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Chapter 35

What's next?

Yildiz' Büro

Sie fuhren mit dem Aufzug nach oben. An den Wänden prangten tiefe Kratzer und Graffiti. Der Boden war mit Flecken übersäht, über deren Herkunft sich Sina lieber keine tiefgründigen Gedanken machte, weil sie ihn mit bloßen Füßen betreten musste.

Als sie das Chefbüro erreichten, schien es Sina, als käme sie in eine andere Welt. Ihre Zehen sanken in den hochflorigen, weichen Teppichboden ein. Die Luft war angenehm temperiert und roch zart nach Zedernholz. Auf einer Seite thronte ein breiter Schreibtisch aus blitzendem Chrom und Glas vor einem hochlehnigen Leder-Chefsessel. Die andere Hälfte des Raumes wurde von einer Sitzgruppe mit niedrigem Tischchen aus den gleichen Materialien beansprucht.

Vor den Fenstern waren Jalousien herabgelassen, die sowohl gegen neugierige Blicke von außen abschirmten, als auch vergessen lassen konnten, dass man sich in einem schmutzigen Gewerbegebiet befand.

Ihr Gastgeber wies mit einer Hand auf das bequem aussehende Sofa.

"Nimm bitte Platz. Magst du etwas ****?"

Sina bemerkte, wie durstig sie tatsächlich war.

"Ein Wasser, vielleicht?"

Herr Yildiz sah ein wenig enttäuscht aus.

"Sonst nichts? Etwas Stärkeres?"

"Tee? Oder Kaffee ist auch in Ordnung."

Er schob seinen Kiefer nach vorne. Ganz offensichtlich war das nicht die Antwort, die er erhofft hatte. Verlegen sah sich Sina nach dem Sitzplatz um, um keinen Augenkontakt halten zu müssen. Mit eng zusammengepressten Beinen ließ sie sich auf der Kante des Sofas nieder. Es war ihr sehr unangenehm in einer derart eleganten Umgebung nur in ein Laken, auf dem sie zuvor auch geschlafen hatte, gehüllt zu sein. Sie wollte ihren Retter aber nicht noch mehr verärgern und verzichtete darauf, ihn daran zu erinnern, dass er ihr etwas zum Anziehen versprochen hatte.

Herr Yilmaz telefonierte, vermutlich, um die **** zu ordern. Dann drehte er sich mit einem zahnreichen Grinsen zu seinem jungen Gast. Doch bevor er etwas sagen konnte, klingelte sein Handy. Irritiert sah er auf das Display. In Sekundenbruchteilen änderte sich seine Miene von überrascht über nachdenklich zu entschlossen. Er nahm das Gespräch an und führte das Gerät ans Ohr.

"Ja?"

Wer hat Yildiz angerufen?

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