Wie kommen sie da wieder raus?

Auf sehr verwirrende Art und Weise

Chapter 146 by Hentaitales Hentaitales

Steffen war der erste, der reagierte. "Pandora", sprach er in sein Funkgerät, "wir haben ein Problem-"

"Schon mitbekommen", kam die Antwort, "aber ich find ihn nicht im Netz. Ist nicht verbunden, hat sich wahrscheinlich getrennt, als sie mein Eingreifen bei den beiden Fliegern bemerkt haben. Sorry!"

"Ich kann versuchen, euch den Rückzug zu decken", schlug Alex vor. "Ihr bringt unsere Zielperson weg, und ich-"

Aber Tom schüttelte den Kopf, während er dem letzten Polizisten Handschellen anlegte. "Vergiss es! Das ist ein 'Serval', der hat eine Hundertfünf-Millimeter-Kanone. Da überlebst du nicht einen Treffer von, egal wie groß du wirst. Und den Rest von uns zersägt der schon mit dem Sekundär-MG."

Malia schluckte. "Und was machen wir dann?"

"Aufgeben", sagte Steffen. "Zumindest mal so tun als ob. Wenn sie die Luke aufmachen, Syren einsetzen und beten, dass ein Mann unter unserer Kontrolle genug Verwirrung verursacht. Wie viel Mann Besatzung hat so ein Ding?"

"Im Regelfall vier", gab Tom zurück, "aber selbst wenn Syren sich den Kommandanten schnappt, wird die das nicht wirklich lange aufhalten. Wenn sie überhaupt Gefangene machen wollen. Ein 'Serval' ist Militär, keine Polizei!"

Alle sahen sich unsicher an, während der Radpanzer schnell näher kam. Immerhin schien er nicht sofort das Feuer zu eröffnen, aber ohne eine realistische Chance, ihn irgendwie aufzuhalten, wie sollten sie hier wegkommen?

Da gab plötzlich Viktor ein gelangweiltes Seufzen von sich. "Also Leute", sagte er, "ich hab genug vom Rumstehen. Lasst uns gehen."

"Bitte?" Connor starrte ihn an. "Wir sollen gehen-"

"Wir sind hier doch fertig?" meinte Connor. "Also können wir auch gehen. Die Autos stehen da drüben, oder?"

Und er setzte sich mit leicht genervter Miene und nicht übermäßig schnell in Bewegung und ging los.

Die anderen standen noch einen Moment lang etwas verwundert da, aber dann folgten sie ihm. Er hatte ja auch recht, sie waren hierher gekommen, um ihn zu befreien, und jetzt war er frei, also brauchten sie nicht mehr hier zu bleiben. Die Autos waren ein Stück entfernt, aber rennen mussten sie jetzt auch nicht; in den Kampfanzügen war es ohnehin bequemer, wenn man sich nicht allzu hektisch bewegte. Alex hielt noch kurz inne, um seine Feldflasche auszutrinken, damit er sein aufgestautes Sperma in einer großen Fontäne abspritzen und wieder auf seine Normalgröße schrumpfen konnte, dann trennte er sich von den anderen und ging zu seinem Motorrad, das vielleicht fünfzig Meter von den Autos entfernt im Wald geparkt war. Er schlüpfte gelassen in seinen Overall, setzte seinen Helm auf und fuhr dann los, vorbei an dem Gefangenentransporter, dem Mannschaftswagen und dem Radpanzer, dessen Besatzung gerade dabei war, die gefesselten Polizisten zu befreien. Niemand beachtete ihn besonders, und er beachtete die Beamten auch nicht sehr; immerhin taten sie ja nichts Ungewöhnliches.

Erst fünf Kilometer weiter, auf dem Heimweg, bemerkte er endlich, was gerade eben Verrücktes passiert war.


Alex hätte sich wirklich gerne mit dem anderen ausgetauscht, aber der Plan sah vor, dass sie alle ohne Zwischenstopp zurück zur Villa fuhren, und das bedeutete noch gute drei Stunden Fahrt, ehe er eine Antwort bekommen würde. Das hielt ihn natürlich nicht davon ab, sich seine eigenen Gedanken zu machen, warum man sie hatte widerstandslos ziehen lassen und - noch wichtiger - warum er selbst in diesem Moment so vollkommen entspannt von dem anrückenden Radpanzer davongeschlendert war. Er versuchte, die Szene noch einmal vor seinem geistigen Auge Revue passieren zu lassen, aber alles lag wie in einer Art Nebel, in dem er sich nicht mehr an Details erinnern konnte.

Schließlich aber kam er an der Villa an, kurz vor den anderen, und er hatte seine Maschine gerade abgestellt, als Jessie und Connor zusammen mit Viktor aus ihrem Auto ausstiegen. "Hey", rief er ihnen zu, "hat alles geklappt?"

"Natürlich, warum auch nicht?" sagte Jessie unbekümmert. "War ein guter Plan. Auch mal schön, wenn nichts schiefgeht, oder?"

"Ja, aber-" Alex sah sie verwirrt an. "War es nicht irre, dass wir da so einfach wegfahren konnten?"

Connor trat zu ihm. "Wieso sagst du das? Es gab doch nichts, was uns daran gehindert hätte."

Nun war Alex ernsthaft verwirrt - wollte Connor ihn irgendwie verarschen? "Also, dieser verdammte Panzer da war doch drauf und dran, uns zu Mus zu verarbeiten?"

"Warum sollte er das?" gab Connor im Brustton der Überzeugung zurück. "Wir waren doch einfach nur am Weggehen. Dafür wird man doch nicht zu Mus verarbeitet!"

"Ich verstehe, dass du vielleicht etwas verwundert bist", meldete sich nun Viktor zu Wort, ehe Alex noch etwas sagen konnte, "aber keine Sorge, das mit den beiden gibt sich in ein paar Minuten, sobald Syren und BM nicht mehr in meiner Nähe sind. Meine Kräfte wirken auf alle, die mich wahrnehmen können, und solange sie das noch können, lässt die Wirkung auch nicht nach."

Jessie sah zu ihm. "Das sagtest du schon im Auto", meinte sie, "aber ich versteh's immer noch nicht. Welche Wirkung denn? Du hattest doch gar keine Wirkung auf BM und mich!"

Viktor lächelte entschuldigend. "Doch, hatte ich", sagte er, "aber das wirst du erst merken, wenn sie rum ist. Am besten, ihr geht schon mal vor, und Roadie und ich kommen in ein paar Minuten nach."

"Na dann..." Jessie zuckte mit den Schultern und ging zusammen mit Connor in Richtung der Villa, und während sie noch wegmarschierten, fuhr auch schon das zweite Auto vor, und Tom und Pandora stiegen aus. Beide liefen schnurstracks auf Viktor zu.

"Ey!!!" Pandora schien sehr sauer zu sein. "Was fällt dir ein?"

Viktor sah sie verständnislos an. "Was meinst du, was fällt mir ein?"

Ehe Pandora ihm an den Hals gehen konnte, hielt sie Tom am Arm fest, wobei er allerdings auch nicht besser gelaunt schien. "Du weißt ziemlich genau, was sie meint", sagte er finster. "Einfach so ohne Vorwarnung uns deinem Willen unterwerfen, das ist nicht gerade der gute Ton."

"Das habe ich nicht", verteidigte sich Viktor. "Ich kann niemand meinem Willen unterwerfen. Und wenn ich meine Kräfte einsetze, wirken sie auf jeden, der mich dabei irgendwie wahrnehmen kann."

"Verdammt noch mal, wir haben unsere Ärsche riskiert, um dich zu befreien!" fluchte Pandora. "Und du- Du pfuschst in unseren Köpfen rum-"

Während sie noch mit ihrer Beherrschung rang, hielt der letzte Wagen, in dem Steffen und Malia saßen. Zumindest letztere war erstaunlich aufgekratzt. "Mensch, Viktor, das vorhin war ja die Härte!" lachte sie. "Wieso haben die uns so einfach gehen lassen? Total cool!"

Viktor lächelte. "Ich wollte es eben gerade erklären", sagte er. "Wenn ich etwas mache, dann ist das für andere Leute einfach... normal."

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Wie meint er das, "normal"?

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