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Chapter 92
by
gogo58
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Jackpot reloaded
Jackpot reloaded
POV Hanna
Erneut werde ich durch die Sonnenstrahlen geweckt, die durch die Schlitze fallen. Mein erster Gedanke gilt mir selbst: „Hanna, du bist schwanger“. Kritisch hinterfrage ich meine Gefühlswelt, aber eigentlich ist alles in bester Ordnung. Ich will dieses Kind - es ist, als schließt sich ein Kreis und ich bin sofort im Kind - Beschützer - Modus. Ich werde noch ein Baby bekommen, und das war eigentlich ein langgehegter Traum von mir, erst dann fühle ich mich mit meinem Lebenswerk komplett. Nur Bernd wollte kein weiteres. Nun ist es eben unter anderen Umständen soweit. Alle anderen müssen halt mit der Situation leben, ob es ihnen gefällt oder nicht. Schade nur, dass ich Ben noch nicht für immer bei mir haben kann. Liebevoll schaue ich in das schlafende Gesicht von Ben, der in wenigen Wochen meine kleine Weltordnung völlig durcheinandergebracht hat. Glücklich schließe ich noch einmal die Augen.
Ich werde wieder wach, weil Ben mich zärtlich auf die Wangen küsst und mein Gesicht streichelt. „Aufwachen Hanna, wir müssen heute Morgen wieder fahren“ küsst mich mein junger Geliebter wach.
„Ich will nicht, es ist so schön hier mit dir“ lasse ich meinen Gefühlen ohne schlechtes Gewissen freien Lauf.
„Sag mal, wirst du eigentlich seekrank?“ fragt mich Ben auf einmal.
„Eigentlich nicht. Warum fragst du das?“
„Opa hat ein kleines Kajütboot auf einem Anhänger, wir könnten damit mit dem Wohnmobil im Sommer in Urlaub....“ Weiter komme ich nicht, da sich Hanna auf die Unterschenkel setzt und mich mit schaukelnden Brüsten unter ihrem Shirt stürmisch umarmt. Warm drücken sich ihre Brüste an mich.
„Ooh Ben, das ist ja wundervoll. Wenn ich im Juni Urlaub bekommen könnte, dann wäre ich im sechsten Monat. Das ist eine wundervolle Zeit in der Schwangerschaft. Ja, können wir das machen? Nach Italien oder besser noch Kroatien, da war ich noch nie! Biiiette, biitte, bitte.“ Hanna ist ganz euphorisch, hüpft auf den Knien auf dem Bett herum und umarmt mich wieder fest. Ich verliere mich in ihren schönen Augen, so sehr liebe ich sie.
Ihre Euphorie überträgt sich dann auch auf mich. Außerdem fällt mir zu Kroatien immer nur FKK und dann wohl schon sehr, seehr grooße Babybrüste bei Hanna ein.
„Ich frage Opa, wenn wir wieder zuhause sind, ok?“ „Ja bitte, bitte mach das, dann haben wir etwas, auf das wir uns die ganze Zeit freuen können."
„Hanna, wenn du dir jetzt nicht endlich etwas anziehst, kann ich für nix garantieren. Nur vom Gucken auf deine verpackten Möpse habe ich schon wieder einen Ständer.“
„Nein Ben, jetzt nicht. Holst du wieder Brötchen und ich mache hier klar Schiff? Dein begehrenswerter großer kleiner Freund muss jetzt warten.“
„Schade, aber so machen wir´s.“ Schnell ziehe ich mich an und laufe los. Wir sind fast ein eingespieltes Team, als ich zurück bin, ist Hanna angezogen und hat das Frühstück schon vorbereitet. Wir unterhalten uns über die zu erledigenden Dinge, Hanna betont noch einmal, dass ich sie erst nach dem Einzug besuchen darf und bloß nicht auf die Idee kommen soll, beim Umzug helfen zu wollen. Wir werden uns allerdings immer mal wieder heimlich treffen, um Neuigkeiten auszutauschen oder anfallende Entscheidungen zu besprechen, telefonieren sowieso.
Alles wird wieder unfallsicher verpackt und los geht’s.
Die Fahrt endet, wie sie angefangen hat. Wir unterhalten uns angeregt über mögliche Ziele in Kroatien und die Wohnung, nicht nur über die Schwangerschaft oder unser Umfeld, und sind schnell staufrei früher am Bahnhof, als erwartet.
Hanna stehen Tränen in den Augen, dass ich nicht bei ihr bleiben kann, aber tapfer küsst sie mich zum Abschied. Auch mir ist mulmig zumute, der Abschied tut schon weh.
„Hanna, wenn dich etwas bedrückt oder du mich brauchst, schreib mir oder ruf mich an. Dann treffen wir uns sofort“ weise ich sie an.
„Mache ich. Ich liebe dich, Ben“ Ein letztes Mal küsst sie mich zärtlich, holt ihre Koffer hinten raus und geht in den Bahnhof, ohne sich noch einmal umzudrehen.
POV Ben
Habe ich komplett realisiert, dass ich Vater werde? Nein. Bin ich bereit dafür? Ja. Ist Hanna die richtige? Auf alle Fälle. Wird das alles schwierig werden? Ja, ziemlich sicher. Aber es gibt immer einen Morgen danach. Solche und ähnliche Gedanken gehen mir durch den Kopf, während ich nach Hause fahre.
Nachdem ich das Auto abgestellt habe, stelle ich mich auf die Fragen meiner Mutter ein. Und es kommt, wie es kommen muss. „Na, hattest du ein schönes Wochenende?“ fragt sie unverfänglich als Gesprächseinstieg. „Ja danke. Wir haben kräftig geübt, das mit dem Enkel könnte geklappt haben“ grinse ich sie an. „Du hättest nur sagen brauchen, dass du nicht darüber reden willst“ gibt sie entnervt auf und geht. „Sei nicht böse Mom, ich werde dir schon alles erzählen. Nur nicht jetzt“ versuche ich die Wogen etwas zu glätten.
„Ich weiß, ich mache mir doch nur Sorgen um mein Kind“ seufzt sie und ich denke so bei mir „Ja, da sind wir jetzt schon zwei“, behalte das aber schön für mich.
Nachdem ich in meinem Zimmer bin, checke ich erst einmal die Emails und Nachrichten. Bei Laura muss ich mich noch melden, das habe ich ihr versprochen. Schnell wähle ich ihre Nummer. „Hi Laura, was ist denn so wichtig, dass du mit mir sprechen willst?“ frage ich direkt aus Neugier.
„Ben, können wir das bitte von Angesicht zu Angesicht besprechen, nicht am Telefon?“
„Ja natürlich, wenn du das möchtest“ antworte ich verwirrt.“
„Gut. Wollen wir uns morgen um 15.00 Uhr bei Da Angelo im Eiscafé treffen?“
„Von mir aus gerne. Ich habe nichts weiter vor“ antworte ich.
„Schön, dann bis morgen. Hab dich lieb“ schluchzt Laura und legt auf.
„Was ist denn mit der los“ denke ich noch verwirrter, bis ich mich einem erholsamen Computerspiel widme.
**********
Montag, 14.oo Uhr.
Mit dem Bus fahre ich zu Da Angelo, Parken mit dem Womo in der Innenstadt geht gar nicht, muss ich mir auch nicht antun. Ich habe noch etwas Zeit und bummle im Einkaufszentrum herum. Im Kaufhaus lande ich durch Zufall in der Babyabteilung. „Das wird jetzt bald in deinem Leben eine Rolle spielen“ und schaue mir die meist jungen Mütter mit ihren Kindern an. Da wirst du bald auch zu gehören, denke ich, ziemlich stolz eigentlich.
„Was machst du denn hier?“ spricht mich eine bekannter Stimme von hinten an. „Laura? Was machst du denn hier in der Babyabteilung? Suchst du ein Geschenk für jemanden?“
Laura küsst mich rechts und links und drückt mich an sich. „Ja, so ungefähr. Wollen wir zu Da Angelo?“ fragt sie mich ernst, nimmt meine Hand und zieht mich vorsichtig mit sich. Hand in Hand schlendern wir durch das Einkaufszentrum und ich denke kurz „ist so schön wie mit Hanna“ und bin ernsthaft irritiert über diesen Gedanken.
Nachdem wir uns gesetzt und etwas bestellt haben, fragt mich Laura „Ben was denkst du eigentlich über mich und hast du überhaupt irgendwelche Gefühle für mich, vor dem Hintergrund, was in den Bergen passiert ist und wie ich dich bei Pauline ausgetrickst habe?“
„Na ja, eigentlich halte ich dich für ein supertolle Frau, die sich burschikoser gibt, als sie ist, die sich dadurch aber wahrscheinlich nur selber schützen will. Du bist genau wie deine Mutter sehr hübsch und hast ein ebenso liebreizendes Wesen. Ich mag dich sehr gerne, ganz sicher sogar mehr als das.“ beschreibe ich fast aufrichtig meine Meinung, ohne meine Gefühle komplett preis zu geben.
„Meine Mutter? Was hat meine Mutter denn damit zu tun?“ fragt Laura verwirrt.
„Oh Ben, erst denken, dann reden“ schimpfe ich mit mir selbst. „Na ja, ich habe deine Mutter in den Bergen ja etwas näher kennengelernt, und diesen Eindruck hat sie mir vermittelt. Bis auf Sommersprossen und Haarfarbe seid ihr euch schon ziemlich ähnlich, vor allem auch im Wesen. Beides kluge, hübsche, sexy Frauen.“
In diesem Moment meine ich es genauso, wie ich es gesagt habe. Ich bin schon lange heimlich in Laura verliebt, die die ganze Zeit nichts davon geahnt hat. Diese aktuelle aber fast vergessene Selbsterkenntnis verblüfft mich sehr….
Laura spricht mit leiser, brüchiger Stimme. „Ben, ich habe ein riesengroßes Problem, und du bist ein Teil davon.“
„Wieso?“ frage ich irritiert und orientierungslos „was ist denn passiert?“
Laura fängt an zu schluchzen. „Ich bin schwanger, und nur du kommst als Vater in Frage!“
„Waa….Wiiee…Aber du nimmst doch die Pille“ stottere ich fassungslos herum.
„Jaaaha. Aber einmal habe ich sie vergessen, am dreißigsten, und nicht nachträglich eingenommen, ich blöde Kuh. Es passiert **** selten, dass man dann schwanger wird, aber ausgerechnet bei mir ist es nun mal so. Und als Vater kommst nur du in Frage!“
"Daaas…das kommt jetzt....etwas überraschend“ bin ich mit der Situation völlig überfordert. „Und..und nun?“
„Oh Ben, ich weiß nicht, was ich machen soll….“ fängt Laura wieder an zu ****. „Eigentlich ist es der helle Wahnsinn, ein Kind ohne Vater, keine Ausbildung, kein Geld, keine Wohnung. Ich müsste abtreiben, aber ich kann einfach nicht.“ Laura sitzt auf der Bank wie ein Häufchen Elend und heult, und ich kann einfach nicht anders. Schnell setze ich mich zu ihr und nehme sie fest in den Arm.
„Sscchhht, nicht ****. Wir werden eine Lösung finden, auch wenn mir ehrlich gesagt momentan keine einfällt. Mit dieser Nachricht muss ich selber erst einmal klarkommen. Kannst du morgen zu mir kommen, nach der Uni, dann reden wir weiter?“
„Ja. Oh Ben, das beruhigt mich jetzt schon ein bisschen, dass ich dir alles gebeichtet habe. Bist du mir böse?“ fragt mich Laura mit traurigen Augen. „Um Gottes Willen nein Laura, warum sollte ich? Gut, du hast mich ein bisschen bedrängt in den Bergen, aber es ist nichts passiert, was ich nicht auch wollte.“
„Danke Ben. Nur das du´s weist: Ich habe dich ganz doll lieb“ schaut Laura verlegen auf den Boden. Ich kann nicht anders und nehme ihr Gesicht in beide Hände und küsse sie sanft auf den Mund. Vorsichtig erwidert Laura meinen Kuss und kuschelt sich in meine Arme. Und es fühlt sich für mich genauso schön an, wie am kompletten vergangenen Wochenende mit ihrer Mutter, und meine Verwirrung geht weiter....
Wir zahlen, küssen uns zum Abschied noch einmal zärtlich auf den Mund und gehen.
Wieder Zuhause angekommen gehe ich schnell in mein Zimmer, nach meiner **** steht mir momentan nicht der Sinn. Zu allem Überfluss hat mir auch noch Mike geschrieben, dass wir uns mal wieder treffen sollten. Mike, der von überhaupt nichts weiß, dessen Welt noch in Ordnung ist…
Die ganze Zeit kann ich an nichts anders denken, als wie ich mit diesen Tatsachen umgehen soll. Während des Fernsehens, während des Abendbrots, in jeder Minute und Sekunde. Ich werde zweimal Vater, bekomme **** von unterschiedlichen Müttern und kann meine **** noch nicht einmal ernähren.
Dann kommt mir eine Idee, meine beruflichen Ziele haben sich auf einen Schlag radikal geändert. Ursprünglich wollte ich Betriebswirtschaft studieren, nun werde ich mich für ein duales Studium in diesem Bereich bewerben, um Geld für meine **** zu verdienen. Karriere machen kann man da auch. Der erste Lösungsbaustein….
Hanna werde ich nichts davon sagen, ich möchte sie überraschen, wenn ich einen Ausbildungsvertrag unterschrieben habe. Aber was mache ich mit Laura? Schließlich schlafe ich erschöpft mit den Gedanken an meine beiden geliebten Frauen ein.
Am anderen Morgen werde ich wach, habe immer noch die gleichen ungelösten Probleme und mir wird schnell klar, dass ich Ratschläge brauche, dass ich alleine mit der Situation überfordert bin. Aber wer kann da helfen?
Ausnahmsweise bin ich zunächst über die Ablenkung durch die Schule dankbar und fasse dort dann einen Entschluss.
**********
„Opa, hast du heute Zeit? Ich habe große Probleme und brauche deinen Rat“ rufe ich ihn an.
„Ich bin zuhause. Komm vorbei, sobald du Zeit hast. Wir gehen dann in die Scheune, da kannst du in Ruhe erzählen.“
„Danke Opa, ich komme am späten Nachmittag“.
Auf Opa ist Verlass, immer….
**********
Mit dem Wohnmobil fahre ich nach der Schule zu meinen Großeltern, wo Opa und Oma auf mich warten. Opa wird Oma bestimmt etwas erzählt haben. Oma fragt mich nach dem ersten Wochenende im Womo, und bereitwillig erzähle ich davon, auch von Hanna.
„Schön, dass es euch so gut gefallen hat. Geh nun mit Opa, ihr habt sicher etwas zu besprechen“.
Opa und ich gehen in die Scheune und setzen uns. „So mein Junge, dann erzähl mal“ leitet Opa das Gespräch ein. Ich hole tief Luft und fange an, erzähle alles, nenne auch Namen, lasse nur die Details aus.
„Respekt mein Junge, sich in so kurzer Zeit in so einen Schlammassel zu verwickeln, schaffen nicht viele. Also: Du liebst Hanna, du liebst Laura, beide möchten ihre **** bekommen, und du willst für beide und ihre **** da sein, richtig? Du musst mit beiden sprechen, ihnen reinen Wein einschenken. Du solltest deine Beziehungen nicht auf Lügen aufbauen, das funktioniert nicht. Da ihr aber gar keinen Ort habt, an dem ihr alleine seid, werde ich mit Oma sprechen, damit ihr euch erst einmal hier treffen könnt. Wir möchten aber beide Damen vorher kennenlernen.“
„Danke Opa!“
„Nichts zu danken, das wird noch eine schwere Aufgabe, beide davon zu überzeugen, dass es richtig ist, das du dich um beide kümmern willst. Die Kernfrage ist, wie die beiden dazu stehen werden. Komm mit, wir müssen jetzt mit Oma reden, ohne sie geht gar nichts.“
Oma hört sich stillschweigend Opas kurze Zusammenfassung an und überlegt lange. „Eigentlich hat Opa recht, eine andere Lösung sehe ich auch nicht. Sprich mit ihnen“ stimmt Oma Opa zu. „Und dann komm mit beiden hier vorbei. Was tut man nicht alles für Urenkel" grinst sie Opa an.
POV Hanna
Heute habe ich mir die Wohnung noch einmal angesehen. Morgen werde ich den Mietvertrag unterschreiben und am kommenden Wochenende machen wir die Wohnungsübergabe. Nächsten Montag habe ich einen Termin bei meiner Frauenärztin. Und jetzt ist der Moment gekommen, vor dem ich mich nicht nur ein bisschen fürchte: Ich muss es erst Bernd und dann mit Bernd gemeinsam den Kindern sagen, das ich ausziehe.
**********
Es gibt immer ein hinterher, und das Gespräch ist geschafft. Bernd hatte so etwas erwartet, aber die **** hat es wirklich hart getroffen. Erst die Zusicherung von Bernd und mir, dass wir uns freundschaftlich verbunden bleiben und auch noch alle gemeinsam treffen werden, hat die Situation etwas entspannt, aber nur wenig. Beide **** werden bei Bernd wohnen bleiben, mich aber jederzeit besuchen können. Laura hat das alles etwas abwesend und distanziert aufgenommen, Mike als der sensiblere von beiden hat erkennbar Probleme damit, die Situation zu begreifen und zu akzeptieren. Er ist sofort in sein Zimmer gegangen.
POV Ben
„Hi Mike“ nehme ich den Anruf von Mike entgegen. „Meine Eltern lassen sich scheiden, meine Mutter zieht aus, in zwei Wochen schon. Haben sie uns gestern Abend erzählt. Ich bin völlig fertig“ kommt Mike direkt auf den Punkt „Nie im Leben hätte ich damit gerechnet“ ergänzt er.
„Hammer. Einfach so, weil sie sich auseinandergelebt haben, oder sind da neue Lieben im Spiel?“ frage ich zurück.
„Keine Ahnung. Im Urlaub war Papa ja schon etwas brummig.“
„Und was machen du und Laura jetzt? Wo werdet ihr wohnen?“ frage ich nach.
„Erst einmal bleibt alles, wie es ist. Mama hat eine neue Wohnung, wir bleiben im Haus. Die beiden werden aber Freunde bleiben. Die haben sich auch nicht angeschrien oder so. Alles zivilisiert. Die haben sich wohl auseinandergelebt, und Laura und ich haben nichts gemerkt.“ resigniert Mike. „Fürs Spiele Zocken habe ich jetzt echt keinen Kopf, müssen wir verschieben Alter, OK?“
„Klar Mike, alles cool. Melde dich, wenn du Bock hast.“
Manche Probleme lösen sich auch von selbst.
**********
Es klingelt an der Tür und meine Mutter ist schneller als ich. „Hallo Laura. Du willst zu Ben, ja? Beheen, hier ist Besuch für dich!“ ruft sie in den Flur. „Mensch Laura, du wirst immer hübscher!“ macht sie meinem Besuch ein Kompliment. „Danke Frau Müller, hallo Ben“ bedankt sich Laura schüchtern und begrüßt mich mit Küsschen rechts und links. „Wir gehen in mein Zimmer, Mom“ verabschieden wir uns und gehen die Treppe hoch.
„Du hast mir gestern einen ganz schönen Schreck eingejagt. Das mit der Schwangerschaft ist Tatsache, oder?“ fange ich das Gespräch an.
„Natürlich Ben, was glaubst du denn? Mit so etwas macht man keine Witze!“ entgegnet Laura entrüstet und fängt wieder leise an zu ****. Wie ein Häufchen Elend sitzt sie auf meinem Bett. Schnell setzte ich mich dazu und nehme sie in den Arm.
„Nicht **** Laura. Wir finden eine Lösung. Ganz ohne Hilfe wird es aber nicht gehen. Ich habe gestern meinen Opa und meine Oma eingeweiht, beide machen sich auch Gedanken, was wie funktionieren könnte. Du bekommst ein Baby, und das ist erst einmal ein Geschenk. Aber was ist mit uns beiden? Wie stehen wir zueinander? Hast du einen Freund? War das nur Sex in den Bergen oder ist da mehr? Du hast mich ja fast vergewaltigt, und damit zu drohen nach den anderen zu schreien war nun wirklich auch nicht die feine englische Art."
„Weißt du das wirklich nicht?“ schaut mich Laura entgeistert fragend an. „Hast du echt keine Ahnung?“
„Wo..wovon?" frage ich stotternd zurück.
„Ben, ich liebe dich doch, ich war einfach nur eifersüchtig auf Pauline. Ich dachte, da läuft etwas zwischen euch….“ gesteht mir Laura leise ihre Liebe. „Ich liebe dich von ganzem Herzen, Ben. Deshalb möchte ich ja auch unbedingt das Kind von dir.“
„Laura, du hast echt eine seltsame Art, das zu zeigen. Seit Jahren schwärme ich heimlich für dich, habe mich unsterblich in dich verliebt, aber ich hatte immer den Eindruck, du hast gar kein Interesse an mir. Und nun das“ gebe ich meine Gefühlswelt preis. „Aber Laura, ich will ehrlich sein: Da ist noch jemand anderes, den ich genauso lieb habe wie dich!“
„Ooh Ben, ist das wahr? Du liebst mich wirklich? Aber was ist mit der anderen? Willst du dich von ihr trennen, für unser Kind und mich?“
Ich nehme Lauras Gesicht in beide Hände und schaue ihr tief in die Augen. „Es ist kompliziert. Ich kann dir heute keine Antwort geben, ich muss darüber schlafen, aber ich werde dich mit dem Kind nicht alleine lassen, niemals. Ich liebe dich!“
Sanft küsse ich Laura auf ihre vollen Lippen, die den Kuss genauso sanft und leidenschaftlich erwidert. Laura drückt mich so feste an sich, dass ich ihre festen Brustwarzen spüre, die sich durch den Pullover drücken.
Mir steht der Sinn aber nicht nach Sex, nicht mit meiner Mutter unten in der Küche. „Du wirst alt, Ben“ gestehe ich mir ein.
„Ben, ich brauche dich jetzt soo sehr, gerade jetzt, wo meine Eltern sich trennen“ schmiegt sie sich an mich und schüttet sie mir ihr Herz aus.
„Ja, ich weiß, Mike hat mich angerufen“ erwidere ich „wo willst du denn wohnen, und vor allem: wann willst du ihnen von dem Baby erzählen?“
"Nächsten Montag bin ich bei meiner Frauenärztin. Wenn da alles ok ist, werde ich mit bald meinen Eltern reden...“
POV Hanna
Montagmorgen, beim Frauenarzt
Befreit und voller Vorfreude fahre ich zu meiner Frauenärztin. Die Wohnung ist übergeben, einen Teil meiner Sachen habe ich schon hinübertransportiert, und nun möchte ich eigentlich nur hören, dass mit meinem Kind alles in Ordnung ist. Meine Welt ist rosarot.
Die Praxis ist ziemlich voll, und ich werde gebeten, im Wartezimmer Platz zu nehmen. Kurz lasse ich meinen Blick über die anderen Patientinnen fahren und bin völlig erstaunt, als ich meine Tochter dort sitzen sehe.
„Laura? Was machst du denn hier?“ frage ich, immer noch verwundert. „Hast du nicht erst nächsten Monat deinen Arzttermin? Ist alles ok bei dir?“
„Ja Mama, mir geht´s gut. Ich bin als nächste dran, können wir danach reden?“
„Sicher mein Kind, warte auf mich, bis ich fertig bin.“
„Mache ich.“
Als nächste nach Laura bin ich an der Reihe. Meine Ärztin untersucht mich sorgfältig, wir wechseln einige persönliche Worte zu meiner veränderten Lebenssituation, zu meinem Alter und zu meiner Freude über die Schwangerschaft und vor allem darüber, das alles in Ordnung ist, und dann sagt Frau Doktor einen folgenschweren Satz, der mir das Blut in den Adern gefrieren lässt. Offensichtlich geht meine Ärztin von völlig falschem Wissensstand aus…
„Das ist ja wirklich ein schöner Zufall, dass Mutter und Tochter gleichzeitig schwanger und die Geburtstermin fast identisch sind!“ Herzlichen Glückwunsch, Frau Schuster, sie werden also fast gleichzeitig Mutter und Oma!“
„Ddddd…danke“ stottere ich nur, die geänderte Situation gar nicht begreifend „Auf Wiedersehn.“ Tausend Dinge gehen mir durch den Kopf, über meine Tochter, über mich, über Ben…
Und dann fange ich an zu rechnen und zu begreifen, und meine eben noch so heile Welt ist auf einmal gar nicht mehr heil, ganz im Gegenteil. Deprimiert gehe ich zurück ins Wartezimmer zu meiner Tochter.
„Laura, wir müssen reden. Wir treffen uns in meiner neuen Wohnung. Jetzt gleich!“
„Ja, Mama“.
Nun stehen Laura und ich uns in meiner neuen Wohnung gegenüber, und keiner von uns hat bis jetzt ein Wort gesagt. Während der Fahrt habe ich meine Beziehung zu meiner Tochter überdacht, mit der wenig überraschenden Erkenntnis, das Blut dicker ist als Wasser. Ich erlaube mir auch nicht, eifersüchtig zu sein, denn das Wohl meiner Tochter geht mir als Mutter über alles. Meine eigene Gefühlswelt ist von Wut, nein, nur Traurigkeit gekennzeichnet und meine bis vor kurzem rosarote Zukunft liegt in Scherben.
Es hilft nichts, wir müssen darüber reden….
„Komm, setzen wir uns auf den Boden. Laura, Frau Doktor hat sich verplappert – sie dachte wohl, ich wüsste von deiner Schwangerschaft. Mein Kind, ich kann rechnen, und das müsste eigentlich in unserem Urlaub passiert sein. Drei Männer waren da: Bernd, Mike und Ben. Sag ehrlich - Ist Ben der Vater?“
Laura fängt an zu ****. „Ja Mutti, das Kind ist von Ben. Ich habe ihn fast vergewaltigt, so sehr liebe ich ihn!“
„Liebt er dich denn auch?“
„Ja Mama, von ganzem Herzen“ gibt sie mir einen Stich mit dem Dolch mitten ins Herz.
„Aber dann ist doch alles in Ordnung, Laura“ versuche ich sie mit matter Stimme zu trösten.
„Nein Mama, nichts ist in Ordnung. Da ist noch eine andere, die er genauso liebt, wie mich. Und er will sich nicht entscheiden!“ weint Laura nun lauter weiter.
Plötzlich geht mir vor Freude wieder das Herz auf. „Scheiß Hormone“ denke ich kurz. Dann hole ich einmal tief Luft, und sage mit fester Stimme „Laura, die andere bin ich. Und ich bin auch schwanger....“
„WAAAAAASS?“ Laura ist völlig fassungslos.
„Laura, ich werde jetzt rückhaltlos offen zu dir sein, ich erzähle dir alles, nicht wie eine Mutter zur Tochter, sondern wie eine Freundin zur anderen. Und dann kannst du über mich urteilen.“ Und fange an, inklusive einiger weniger sexueller Details, die Ben und mein Handeln etwas rechtfertigen sollen. „Angefangen hat alles mit einem romantischen Feuer und dem verfluchten Rotwein…." beende ich meine Geschichte, nicht ohne im Gespräch vorher das langjährige Bruder/Schwester Verhältnis zwischen Bernd und mir und meine Sehnsucht nach Liebe zu erwähnen. Ängstlich warte ich auf die Reaktion von Laura.
„Mama, der arme Junge hat eigentlich nie eine richtige Chance gehabt. Wir haben die Waffen der Frauen perfekt eingesetzt. Bei uns hat das so angefangen……“ grinst Laura nun und erzählt ihre Geschichte mit deutlich mehr Details bis zum Schluss.
„DU HAST IHN QUASI ZUM ANALSEX ****?????“ bin ich wirklich fassungslos.
„Ja Mama, und es war wirklich geil!“
„Laura, ich glaube nicht, dass ich das hören möchte“ wehre ich ab, bin aber eigentlich sehr neugierig. Daran gedacht, wie sich das anfühlt, habe ich auch schon, aber das kann ich ihr nun wirklich nicht sagen. Insgesamt bin ich aber froh darüber, dass ich zu meinen beiden Kindern ein tolles, offenes Verhältnis habe, dass wir auch über so heikle Themen sprechen können, auch wenn es mir in diesem Fall ziemlich unangenehm ist.
„Mein Kind, was machen wir denn nun? Du bist meine Tochter, und dein Glück geht mir über alles. Ich werde mit ihm Schluss machen...“
„Nein Mama, warte noch. Ich habe einen Vorschlag….“ Und Laura präsentiert mir ihre völlig irre Idee.
Und so sitzen sich zwei Frauen in einer fast leeren Wohnung im Schneidersitz gegenüber, halten sich manchmal an den Händen, umarmen sich manchmal, lachen und **** und planen für sich eine Zukunft.
**********
Platzen alle Träume? Oder gibt es eine Zukunft? Und wenn, für wen?
Weiter gehts in Ménage-à-trois?
stay tuned...
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Die Abenteuer eines 18 Jährigen Schülers.
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