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Chapter 41
by
Geilspecht99
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Kutschenfahrt
Die erste Etappe entlang der Reichsstraße absolvierten sie in hohem Tempo, was den Wageninsassinnen aber gar nicht auffiel.
Vicky wollte die Gelegenheit beim Schopf packen und Miranda bitten, ihre Trauzeugin und vor allem Patin zu werden. Alles sprach für Miranda, aber der schale Nachgeschmack dieser einen Nacht hatte Vickys Verhältnis zu ihr all die Jahre belastet. Und sie konnte nur zu gut verstehen, wie Miranda sich damals fühlte. Und auch Thea hatte sie noch etwas zu beichten, vielleicht könnte sie ja zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?
“Miranda, habe ich dir schon gesagt, dass Thea meine Brautjungfer wird?”
“Eine gute Wahl, sie wird bezaubernd aussehen."
Mirandas war eine ebenso schöne, wie geheimnisvolle Frau mit vielen Talenten, die eigentlich immer bekam, was sie wollte. Thea hatte sie sowohl nett, als auch herrisch erlebt und den Konflikt zwischen den Diven hatte sie sofort gespührt und sich naturgemäs auf Vicky Seite geschlagen. Thea spürte Mirandas Blicke auf sich und fühlte sich genötigt, auch etwas zu erwidern.
“Ich werde mein Bestes tun, um Vickys Hochzeit zu einem echten Fest werden zu lassen, Baronin.”
“Da bin ich mir sicher, mein Kind”, stimmte Miranda zu, konnte sich aber dann einen Seitenhieb nicht ersparen,
“wobei ich ‚Brautjungfer’ ironisch finde.”
Das wollte Vicky so nicht im Raum stehen lassen und nahm Thea, unter Erwähnung ihrer Vorgeschichte, in Schutz. Miranda war durchaus zufrieden mit Vickys Reaktion und überraschte die beiden anderen mit der für sie einzig logischen Frage:
“Und wer wird dein Trauzeuge sein?”
Vicky rang kurz mit der Fassung, ehe sie sich fing.
“Wir hätten dabei an dich gedacht! Ich wollte dich heute fragen, ob du Trauzeugin und Patentante sein möchtest.”
Jetzt lag es an Miranda cool zu bleiben, am besten einfach vom Wichtigsten ablenken. Thea sah aus dem Fenster, verfolgte aber gespannt das Gespräch.
"Wir?”
“Es war James Idee!”
“Du fragst mich, weil er es will?”
Vicky zögerte.
“Von ihm kam der Vorschlag, aber er hat recht, du wärst am geeignetsten.”
“Was ist mit Ronja”
“Sie ist zwar James Halbschwester, aber du weißt sehr gut, wie sie mit ihren eigenen Kindern umgeht!”
“Und Reinbrecht?”, warf Miranda ein.
“Solange er unverheiratet ist, kommt er als Pate nicht in Frage und du weißt, was aus seiner Ziehtochter wurde.”
Miranda blieb nichts anderes übrig, als zustimmend zu nicken. Sie war eine gute Kandidatin und die Tatsache, dass Vicky und James auch zu diesem Schluss kamen, machte sie auch stolz. Aber sie war eine Hexe [diese waren für ihre Rachsucht berühmt/berüchtigt] und das Rumgezicke der letzten Jahre hatte ihr teilweise wirklich Spaß gemacht. Sie würde zustimmen, aber einfach würde sie es Vicky nicht machen, dachte sie sich.
Vicky hatte gehofft, sie einfacher zu überzeugen, aber in diesem Fall war sie zu fast allem bereit. Sie begab sich vor Miranda auf die Knie.
“Die Trauzeugensache ist nicht so wichtig, aber ich bitte dich darum, unsere Patin zu werden. Du wärst die einzige, der ich meine Kinder anvertrauen würde. Du weißt, wie schwer mir das fällt, wegen der Sache damals, aber ich habe mich tausendfach entschuldigt. Und ich möchte das böse Blut von damals endlich überwinden.“
Miranda hatte sich das aufmerksam angehört. Sie kannten sich ja bereits länger und sie blieb skeptisch, ob Vicky ihre Lektion gelernt hatte.
Aber sie wollte noch etwas spielen und eine wichtige Frage beantwortet bekommen.
“Ich bin gewillt deiner Bitte nachzugeben, aber ich habe immer noch Zweifel daran, dass du aus deinem Fehler gelernt hast. Zuerst möchte ich, dass du mir eine Frage beantwortest, dann gebe ich dir diese Kutschenfahrt lang Zeit mich zu überzeugen.”
“Wie du wünschst”, antwortete Vicky wieder selbstsicherer. Sie setzte sich auf die Bank, direkt gegenüber von Miranda und wartete gespannt.
“Die Sache in Belhanka - hatte das einen namenlosen Hintergrund oder ist das nur auf deinen Mist gewachsen?”
“Nein, das war nur ich. Und ich habe dir schon tausendmal gesagt, wie leid es mir tut.”
Miranda hatte Vicky bei der Antwort aufmerksam gemustert und sie glaubte ihr. Aber ihr entging auch nicht, dass Thea vor Staunen und Neugier platzte.
“Thea mein Kind! Würdest du gern erfahren, was damals in Belhanka vorgefallen ist?”
Thea suchte Blickkontakt zu Vicky, aber Miranda, die im Adelsrang einer Baronin und damit auch über Vicky stand, befahl ihr mit einem herzlichen Unterton: “Sprich frei, mein Kind.”
Thea blieb nichts anderes übrig, als zu nicken.
“Dann mach es dir bequem und die reizende Baronette wird uns ihre Version der Geschichte erzählen. Ich bin gespannt, was sie zu sagen hat und wie dir die Geschichte gefällt.”
Vicky nahm sich noch ein paar Momente, um sich zu sammeln, ehe sie begann.
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Mögest du in interessanten Zeiten leben
Eine sexy Fantasy-Story nach einem P&P-Game
Wilder Sex und Abenteuern in einer Fantasy-Welt..
Updated on May 29, 2026
by Geilspecht99
Created on May 11, 2023
by Geilspecht99
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