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Chapter 24

What's next?

Zwei mit einem Streich

"Die Antwort auf deine Frage steht klipp und klar im Mietvertrag. Willst du mir damit sagen, du hast ihn unterschrieben, ohne alles durchzulesen?"

Brigitte schaute betreten zu Boden und Meller grinste wölfisch. Natürlich wusste er, dass sie den Text nicht gelesen hatte. Schließlich war er dabei gewesen und hatte sie ganz genau beobachtet. Außerdem war das ja genau seine Absicht gewesen, weshalb er den enormen Zeitdruck aufgebaut hatte. Damit hatte er nicht nur sie - und die geile, vollbusige Blondine war schon ein echt scharfer Fang - sondern in einem Aufwasch auch gleich noch ihre niedliche kleine Freundin an der Angel. Ach, er liebte diese jungen, unerfahrenen Dinger. Und die nerdigen Typen mit Grips und Brille waren ihm darunter die Allerliebsten. Er konnte einfach nie genug von ihnen kriegen. Er hatte eine wahre Meisterschaft darin entwickelt, ihnen den Grips wegzuvögeln, bis sie an nichts mehr anderes denken konnten.

Vorerst wollte er noch ein wenig Spaß mit dieser nachgemachten Französin haben. Mal sehen, ob sie wirklich so gut französisch konnte, wie sie behauptete. Er schnipste Brigitte das unterschriebene Papier zu, so dass es wie auf einem Luftkissen über den Tisch segelte.

"Lies! Seite drei oben."

Brigitte blätterte zur angegebenen Stelle. Ihre Stirn legte sich in Falten, während sie sich bemühte, das komplizierte Paragraphenkauderwelsch zu verstehen.

"Da steht", sprang er hilfreich ein, "dass ich dich jederzeit, überall und auf jede erdenkliche Art und Weise ficken kann. Eigentlich sogar ficken muss, wenn man es genau nimmt, denn der Vertrag bindet uns beide. Und das gilt während der gesamten Geltungsdauer des Vertrags, das heißt ab Unterschrift, also jetzt. Und im Übrigen gilt dasselbe für meinen lieben Geschäftspartner Frank."

Sie stand da wie vom Donner gerührt. Das hatte sie nicht erwartet. Eine riesige Katastrophe war es auf den zweiten Blick aber nicht. Sie hatte genügend leichtsinnige und flüchtige Beziehungen hinter sich und dazu noch eine Reihe von One-Night-Stands mit Jungs, deren Namen sie schon wieder vergessen hatte, so dass es auf zwei Männer mehr nun wirklich nicht mehr ankam. Das eigentliche Problem war, dass sie es unbedingt vor Sophie geheim halten musste. Wenn die schüchterne, tugendhafte Meisterschülerin mitbekam, was ihre Freundin tat, um die Miete zu bezahlen, hätte sie überhaupt kein Verständnis dafür. Nein, sie musste sich irgendetwas ausdenken, was sie stattdessen als ihre Arbeit ausgeben könnte. Putzen vielleicht oder die Buchhaltung machen. Obwohl, das Zweite würde sie ihr vermutlich nicht glauben. Und das Erste sah ihr auch nicht ähnlich.

"Dasselbe gilt selbstredend auch für deine Freundin."

"Was? Nein!" Brigitte bebte vor Angst und Sorge am ganzen Körper.

"Doch, du hast es selbst geschrieben." Er hämmerte mit einem schweren Finger auf das Papier, wo in Brigittes eigener Handschrift stand, dass der Vertrag auch für Sophie galt.

"Bitte, bitte, tun sie ihr nichts! Ich mache alles dafür, alles!"

"Ach?" Meller zog eine Augenbraue hoch.

"Ja. Wirklich", ihr kam eine Idee, "ich bezahle für sie mit. Sie dürfen wirklich alles mit mir machen. Doppelt so häufig, doppelt so lang. Egal. Hauptsache, sie lassen Sophie aus dem Spiel."

Sie sah ihn mitleidheischend an.

Er lehnte sich selbstzufrieden in seinem bequemen Chefsessel zurück. Das hatte jetzt richtig Spaß gemacht. Und der Spaß ginge noch weiter.

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