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Chapter 91 by Geilspecht99 Geilspecht99

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Oloros Frevel und Strafe

Alles lief ausgezeichnet, am Abend ihrer Ankunft lud Rahjaliebs Vater Oloro sogar in seine Schnapsbrennerei ein. Er war damals schon trinkfest und es gelang ihm noch vor Mitternacht, in ihre Unterkunft zurückzukehren.

Leise, um seine Freundin nicht zu wecken, schlich er sich hinein und entdeckte seine bezaubernde Verlobte auf der Couch liegen. Rahjalieb hatte ihm ausdrücklich erlaubt, sich jederzeit an ihr zu vergreifen, weshalb er sich vorsichtig in Stellung brachte. Natürlich war er schon einigermaßen angeheitert, sonst hätte er sich vielleicht darüber gewundert, wieso Rahjalieb sich so einladend auf der Couch platziert hatte und andererseits einen gar nicht zu ihr passenden Slip trug.
Er feuchtete seinen Schwanz noch an, bevor er den Schlüpfer beiseiteschob und mit einem Stoß in sie eindringen wollte.
Während er auf unerwarteten Widerstand traf, ging ein Ruck durch die Frau unter ihm.
Rahjalieb mochte die harte Tour, darum zog er wie üblich ihren Kopf an den Haaren nach hinten und begann sie zu rammeln.
Ihre ersten Flüche ignorierte er, sie waren genauso Teil des Spiels wie die leichten Schläge, die er ihr verpasste.
Aber die Frau unter ihm wehrte sich mit aller Kraft gegen ihn, darum gab er nach.
Dann ging alles ganz schnell: Rahjalieb kam aus ihrem Schlafzimmer und Traviane, ihre große Schwester, suchte sofort Schutz bei ihr, während Oloro mit blutigem Schwanz dastand und zu begreifen begann, dass ihm eine folgenschwere Verwechslung unterlaufen war.

Traviane bestand darauf, Oloro für die Vergewaltigung und ihre verlorene Jungfräulichkeit zu bestrafen: Sie war Priesterin der konservativen Traviakirche und auch vom Gemüht her das genaue Gegenteil ihrer kleinen Schwester.
Für jeden Gemeinen hätte das wohl die Todesstrafe bedeutet, die Traviane auch forderte. Rahjalieb gelang es nicht, ihre Schwester von der Anklage abzubringen, aber ihre Aussage milderte seine Strafe.
Er
wurde unehrenhaft aus dem Orden entlassen und Traviane konnte ihren Vater davon überzeugen, die Verlobung zwischen Oloro und Rahjalieb zu verbieten.

Damit lag es an Rahjalieb, sich zu entscheiden, zwischen ihrer Familie und Karriere auf der einen Seite und der Liebe ihres Lebens auf der anderen. Gemeinsam reisten sie zum Orakel im Rosentempel zu Zorgan, um eine Lösung für ihr Dilemma zu erbitten. Aber die blinde Priesterin, die sie bereits erwartete, nahm ihnen die letzte Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft, als sie sagte, dass ihre Verbindung nicht mehr Rahjas Segen genießt. Die Verabschiedung fiel ihnen unendlich schwer, aber sie beide wussten, dass sie sich nicht gegen das Schicksal auflehnen konnten.

Rahjalieb reiste sofort ab, ohne Oloro ihr Ziel mitzuteilen, er blieb noch ein paar Tage in Zorgan, da ihm die blinde Seherin darum gebeten hatte.

Am dritten Tag wurde er von einer Priesterin aufgefordert, ihr zu folgen und fand sich wieder vor der blinden Seherin wieder.
Mit einer Geste forderte sie ihn auf ihr seine Hand zu geben, woraufhin die Alte sie ergriff,in einer Trance versank und dabei am ganzen Leib zitterte.
Minutenlang herrschte Stille ehe sie mit fremder Stimme sprach.


[Travia's Fluch]

“Rajha fühlt mit dir, armer Sünder! Aber du hast Traviane vergewaltigt, weshalb Travia dich verflucht!
Wenn du das nächste Mal eine Frau penetrierst, wirst du sofort sterben, aber dir wird auch der Eingang ins Totenreich verwehrt, bis du Buße getan hast.
Aber die Lachende wird dir die Möglichkeit geben, dich zu rehabilitieren.
Du wirst am Rande der Gesellschaft leben und sollst trotzdem Rahjas umstrittenste Tugenden hochhalten.
Dabei sollst du die Menschen studieren und lernen, ihre Motive zu erkennen.
Eines Tages wird viel davon abhängen, was du gelernt hast.
Solltest du erfolgreich sein, wird Travia dir erlauben, Frieden in Borons Reich zu finden."


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