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Chapter 67 by Filiusfiliae
Wie geht es weiter?
Ein ruhiger Tag mit spannendem Abschluss
Am nächsten Tag lauere ich darauf, wie Anna und Natascha miteinander umgehen, ich kann aber erst mal keine Veränderung feststellen. Der Tag verläuft ruhig, viele Gespräche mit den Neuen, um sich kennenzulernen. Am Abend dann allgemeine Versammlung, wo Natascha Wichtiges kundtun will. Seit vergangener Nacht ahne ich ja, worum es gehen dürfte.
„Ihr wisst ja alle, dass wir in unserer Gruppe einen erheblichen Frauenüberschuss haben. Und zwar in einem Maße, dass die Frauen selbst beim besten Willen der Männer, die wir haben, ihre heterosexuellen Neigungen kaum ausleben können. Und Selbstbefriedigung ist eigentlich auch immer nur eine Notlösung. Aber die meisten von uns haben in ihrer Jugend auch die eine oder andere gleichgeschlechtliche sexuelle Erfahrung mit anderen Frauen gesammelt. Und daran können wir anschließen, auch ohne lesbisch zu sein. Vor allem in diesen Zeiten, wo das Gefühl von Geborgenheit besonders wichtig ist. Liebt euch, und wenn ihr wollt, zeigt euch das körperlich, egal ob ihr miteinander verwandt seid oder nicht. Erlaubt ist, was allen Beteiligten gefällt. Unterdrückt nicht eure Gefühle. Wenn ihr Lust auf Sex mit jemand anderem habt, fragt die Person einfach! Kein Grund für Scham. Fragt einfach, als ginge es um eine Partie Pingpong. Und wenn es ein Nein gibt, akzeptiert das! Entspannt euch, so gut es geht. Stress bringt der Alltag schon genug mit sich. Falls ihr Näheres zur sportlichen und therapeutischen Funktion von Sex wissen wollt, fragt Viktoria, die ist vom Fach. Und sollte sich doch mal ein Eifersuchtsdrama irgendwo anbahnen, kommt zu mir, dann klären wir das gemeinschaftlich.“
Das erste Schweigen wird schnell durch diverse Kicherlaute unterbrochen, und ich weiß gar nicht, wer anfängt, auf einmal klatschen alle Natascha Beifall, der das sichtlich unangenehm ist. Und Blicke gehen durch den Raum, die offenbar das Sondieren nach ersten Sexpartnerinnen darstellen.
„Und, auf wen hast du so Lust?“, frage ich scherzhaft meine Schwester, als uns mal keiner hören kann. „Schauen wir mal, lass dich überraschen!“, antwortet Anna fröhlich mit frivolem Unterton. Na, da bin ich mal gespannt.
In der Nacht liege ich mal wieder zwischen den gespreizten Beinen meiner nackten Schwester, stoße sie genüsslich und ihrer und mein Orgasmus ist nicht mehr fern, als auf einmal ein markerschütternder Schrei ertönt. Ich sehe Anna an, die ihren „Was ist das jetzt bloß für eine gottverdammte Scheiße“-Blick aufgesetzt hat, breche den Geschlechtsverkehr ab, gehe von ihr runter, wir ziehen uns was an – ich Unterhose, Anna ein Nachthemd – und gehen auf den Flur, wo die anderen auch schon sind. Das Rätsel ist schnell gelöst: Angelika hat einen fürchterlichen Albtraum gehabt. „Sind zum Glück seltener geworden, früher hatte sie die täglich“, erklärt Daniela uns, „während unserer Flucht sind wir zufällig mit ihrer besten Freundin zusammengetroffen, und Angelika hat später hilflos mit ansehen müssen, wie diese Freundin von zehn Typen stundenlang gnadenlos vergewaltigt wurde. Hätte ich das bei meiner besten Freundin miterleben müssen, hätte ich sicher auch solche Albträume.“
Schockiert gehen wir nach einer Weile wieder alle ins Bett. Anna und ich liegen noch eine Weile wach im Bett, halten uns an den Händen, hängen unseren Gedanken nach und setzen den Geschlechtsakt nicht fort. Uns ist echt nicht danach jetzt.
Wie geht es weiter?
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Apokalypse - Das ist das Ende, oder etwa nicht?
Der Überlebenskampf einer kleinen Gruppe, in einer neuen Welt.
Ein mysteriöse Krankheit löscht einen Teil der Bevölkerung Deutschlands aus, nach Wochen des Überlebenskampfes findet eine kleine Gruppe von Überlebenden einen dauerhaften Unterschlupf. Eine Geschichte über Veränderungen, das Zusammenleben, Lust und Liebe.
Updated on Aug 26, 2025
by Uwe37073
Created on Apr 13, 2020
by Uwe37073
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