Welche Konsequenzen ziehen die anderen daraus?

Erst mal reden sie mit Viktor

Chapter 149 by Hentaitales Hentaitales

Nach dieser Erkenntnis war allen klar, dass es noch riesige Probleme geben konnte, wenn sie Viktor nicht ganz schnell ein paar grundlegende Regeln beibrachten. Leider ging das nicht sofort - Steffen hatte Viktor nach ihrem Zusammentreffen erst einmal weiter zu Lorena geschickt, damit er sich auch bei ihr vorstellen konnte, und die beiden waren noch miteinander am Ficken - niemand wollte Lorena wirklich in dieser Situation unterbrechen. Erst, nachdem die beiden fertig waren, nahmen sie sich Viktor vor.

Der aber war selbst vollkommen überrascht. "Ich soll meine Kräfte gegen Eidolon eingesetzt haben? Das stimmt doch gar nicht!"

"Hast ihm aber schon ein gutes Veilchen verpasst", merkte Tom süffisant an. "Und Steffen hielt es danach auch noch eine Weile für ganz normal, deine Faust ins Gesicht zu kriegen."

"Das war nicht normal, das war ne totale Kurzschlussreaktion von mir", gab Viktor sofort zurück. "Hätte mir nie passieren dürfen, und ich hab mich sofort bei Eidolon dafür entschuldigt!"

Tom sah zu Steffen. "Hat er?"

Steffen presste die Lippen zusammen. "Ich wünschte, ich wüsste das noch. In dem Moment dachte ich ja, den Bumms hätte ich wirklich verdient gehabt, und ich erinnere mich nicht mehr richtig an die genauen Umstände, wie das passiert ist."

"Das ist wie bei mir!" meldete sich Jessie zu Wort. "Ich weiß auch nicht mehr genau, wie wir mit Viktor einfach so von den Polizisten weglaufen konnten. Keine Details mehr, es fühlte sich einfach... richtig an."

"Dann waren das wohl deine Kräfte, Viktor", schloss Tom. "Und ganz offen gesprochen, dass du die gegen uns einsetzt, das geht absolut nicht! Wie sollen wir dir vertrauen, wenn du glaubst, du könntest mit uns alles machen, ohne Konsequenzen?"

Viktor schüttelte entsetzt den Kopf. "Aber das tu ich doch gar nicht!" beharrte er. "Wenn ich Eidolon vorhin- Ich hab nicht mal gemerkt, wenn ich das mit ihm gemacht hab! Normalerweise muss ich mich darauf konzentrieren, 'normal' zu sein."

Misstrauisch sah ihn Jessie an. "Aber den Effekt wieder beenden, das kannst du, oder?"

"Ist nicht nötig", gab Viktor zurück. "Wenn ich nicht mehr in der Nähe bin, dauert es fünf bis zehn Minuten, dann hört die Wirkung auf, und die Leute merken, dass was nicht gestimmt hat."

"Bei mir ist das aber anders", gab Jessie zurück. "Ich denke immer noch, die Polizisten hätten bestimmt ihre Gründe gehabt, uns mit dir weggehen zu lassen."

Connor nickte. "Mir geht's genauso. Mir fällt erst jetzt, wo wir drüber reden, überhaupt auf, dass die sich etwas komisch verhalten haben."

Tom sah zu Viktor. "Irgendwelche Erklärungen hierfür?"

"Echt, so was ist mir noch nie passiert!" stieß Viktor hervor. "Meine Kräfte wirken nicht dauerhaft! Haben sie noch nie, und ich hatte sie fast immer unter Kontrolle- Okay, wenn ich in echt großer Gefahr war, dann haben sie auch schon mal spontan losgelegt, ohne dass ich es wollte. Aber dann war ich zumindest unterbewusst auf Selbstschutz aus. Und auch da haben sie nie viel länger gewirkt, als ich noch in der Nähe war."

"K-Kann es sein", meldete sich Jessie leise zu Wort, "dass d-die bei den Ex-Experimenten an dir deine K-Kräfte verändert haben?"

Viktor sah sie erschrocken an. "Experimente an mir haben diese Wichser tatsächlich eine Menge gemacht", sagte er. "Aber sie haben mir nie erlaubt, meine Kräfte einzusetzen. Wenn sie mich abgeholt haben, war immer das erste, dass sie mir irgendwelche Spritzen gegeben haben, von denen ich total benebelt wurde. Ich hab eigentlich nichts mehr mitbekommen; es war, als hätte ich irgendwelche total surrealen Alpträume. Ich erinnere mich noch, dass ich ganz oft Todesangst hatte, und wenn ich von dem Zeug wieder runterkam, hatte ich häufiger starke Schmerzen, als hätte man mich verletzt. Aber ich war eigentlich die ganze Zeit über gefesselt und geknebelt, außer wenn sie mir durch nen Schlauch Essen eingeflößt haben. Wenn sie was an mir verändert haben, dann hab ich das nicht mitbekommen."

Alex schluckte. "Das klingt extrem beschissen", sagte er, "aber hör mal: du musst dir echt Mühe geben, dich mit deinen Kräften zurückzuhalten. Wenn du sie nicht mehr richtig kontrollieren kannst, bist du extrem gefährlich für jeden in deiner Nähe. Ich hoffe, das kapierst du?"

"Natürlich." Viktor nickte sofort. "Ihr müsst mir das glauben, es war nie in meiner Absicht, jemandem von euch was zu tun. Ich hab die gleichen Ziele wie ihr, das hat mir Hathor vollkommen klargemacht. Und auch eure Regeln hier im Haus hab ich verstanden. Ich reiß mich am Riemen, versprochen. Und Eidolon: ehrlich, der Schlag tut mir wirklich, wirklich leid. Kannst mir gerne auch eine reinschlagen, wenn du willst."

"Ich werd mich hüten", gab Steffen mit leicht schiefem Lächeln zurück. "Und ich nehm deine Entschuldigung an. Ob die anderen dich akzeptieren, das allerdings nicht an mir. Das liegt an denen."

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Ja - was denken denn die anderen?

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