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Chapter 8
by
Redboom
Wie erfüllt der Dschinn den zweiten Wunsch?
Familienliebe ist nun absolut normal.
Ein köstliches Lächeln breitet sich über mein Gesicht aus. Dieser Wunsch ist so vielschichtig, so tiefgreifend. Es ist, als würde ich einen Stein ins Wasser werfen und die Wellen sich in alle Richtungen ausbreiten sehen. „Dein Wunsch sei dir gewährt.“ sage ich mit tiefer, resonanter Stimme.
Ich spüre, wie die Macht in mir aufwallt, bereit, die Realität zu verändern. Ich kann die Veränderungen fühlen, die sich wie ein Netz über die Gesellschaft legen, die Moralvorstellungen und kulturellen Normen neu formend.
In dieser neuen Welt sind Beziehungen zwischen Geschwistern und anderen Familienmitgliedern plötzlich nicht mehr verpönt. Keine versteckten Blicke, keine heimlichen Schande. Es ist so normal wie jede andere Form der Liebe. Ich sehe Pauls Gesicht, wie sich Erleichterung und Freude darin mischen, obwohl er immer noch von einem Rest Zweifel gezeichnet ist.
„Es ist vollbracht“ sage ich, während ich mich in Rauch auflöse und in die Lampe zurückziehe, um einen Blick in die Kristallkugel zu werfen.
Paul Schmidt wollte eigentlich nur eine Freundin. Aber bekam mehr als das.
Paul trat langsam aus seinem Zimmer. Er ging den Flur entlang, fühlte sich wie in einem bizarren Traum gefangen. Als er das Wohnzimmer betrat, sah er seine Mutter Sabine auf der Couch sitzen, vertieft in ein Buch.
Er konnte ihr noch nicht in die Augen schauen, die Schuldgefühle drückten seinen Blick nach unten. Doch was er sah, ließ ihn stocken. Sabines Bauch war deutlich gerundet – sie war hochschwanger.
„Paul“ rief Sabine und legte das Buch zur Seite. Sie stand auf und kam zu ihm, ihre Augen leuchteten vor Freude. Bevor er reagieren konnte, hatte sie ihn in eine feste Umarmung gezogen und küsste ihn auf die Lippen. Paul erstarrte. Ein Gefühl der Panik stieg in ihm auf, während er versuchte, die Realität zu begreifen.
Was geschah hier? Seine Gedanken rasten, als er versuchte, die Situation zu verstehen. Das war seine Mutter und sie küssten ihn wie sonst nur seinen Vater.
Sabine legte Pauls Hand auf ihren Bauch. „Unser Baby wird in zwei Wochen auf die Welt kommen“ sagte sie sanft, ihre Augen funkelten vor Liebe und Aufregung. „Ich kann es kaum erwarten, unser Kind in den Armen zu halten.“
Ein Schock durchfuhr Paul. Er konnte es nicht fassen. „Unser Kind?“ flüsterte er, als die Realität über ihn hereinbrach. Er war der Vater. Der Dschinn hatte nicht nur die gesellschaftlichen Normen verändert, sondern auch die Vergangenheit und seine eigenen Handlungen. Alles fühlte sich falsch an.
Was macht Paul?
Der Flaschengeist
Ein perverser Dschinn treibt seine Spielchen mit den Menschen
Ein Dschinn ist dazu verpflichtet, jedem Finder seiner Wunderlampe drei Wünsche zu erfüllen – und er genießt es, dabei das Leben seiner neuen Meister vollkommen auf den Kopf zu stellen.
Updated on Jan 2, 2026
by Redboom
Created on Nov 19, 2020
by Redboom
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