Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 31

What's next?

Der nächste Tag

Früh am nächsten Tag war ich mit Werkzeug und Material wieder in Andreas Haus, um die Schränke im nächsten Zimmer einzubauen. Sie bot mir einen Kaffee an, aber ich hatte bei mir daheim gefrühstückt und lehnte ab. Später vielleicht.

Andrea trug ein leichtes, geblümtes Sommerkleid, das ihr bis zu den Knien reichte. Die Träger des Kleids waren so schmal, dass man darunter den BH erkennen konnte. Ich war insofern erleichtert, dass sich damit die möglichen Überraschungen, die mich erwarten könnten, reduzierten, so dass ich mich besser auf meine Arbeit konzentrieren konnte.

Ein Blick ins Nebenzimmer, in dem unser Abenteuer tags zuvor begonnen hatte, zeigte, dass es frei und sauber war. Auch die restlichen Umzugskisten waren verschwunden. Offenbar war Andrea nach unserem Treffen noch fleißig gewesen. Auch jetzt hatte sie irgendwo im Haus zu tun. Durch den Lärm, den ich mit meinen Maschinen machte, bekam ich auch keine Geräusche mit, die darauf hingewiesen hätten, was und wo sie arbeitete.

Ich blieb also alleine und kam mit meinem Job gut voran. Ich vertiefte mich in meine gewohnte Routine, schaffte zügig und ordentlich. Ich war auf meinem gewohnten Terrain und meine Zufriedenheit wuchs.

Es musste ungefähr gegen Mittag gewesen sein, als Andrea auftauchte. Ich lag gerade auf dem Boden, um die Führungsschienen für die Schiebetüren einzusetzen. Sie blieb einige Schritte entfernt stehen, wodurch ich ihr nicht unter den Rock sehen konnte. Außerdem hatte sie ihre Arme vor dem Körper verschränkt. Ich schloss daraus, dass sie nicht in ‚**** mode‘ war.

„Wie wäre es mit einer Pause? Ich habe eine Kleinigkeit zu essen gemacht.“

„Gute Idee. Ich komme.“

Ich folgte ihr in die Küche. Sie trug zwei Teller Risotto auf und wir setzten uns an den Tisch. Ich aß schweigend, während Andrea fröhlich erzählte, dass ihre Tochter Lisa sich für Sonntag zu Besuch angekündigt hatte. Ich freute mich für sie, da sie dann jemanden zum Reden hatte. Ich war ja eher ein Konversations-Muffel.

Gleichzeitig fragte ich mich, was Tina wohl am Wochenende machte. Wie von selbst wanderten meine Gedanken weiter zu Sarah.

„Was hast du?“

Andreas Frage schreckte mich auf.

„Äh. Nichts.“

„Du siehst nur plötzlich so nachdenklich aus. Richtiggehend grimmig.“

„Ähm, ja. Als du von deiner Tochter erzählt hast, musste ich an meine denken. Sie hat mich schon eine ganze Weile nicht mehr besucht. Sie studiert, so wie Lisa.“

Von ihrer – oder sollte ich sagen: meiner – Freundin erwähnte ich lieber nichts, weil ich nicht wusste, wie sie es aufnehmen würde. Zu meiner großen Erleichterung fragte Andrea nicht weiter nach, sondern wechselte das Thema.

„Wie lange willst du heute arbeiten?“

Ich überlegte kurz. „So drei oder vier Stunden, denke ich. Warum?“

„Ich hatte mich gefragt, ob – falls du möchtest – du hier bei uns duschen könntest.“

Sie nagte schon wieder an ihrer Unterlippe. Ich nahm das als Zeichen, dass es bei dieser Frage nicht nur um bloße Körperhygiene ging. Ich musste unbedingt herausbekommen, was ihre Modus-Wechsel triggerte. Oder ob es überhaupt einen Trigger gab. Jedenfalls würde ich mich wohler fühlen, wenn ich ein klein wenig Kontrolle darüber hätte und nicht jederzeit mit Verwicklungen rechnen musste, wenn wir zusammen waren.

In Windeseile überschlug ich die Optionen, die sich aus Andreas Angebot eröffneten und wie ich darauf reagieren könnte. Die Aussicht auf ein gemeinsames Bad, beziehungsweise das, was sich daraus entwickeln konnte oder folgen würde, empfand ich als durchaus erregend. So fiel es mir nicht schwer, die Einladung anzunehmen.

Zudem wollte ich versuchen, ob es noch mehr Knöpfe gab, die ich drücken könnte. Daher antwortete ich unter Vorbehalt. „Ja, ich werde hier duschen, unter einer Bedingung.“

„Alles, was du willst“, kam beflissen ihre Zustimmung.

„Du wartest auf mich im Bad völlig nackt. Kein Stückchen Stoff am Leib. Du trägst nur den Schmuck, den du gestern unter der Jacke hattest. Und den eingeführten Plug mit dem blauen Stein. Ist das klar? Und du wirst mich waschen.“

Sie nickte und hauchte ein „Ja.“

Ich stand auf und verließ den Raum, ohne sie eines weiteren Blickes zu würdigen.

Allerdings fiel es mir verständlicherweise schwer, mich weiterhin auf die Arbeit zu konzentrieren. Insgeheim verfluchte ich mich dafür, dass ich so eine lange Zeitspanne angegeben hatte, bis ich Feierabend machen wollte. Ich hätte das offenlassen sollen, solange ich nicht wusste, worauf sie hinauswollte.

Nun war es mal so. Unvermittelt die Meinung zu ändern, würde den Eindruck erwecken, als wisse ich nicht, was ich wolle.

Trotzdem hielt ich es kaum aus, bis knapp drei Stunden vergangen waren. Dann räumte ich mein Werkzeug auf, klopfte meine Hände an den Hosenbeinen ab und machte mich auf die Suche nach Andrea.

Ich fand sie im Schlafzimmer, wo sie Wäsche zusammenlegte. Ich fühlte mich in dieser Situation seltsam gehemmt und blieb vor der Schwelle stehen. Dieser Ort schien mir sehr intim und für sie und ihren Mann reserviert. Es fühlte sich nicht richtig an, hier einzudringen. Natürlich war ich nicht so naiv zu negieren, was wir taten. Dass wir ihren Mann betrogen. Dennoch wollte ich diesen Raum frei davon halten.

Ich überspielte meine Verunsicherung, richtete mich hoch auf und kündigte mit dunkler Stimme an: „Ich bin in dreißig Minuten wieder hier. Sieh zu, dass du dann bereit bist.“

Ich fuhr nach Hause, um frische Sachen zum Anziehen zu holen. Außerdem überlegte ich mir, was für eine Überraschung ich noch mitbringen könnte.

Was für eine Überraschung wählt Sven aus?

Comments

      Want to support CHYOA?
      Disable your Ad Blocker! Thanks :)