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Chapter 71 by Geilspecht99 Geilspecht99

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Vicky im Rahajtempel

Vicky war im Rahja-Tempel natürlich höchst willkommen, sie bekam ein eigenes, gut eingerichtetes Zimmer, in dem sie die nächsten Tage verbringen wollte. Es war auch ihrer Periode geschuldet, dass Vicky vorerst alleine bleiben und nur auf die Gesellschaft der Geweihten zurückgreifen wollte, wenn sie geistigen Beistand bräuchte.
Während der verfluchten Namenlosen Tage ging es auch im Rahja Tempel nicht so lustvoll und feuchtfröhlich zu, wie normalerweise. Den üblichen Freuden Rahjas wurde an diesen Tagen entsagt, zu groß war die Gefahr der Namenlosen Einflußnahme, wenn der Geist abgelenkt ist. Außer den Rahja-Gottesdiensten gab es keine Termine, sodass das gemeinsame Essen die einzige Möglichkeit war, mit anderen ins Gespräch zu kommen.

Die ersten drei Tage verbrachte sie einfach alleine im Bett, ließ sich das Essen aufs Zimmer bringen und vertrieb die Zeit mit diversen Lektüren und einem aufwendigen Beauty-Programm.
Am vierten namenlosen Tag hätte sie schon wieder Lust auf Konversation gehabt, aber da dieser Tag im Zeichen der Shaz-Man-Yat, der dunklen Verführerin stand, war dies nicht möglich. Die Rahjakirche wurde von dieser Dämonin besonders gerne heimgesucht, weswegen an diesem Tag jeglicher menschlicher Kontakt vermieden wurde.
In
der folgenden Nacht hörte sie erst seltsame Geräusche und dann eindeutigen Kampflärm. Beim Blick aus dem Fenster sah sie, dass ein Teil des Rondratempels Feuer gefangen hatte. Das Feuer ging bald wieder aus, aber den Rest der Nacht verbrachte sie im stillen Gebet an die Zwölfgötter, auf dass sie James und seinen Freunden beistehen würden.

Am fünften namenlosen Tag nahm sie am gemeinsamen Frühstück teil, doch auch die Geweihten konnten ihr nichts über die Vorfälle im Rondratempel und deren Ausgang berichten. Sie war noch hundemüde, dennoch genoss sie die erste Konversation nach Tagen. Vicky wollte auch nach dem Frühstück nicht unbedingt alleine sein, darum ließ sie sich nur allzu gerne von einem anderen Gast des Tempels in ein Gespräch verwickeln. Er war etwa 180 groß, wieder schmal noch breit, seine braunen Haare waren grau meliert. Er dürfte knapp an die Vierzig gewesen sein, trug unauffällige, aber teure Kleidung und war auch souverän geblieben, als Vicky ausgeflippt war. Außer, dass er aus dem Mittelreich stammte, wusste sie nichts über ihn, sie wollte aber auch kein Aufsehen erregen, indem sie sich über ihn erkundigte. Außerdem erlaubte der Rahjatempel auch nicht jedem Dahergelaufenen, hier die namenlosen Tage zu verbringen, immerhin waren sie in einer Stadt mit einem Travia-Tempel als Herberge.

Sie führten eine interessante Konversation, bis er ihr offenbarte, dass er von ihrer Mitgliedschaft im Orden wusste. Sie ließ ihn gar nicht ausreden, hielt ihm eine Standpauke und entschuldigte sich dann auf ihr Zimmer.

Sie hatte überreagiert, das wusste sie, aber solange sie nicht die Zeichen ihres Ordens offen zur Schau stellte, hatte sie das Recht, nein zu sagen. Es war normalerweise auch gar nicht ihre Art, eine derartige Bitte abzulehnen, erst da wurde ihr klar, dass der Mann sie um gar nichts gebeten hatte, bevor sie mit ihrer Triade anfing. Das lag natürlich alles nur daran, dass sie sich unglaubliche Sorgen um ihren Liebsten machte, weswegen sie wieder ihre Gebete an Rahja richtete und sich vornahm, sich beim Mittagessen zu entschuldigen.

Sie trat an ihn heran, stellte sich mit vollem Namen vor und entschuldigte sich für ihren Ausraster. Er stellte sich als Sieghart aus Zweimühlen vor und bat sie, im gegenüber Platz zu nehmen. Vicky erklärte ihm in kurzen Worten, dass ihr Liebster im Rondra-Tempel wäre, um gegen Dämonen zu kämpfen, von dem Brand und dass sie um ihn zitterte. Sieghart zeigte Verständnis, schaffte es aber mit seiner charmanten Art doch, das eine oder andere Kompliment an die Frau zu bringen, ohne dabei zu weit zu gehen. Aus der Konversation wurde ein Flirt und nach dem Essen bot sie ihm an, sie auf ihr Zimmer zu begleiten, wobei sie ihm aber sagte, dass er von ihr nichts erwarten dürfe.

Es war nicht das erste Mal, dass Vicky einen oder gar mehrere Männer im Schlepptau, ihr Zimmer aufsuchte, doch heute sollte es anders ausgehen, wie die unzähligen Male davor. Zumeist verlor sie auf dem Weg auch schon beträchtliche Teile ihrer Bekleidung, aber mit dieser Tradition würde sie heute brechen. Ihr Körper schien sich mit diesem neuen Vorgehen noch nicht ganz angefreundet zu haben, denn ihre Nippel richteten sich auf und aus ihrem Schlitz trat Flüssigkeit aus, die kein Blut war.

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