustande und nicht wegen ihres politischen Aktivismus, keine Sorge. Das Wichtigste ist, dass keiner von uns Soldaten medizinisch überprüft wird, dann sollte eigentlich keine Spur hierher führen."

"Ohne mehr Verdachtsmomente gegen euch wird das nicht passieren", versicherte uns Craig. "Übrigens dürfte ich morgen eine Chance haben, mal einen Blick auf die bestehenden Verdachtsmomente zu werfen. Wer euch beispielsweise diesen ersten GCHQ-Mann eingebrockt hat."

"Wenn du das risikolos rauskriegen kannst, mach es", stimmte ich zu. "Aber jetzt wollte ich eher ein anderes Thema ansprechen. Nämlich: was sind unsere nächsten Schritte? Wie knüpfen wir an das an, was wir bisher erreicht haben? Wie machen wir uns so unangreifbar wie möglich?"

Thomas wirkte verwirrt. "Ist das nicht offensichtlich? Wir haben erfolgreich einige Beziehungen zu einflussreichen Personen aufgebaut, die uns dabei helfen, auf übermäßige Neugierde seitens Polizei und Geheimdienste zu reagieren. Man wird sich zweimal überlegen, gegen uns zu ermitteln, solange es keinen echten Verdachtsmoment gegen uns gibt. Dementsprechend ist der beste Weg, dass wir keine weiteren Verdachtsmomente aufkommen lassen und uns hier ruhig und unauffällig verhalten."

Aber Zoe schüttelte den Kopf. "Sehe ich anders", gab sie zurück. "Wir stehen ja bereits unter Beobachtung, das wissen wir von Craig, und die müssen wir loswerden. Offenbar sind wir aber dafür noch nicht wichtig genug - sieht man ja daran, dass der MI5 immer noch weitermacht, obwohl wir uns beschwert haben. Hätte sich jemand anderes beschwert, wäre das bestimmt schon vorbei."

"Mh, ganz so einfach ist die Sache nicht", gab Craig zurück. "Wirklich aufhören wird die Observation erst, wenn das zu erwartende Ergebnis nicht mehr den Aufwand oder die Konsequenzen rechtfertigt. Bei euch steht der Zarathustra-Verdacht im Raum, und der hat eine ziemlich hohe Priorität. Das wird nicht verschwinden, bloß weil ihr Kontakte zu einflussreichen Leuten aufbaut."

"Aber wie sieht es aus, wenn wir uns regelmäßig und öffentlich für ganz andere Dinge engagieren als Zarathustras?" wollte ich wissen. "Wenn wir beispielsweise weiterhin sozialen und karitativen Zwecken eine Bühne bieten und immer wieder mit diesem Engangement in den Medien sind? Würden dann die Geheimdienste nicht irgendwann mal in Erklärungsnot kommen, warum sie so eine Organisation weiterhin bespitzeln?"

Craig nickte. "Klar, niemand verschwendet gerne Steuergelder, um harmlosen Weltverbesserern hinterherzuspionieren. Aber dazu müsstet ihr schon wirklich als engagierte Weltverbesserer auftreten, und das so öffentlich, dass man euch in den richtigen Kreisen auch eindeutig da einordnet. Von den Leuten, die ihr am Sonntag zu Besuch hattet, könnte man auch denken, ihr wolltet Wirtschaftskontakte zu den Firmen im Medizinmarkt herstellen."

Ich überlegte. "Also sollten wir eher schauen, dass wir möglichst öffentlich Geld in gute Zwecke investieren, meinst du?"

"Zum Beispiel. Oder den guten Zwecken dabei helfen, anderweitig Geld zu bekommen."

"Na, dann machen wir das doch!" Ich sah in die Runde. "Hausaufgabe für alle: findet unabhängige karitative Organisationen, die gerne für einen Fundraiser nach Denning's Ridge kommen wollen, auf unsere Kosten. Also, nicht dass wir denen den ganzen Event bezahlen, aber wir verlangen nichts für die Nutzung unseres Grundstücks, und wir helfen dabei, die Veranstaltungen bekannt zu machen. Thomas, du streust das unter deinen Bekannten in den gehobenen Kreisen, ich sorg für ne entsprechende Pressemitteilung. Craig, du bist ausgenommen; du machst weiter deinen Job und hältst uns auf dem Laufenden, was die Ermittlungen gegen uns angeht."

Einen Moment lang wartete ich auf Widerspruch, aber der kam nicht. Statt dessen meldete sich Natalie zu Wort. "Bestimmt kann uns Daphne bei der Recherche eine Menge helfen."

Ich nickte. "Könnte sie bestimmt, aber ich will unsere Verbindung nicht zu offensichtlich machen. Wir haben immer noch keinen besonders guten öffentlichen Grund, sie zu mögen. Im Moment haben wir nur einen absolut sicheren Kommunikationskanal zu ihr - Colleens Portale, und ich will ihr keins dauerhaft mitgeben, weil das definitiv Fragen aufwirft, wenn sie mal durchsucht wird. Aber vielleicht hat ja Craig Zugriff auf noch ein Handy, das nicht unter Beobachtung steht..?"

"Du bräuchtest zwei Handys dafür", gab er zurück, "und nein, ich kann die nicht so einfach anfordern, ohne dass es jemandem auffällt. Ich könnte natürlich einen meiner grauen Kontakte, der Burnerhandys für die Unterwelt beschafft, zu deiner Drohne machen. Aber wenn ich die Sache mit den Drohnen richtig verstehe, sollten die besser von einem Soldaten beaufsichtigt werden...?"

"Verstehst du vollkommen richtig", nickte ich, "dementsprechend nein, das Drohnenmachen steht erst mal außer Frage. Du kannst das allerhöchstens mal machen, wenn du ansonsten enttarnt werden würdest, und danach musst du unmittelbar Kontakt mit mir aufnehmen, dass wir für die neue Drohne eine Regelung finden. Es wirkt auf den ersten Blick bestimmt **** praktisch, dir spontan andere Leute unterwerfen zu können, aber wenn man es nicht wirklich vorsichtig angeht, ist es ein Risiko."

Craig nickte. "Kapiert, Chief. Keine Lizenz zum Töten, nur eine zum Zurückschießen als Notwehr."

Der Gedanke verstörte mich nun doch ein bisschen, aber vielleicht war das einfach die Art und Weise, wie Geheimdienstler miteinander redeten.


Gerade eben habe ich einen unerwarteten Besucher verabschiedet. Einen **** unerwarteten Besucher. Und ich weiß immer noch nicht, was ich von der ganze Sache halten soll.

Martha war hier. Ohne Vorankündigung, einfach so. Ist mit dem Auto gekommen, und natürlich hab ich sie gleich empfangen. "Ist was passiert?" wollte ich wissen. "Du weißt schon, dass es andere Leute komisch finden könnten, wenn du hier aufkreuzt-"

"Das hab ich mir schon überlegt, Herrin", sagte sie, "und wenn irgendjemand fragen sollte, dann war ich wegen meiner Gage hier, weil die noch nicht auf meinem Konto eingetroffen ist." Sie schmunzelte. "Das stimmt übrigens; Ihr habt mich nicht für meinen Auftritt bezahlt."

"Aber das ist nicht der Grund, warum du hier bist, oder?" fragte ich leicht verstimmt.

Sie schüttelte den Kopf. "Nein, Herrin, dass ist er nicht. Ich bin hier, weil ich mich bei Euch bedanken wollte, und ich war mir nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, das telefonisch zu tun. Wenn die falschen Leute mithören..."

Ich sah sie an. Sie wirkte irgendwie fröhlich-aufgekratzt, und das, obwohl ich sie seit ihrem Besuch hier nicht wieder kontaktiert habe. Dementsprechend war ich mir nicht sicher, was sie meinte. "Du hast schon recht", gab ich darum zurück, "wir sollten uns nicht am Telefon über heikle Themen unterhalten. Und es freut mich natürlich, wenn du dich bei mir bedanken willst. Ich bin mir nur nicht ganz sicher, wofür genau du mir denn jetzt dankbar bist."

"Kieran", sagte sie."

"Äh-" Ich hob eine Augenbraue. "Wer ist Kieran?"

Martha lachte. "Sehr clever, Herrin! Natürlich soll ich nicht mitbekommen, dass Ihr dahintersteckt. Aber Ihr habt es leider ein bisschen zu gut gemacht. Ich wusste sofort-"

Ich hob eine Hand. "Martha, ich habe gar nichts gemacht, und ich kenne keinen Kieran. Wer ist das?"

"Ihr-" Jetzt wirkte sie doch verunsichert. "Ihr habt Kieran nicht zu mir geschickt?"

"Habe ich nicht. Hat er das behauptet?"

Sie schüttelte den Kopf. "Nein, aber- Es wirkte doch so offensichtlich, dass er von Euch kommen muss! Er ist genau das, was ich jetzt gebraucht habe!"

In mir keimte ein Verdacht. "Erzähl mir von diesem Kieran."

"Oh, wo soll ich da anfangen?" Jede Unsicherheit in ihr schien plötzlich verflogen. "Noch recht ****, fünfundzwanzig oder so, arbeitet bei einem Indie-Musiklabel und war gestern Abend bei mir im Club, um ein bisschen über meine weitere Karriere zu reden. Und-" Sie lächelte versonnen. "Na ja, beim Reden ist es jedenfalls nicht geblieben. Er- Wie soll ich das ausdrücken? Er versteht mich. Er versteht meine Bedürfnisse. Und zum Teufel auch, er weiß wirklich, wirklich gut, wie er meine Bedürfnisse befriedigt!"

"Das heißt...?"

Ihre Augen leuchtete. "Das heißt, ich habe mich zusammen mit ihm fast so gut gefühlt, wie zusammen mit euch, Herrin. Er- Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie gut er mir getan hat! Über drei Stunden lang hat er mich geliebt, und hinterher war jede Faser meines Körpers komplett frei von Anspannung und Sorge! Ich war-" Sie seufzte. "Ich war wie im Himmel. Darum dachte ich auch, Ihr hättet ihn vielleicht zu mir geschickt."

Ich schüttelte den Kopf. "Habe ich nicht. Dieser Kieran gehört nicht zu unserer Gemeinschaft."

"Oh." Sie wirkte fast erschrocken. "Heißt das- Habe ich etwas falsch gemacht, Herrin? Soll ich ihn nicht mehr sehen?"

"Keine Sorge." Ich lächelte beruhigend. "Du bist in seiner Nähe glücklich, warum sollte ich was gegen dein Glück haben? Bleib ruhig mit ihm zusammen, und wenn er außerdem noch deiner Karriere helfen kann, dann ist das um so besser. Du solltest ihm nur nichts über uns verraten, zum Beispiel, dass ich deine Herrin bin, und was wir hier wirklich tun. Stellt er dir viele Fragen?"

Martha schüttelte den Kopf. "Eigentlich nicht. Er wollte wissen, wie ich dazu gekommen bin, einen Wohltätigkeitsevent für mein Comeback zu nutzen, und ich hab gesagt, es wäre halt ein Engagement gewesen, für das man mich bezahlt hat."

Ich schmunzelte. "Hast du gut gemacht. Bleib dabei. Wenn er dir mehr Fragen stellt, beantworte sie wahrheitsgemäß, aber halt so, als wüsstest du nichts von dem, was wir auf Denning's Ridge tun."

"Ich muss mir also wegen ihm keine Sorgen machen?"

"Nein, musst du nicht." Die Sorgen musste ich mir wahrscheinlich machen, wenn dieser Kieran der war, für den ich ihn hielt - "Scotsman" vom MI5, von dem mir Craig berichtet hatte - aber wenn Martha ihm gegenüber seltsam auftrat, würde er sicher Verdacht schöpfen. Besser, sie hielt ihn bei der Stange, und noch besser, wenn seine Stange unterdessen ihren Drang nach Befriedigung sättigte. Die berühmten zwei Fliegen mit einer Klappe.

Morgen red ich mal bei unserem Statustermin mit Craig, ob mein Verdacht stimmt.


Die Sache mit der Kommunikation mit Daphne ist mir doch noch nicht ganz aus dem Kopf gegangen, und ich hab abends noch mal mit Colleen über die Sache gesprochen. "Gibt's irgend eine Möglichkeit, deine Portale, na ja, weniger offensichtlich zu machen? Dass man nicht auf den ersten Blick sieht, dass sie Portale sind? Vielleicht dass man sie ein- und ausschalten kann?"

Colleen überlegte. "Ich kann Portale willentlich öffnen und schließen, das ist schon richtig. Aber wenn ich ein Portal deaktiviere, während der Endpunkt nicht mehr Teil meines Körpers ist, dann kann ich es nicht mehr öffnen. Der Endpunkt muss über das Portal mit meinem Körper in Verbindung bleiben, verstehst du?"

"Hm. Das macht es wohl knifflig." Ich überlegte. "Aber solange das Portal offen ist, könntest du dem Endpunkt doch ein unauffälliges Aussehen geben, oder? Dass er nicht wie ein, na ja, Schleimring wirkt."

"Inzwischen habe ich Erfahrung mit verschiedenen Materialien, ja." Sie lächelte. "Auch wenn es mich Konzentration kostet. Aber solange es nur ein einzelnes Portal ist, müsste ich das schon können."

Das klang schon besser. "Dann müssten wir uns nur etwas überlegen, bei dem es nicht allzu auffällig ist, wenn man in der Mitte das Bild von einem anderen Ort sieht. Vielleicht eine Art kleiner Bildschirm? Ein Handy?"

Colleen sah mich etwas hilflos an. "Ich glaube nicht, dass ich meinen Körper hart genug machen kann, um das glaubwürdig hinzubekommen. Flexible Materialien ja, aber ein Handy?"

"Mist." Ich seufzte. "Dann war's das wohl mit dem Plan. Flexible Handys gibt es nicht, und sonst hab ich keine Idee, wie man den Anblick deiner Portale glaubwürdig als was anderes verkaufen könnte als einen Bildschirm."

"Aber wenn das das Problem ist", gab Colleen zurück, "warum machen wir dann die Portale nicht so klein, dass man sie nicht mehr wirklich sehen kann?"

Ich sah auf. "Das geht?"

Colleen nickte. "Ich kann Portale zwar nicht endlos groß machen, aber theoretisch so klein, dass nur noch einzelne Moleküle hindurchpassen. Solange ich selbst hindurchfließen könnte, reicht es für eine Verbindung zu mir. Und ich bezweifle, dass deine Spezies das mit bloßen Augen noch sehen könnte."

"Und durch das Portal könnte man trotzdem noch kommunizieren?"

"Wenn ich es vorher wieder vergrößere und hinterher wieder verkleinere, natürlich."

Dann gab es nur noch eine Frage zu klären. "Und wie weißt du, ob du das Portal vergrößern sollst? Wie kann dir jemand sagen, dass er es nutzen will?"

Colleen schmunzelte. "Die entsprechende Person könnte es zum Beispiel ein bisschen streicheln. Es ist immer noch Teil meines Körpers, ich kann es also spüren."

"Na das klingt doch super!" gab ich zurück. "Dann kuck ich mal, dass ich einen schönen Grund finde, mich noch einmal mit Daphne zu treffen, und dann haben wir wieder einen Weg, in Kontakt zu bleiben."

"Es wäre aber nett, wenn du daran denkst, dass mich die Portale Energie kosten", mahnte mich Colleen. "Zwar nicht viel, aber wenn ich so ein Portal ständig aufrecht halten soll, wird das über mehrere Tage oder Wochen hinweg doch relevant. Es kostet mich schon etwas Substanz."

Ich sah sie an. "Wie lange ginge es denn, ohne dass du Schaden nimmst?"

Colleen lächelte. "Ich meinte eigentlich, es wäre nett, wenn du mir die fehlende Substanz ersetzt. Du weißt schon wie."

"Ah." Ich schmunzelte. "Du brauchst mal wieder etwas Sperma von mir."

"So viel, wie du erübrigen kannst."

Ich konnte eine ganze Menge erübrigen.

Hoffentlich wird Zoe da nicht eifersüchtig...

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