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Chapter 49
Was geschieht mit ihr?
Flashback
Heike starrte aus dem Fenster des fahrenden Wagens. Verbissen presste sie ihre Oberschenkel zusammen und hoffte, dass das Sperma, das unweigerlich aus ihrer Scheide sickerte, keine Flecken auf dem Leder des Beifahrersitzes hinterlassen würde. Ihr Slip, den man ihr vom Leib gezogen hatte, blieb verschollen.
Äußerlich war sie unverletzt. Im Gegensatz zu ihrem Chauffeur. Juliens Kiefer zierte ein riesiger violetter Bluterguss und sein linkes Auge war halb zugeschwollen. Beim Umfallen auf dem steinigen Boden hatte er sich zusätzlich an der Schläfe gestoßen, so dass getrocknetes Blut seine Haare verklebte. Und trotzdem hatte er sich rührend um sie gekümmert, nachdem er wieder zu sich gekommen war.
Liebend gerne würde Heike vergessen, was in dieser Nacht geschehen war. Und damit meinte sie nicht nur den Streit mit Klaus und dessen widerwärtigen, betrunkenen Auftritt. Oder die todpeinliche Situation, als sie unbeabsichtigt splitterfasernackt vor drei einheimischen Männern aufgetreten war. Nicht zu vergessen, dass sie sich von einem der drei kurz zuvor wie ein läufiges Weibchen hatte ficken lassen. Zweimal hatte ficken lassen, korrigierte sie sich.
Nein, die Erinnerung, die sie am meisten belastete, war die letzte. Hilflos war sie bäuchlings auf der Motorhaube gelegen. Gegen die grellen Scheinwerfer des anderen Wagens konnte sie nur schemenhaft erkennen, dass jemand ausstieg. Sie meinte, dass er einen hellen Qamis, das traditionelle knöchellange Gewand trug. Dann trat er hinter sie und verschwand damit aus ihrem Blickfeld.
Sie atmete tief und lautstark aus und zog die Decke, die Julien ihr um die Schultern gelegt hatte, enger um sich.
Draußen zog die nächtliche Landschaft an ihnen vorbei. Heike konzentrierte sich auf die wenigen markanten Punkte, die sie im fahlen Licht der weit voneinander entfernt stehenden Straßenlaternen sehen konnte. Die Augen zu schließen hätte den Bildern in ihrem Kopf erlaubt, mit Macht zurückzukehren. Mit dem Handrücken wischte sie die Tränen von der Wange.
Die Einfahrt zur Ausländersiedlung war durch Flutlichter taghell erleuchtet. Ihr verletzter Retter lehnte das Angebot der Wachleute, eine Ambulanz zu rufen, nachdrücklich ab. Dann fuhr er durch das geöffnete Gittertor. Als es hinter ihnen wieder ins Schloss fiel, fragte sich die Beifahrerin, ob es sie vor den Gefahren, die außerhalb lauerten, schützen sollte oder doch eher sie einsperrte.
Als der Wagen auf Juliens Apartment zurollte, öffnete sich die Garage automatisch und sie fuhren hinein. Der Franzose lehnte sich erleichtert zurück und stieß zischend die Luft aus.
„Oh Gott! Wie geht es dir? Hast du Schmerzen?“
Heike legte ihm besorgt eine Hand auf die Schulter.
„Ach, es geht. Nur wenn ich lache.“
Er musste über seinen eigenen Witz kichern, was er sofort bedauerte.
„Au, das tut tatsächlich weh.“
In der Küche holte er zuallererst einen Eispack aus dem Gefrierfach, wickelte ihn in ein nasses Handtuch und hielt sich die improvisierte Kompresse an die verletzte Seite.
„Kann ich etwas für dich tun?“, fragte sie mitleidig.
„Nein, alles gut. Es ist nicht das erste Mal, dass ich gegen einen Bus gerannt bin.“
Wieder musste er grinsen und verzog sofort umgehend wimmernd das Gesicht. Heike rollte mit den Augen. Männer! Warum mussten sie immer so tun, als seien sie harte Kerle?
„Soll ich dich nach Hause begleiten?“, erbot er sich.
Seine Besucherin schaute verlegen nach unten und druckste eine Weile herum, bis sie es über sich brachte, ihre Bitte zu äußern.
„Eigentlich würde ich heute Nacht lieber hierbleiben. Darf ich?“
„Bien sûr. Ja, natürlich. Du weißt ja, wo das Bad ist. Dort findest du alles, was du brauchst und auch einen Bademantel. Selbstverständlich kannst du das Schlafzimmer benutzen. Ich lege mich auf die Couch.“
„Das kann ich nicht annehmen.“
„Doch. Du kannst. Und du musst.“
Als Heike einigermaßen erfrischt aus dem Badezimmer kam, war er bereits tief und fest eingeschlafen.
Nachtrag 23.03.2024:
Ich weiß nicht warum, aber bei Heike fällt es mir von allen Figuren, über die ich schreibe, am schwersten, mich bei Fortsetzungen zu entscheiden, in welche Richtung ich gehen soll.
Daher will ich auch heute wieder verschiedene Optionen anbieten und euch bitten, diejenige zu wählen, die euch am meisten anspricht.
Interessanterweise gingen diese Umfragen bisher immer unentschieden aus. Heike scheint also tatsächlich eine sehr ambivalente Persönlichkeit zu sein, auch aus Sicht der Leser. Ich bin also gespannt, wie es diesmal ausgeht.
Nachtrag 13.09.2024:
_Ich schaue hier immer mal wieder rein, ob eine der Optionen zumindest 3 Likes bekommt. Das wäre für mich das untere Limit, das anzeigt, dass Interesse an einer Fortsetzung besteht._
Aber glücklicherweise gibt es inzwischen einen Co-Autoren, der seine eigenen Ideen beisteuert. Danke @DemonicWarlord!
Welche Option A - D soll es sein?
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Heike in al-Baha
Sie begleitet ihren Mann ins Ausland.
Heike ist alleine in dem Luxusbungalow, während ihr Mann arbeitet.
Updated on Jun 11, 2025
by Daemony
Created on Sep 3, 2023
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