Was kommt noch ?
Anja wählt ein hübsches Sommerkleid für den Abend
Empört verließ ich zügig das Lager, ohne weiter auf seine Aussage einzugehen. In meinem Büro bemerkte ich, wie ich zitterte und meinen Kaffee etwas verschüttete.
Warum machte mich die Situation jetzt nervös? War es der Ärger und die Empörung über seine Kunst, oder war es etwas anderes.
Am Freitag machte ich mich „Ausgehfertig“. Normalerweise trug ich bei dem Treffen wieder mein biederes Business-Outfit, welches ich auch im Büro trug. Nur meine Haare trug ich dann offen. Diesmal stehe ich irgendwie unschlüssig vor meinem Kleiderschrank. Es war ein wärmerer Sommertag und ich konnte durchaus etwas Luftigeres anziehen.
Meine Wahl fiel auf ein hellblaues Sommerkleid, das auf der Vorderseite komplett geknöpft wurde. Jeweils die ersten und letzten beiden Knöpfe ließen mich offen, so dass man ein wenig mehr nackte Haut sehen konnte als sonst, aber auch nicht zu anrüchig.
Dazu trug ich ein paar passende Pumps. Meine Haare trug ich offen und ich schminkte mich etwas mehr als sonst. Warum sollte ich nicht auch mal als Frau etwas aufreizender auftreten dürfen. Ich war doch privat unterwegs.
Das Treffen war fast wie immer. Meinen Freundinnen fiel meine Veränderung auf und sie kommentierten es absolut zwiespältig. „Hast du heute noch was vor“ fragte Vera grinsend. „Nein, nein“ stammelte ich etwas unsicher „ich versuche nur mal was Neues.“
„Oder einen Neuen“ antwortete Barbara Schnippisch.
Vor Nervosität und Unsicherheit trank ich ein paar Sekt mehr als sonst und war gegen 0 Uhr schon ziemlich beschwipst. Die Gespräche waren ansonsten so langweilig wie immer gewesen und wie gewohnt löste sich die Gruppe langsam auf. Mit Vera verließ ich gegen 1 Uhr das Lokal als letztes.
Ich ging etwas wackelig Richtung Bahnhof, um ein Taxi nach Hause zu nehmen. Mir war an dem Abend schon aufgefallen, dass einige Männer offensichtlich Interesse an mir hatten und dieses Mal hatte es mir sogar gefallen.
Zu einem Flirt war es auf Grund meiner Begleitung nicht gekommen. Leider! Irgendwie hätte es mir an diesem Abend doch gefallen und ich verspürte ein leichtes Kribbeln. Ich musste etwas kichern, denn so hatte ich mich schon lange nicht mehr gefühlt.
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