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Chapter 65 by Bitbuster Bitbuster

Je später der Abend

Einsam, Zweisam, Dreisam…

Svea betrat das Quartier und holte tief Luft. Ein leichter Fischgeruch lag noch im Raum. „Habt ihr gerade gegessen?“
„Ja, gerade fertig“ antwortete Patrick und Sophia nickte zustimmend.
„Hm“ überlegte Svea „habt ihr heute Abend schon etwas geplant?“
„Nein, das wollten wir gerade besprechen“ meinte Sophia und schaute kurz zu Patrick, dann wieder zu Svea. „Hast Du was geplant?“

„Ich wollte schnell etwas essen und dann dachte ich, dass wir vielleicht einen Spieleabend machen?“
„Oh ja“ rief Sophia begeistert „Nur kein Strippoker“
„Rasierte Muschi“ flüsterte Svea zu Sophia, die sie kurz gespielt wütend anschaute.

„Bitte was?“ fragte Patrick.

„Ach, schon gut. Überlegt Euch was, ich mache mir schnell etwas zu Essen“ erklärte Svea und ging zum Replikator.

Während Sophia und Patrick diskutierten, was sie spielen könnten, vergnügte sich Svea mit einem Baguette, welches mit Kochschinken und Käse und noch einmal Käse belegt war.

Man einigte sich auf ein Brettspiel, welches Ähnlichkeiten mit Halma hatte.

Es wurden mehrere Runden gespielt und am Ende lag zwar Svea mit einem Punkt vor Sophia, aber auch Patrick hatte nur einen Punkt Rückstand auf Sophia.

„Ich sollte dann in mein Quartier gehen“ stellte Svea fest.
„Warum schläfst Du nicht hier?“ fragte Sophia „ich würde noch was mit euch besprechen wollen“.

Patrick schaute Sophia etwas eigenartig an. Lag es an der Stimme oder Ausdrucksweise? Irgendetwas kam ihm komisch vor. Sophia bemerkte den Blick, deutete es jedoch etwas anders.

„Also, ich meine, wenn du nichts dagegen hast“ fügte sie schnell hinzu.

„Nein, nein, schon in Ordnung. Ich suche nur nach dem Zusammenhang zwischen ‚besprechen wollen‘ und ‚hier übernachten‘ “.

Sophia grinste und nun war es Svea, die ihre Freundin eigenartig ansah.

„Wer zuletzt im Bett ist, muss morgen für die Anderen Frühstück machen“ rief Sophia und zog sich noch beim Aufstehen ihr Oberteil aus.

Patrick und Svea schauten sich an und fast synchron gingen die Blicke zum Bett.
Mit einem Satz sprang Sophia auf das Bett und rollte sich sofort in die Decke ein.
Svea verdrehte die Augen und schüttelte den Kopf, Patrick zuckte nur mit den Schultern und ging in den Sanitärbereich.

Wenige Sekunden später folgte Svea.

Gemeinsam standen sie an einer Art Waschbecken, welches tatsächlich mit echtem Wasser verwendet werden konnte. Üblicherweise wurde aber die Ultraschallreinigungseinheit verwendet.
Dazu konnte man bis zu zwei Handteile, die einer elektrischen Zahnbürste glichen, aus einer Vorrichtung entnehmen. Mit dem Speichel im Mund und dem Ultraschall wurden dann die Zähne gereinigt, man konnte jedoch auch einen Schluck Wasser als zusätzliches Medium verwenden.

Eine kleine Melodie gab das Ende der Putzzeit an und Patrick spuckte den Inhalt seines Mundes in das Becken. Svea überlegte kurz, spuckte dann ebenfalls in das Becken.

„Ich repliziere mir schnell einen Schlafanzug, wie schläfst Du?“ fragte Svea.
„Wenn sie da ist, dann üblicherweise nur mit Hose, wenn überhaupt“

Svea kicherte leise und fragte dann: „Wollen wir morgen zusammen das Frühstück für das Fellknäul machen?“

Er lachte. „So nennst du sie?“

Svea wurde rot, als sie bemerkte, was ihr da herausgerutscht ist. „Wehe, Du sagst ihr das“.

„Wieso, weiß sie nicht, wie du sie nennst?“

„Doch, nur soll sie nicht wissen, dass es ein anderer weiß“

Er nickte. „Gut, machen wir morgen zusammen Frühstück für das Fellknäul“.

Svea boxte ihn leicht auf den Arm und ging zum Replikator, während Patrick sich auszog und in seine Schlafboxershorts schlüpfte.

Wieder im Wohnbereich schaute er sich kurz um. Svea hatte sich ihren Schlafanzug schon angezogen und wartete auf ihn am Schreibtisch. Sophia hatte sich in die Bettwäsche gekuschelt und im Bett breit gemacht.

„So, ... eine liebe Katze macht jetzt Platz“ sagte Patrick und deutete an den Bettrand.

„Ich bin doch kein Hund“ protestierte Sophia. Patrick legte sich ins Bett und drängte Sophia an die Seite, bis er mittig darin lag. Svea legte sich auf die andere Seite.

„Und nun, was wolltest Du besprechen?“ fragte Svea und drehte sich auf die Seite. Dabei legte sie einen Arm auf Patricks Brust. Sophia schaute kurz und drehte sich dann ebenfalls auf die Seite, um ihn zu umarmen.

„Also… wir mögen ihn beide, oder?“
„Sonst würde ich hier nicht liegen“ sagte Svea schnippisch.
„Ja, ja, Logik. Und es macht uns Spaß, mit ihm zusammen zu sein, richtig?“

Svea nickte.

„Und er soll viel kennenlernen“.

Wieder nickte Svea.

„Warum verbinden wir das nicht und lassen andere auch ihren Spaß haben und sorgen so für die Weiterbildung?“

Svea dämmerte es, worauf Sophia hinaus wollte.

„Du denkst an Thea?“
„Auch, aber nicht nur.“

„Ähm, dazu würde ich auch gerne etwas sagen“ warf Patrick ein, der den Dialog wie beim Tennis links rechts links verfolgt hatte.

„Klappe“ zischte Sophia, was aber nicht wirklich unfreundlich klang. „Du hast doch selbst gesagt: Das Wohl Vieler wiegt mehr, als das Wohl eines Einzelnen“.

Er schaute zu Svea, da Sophia das nur von Ihr wissen konnte.

„Ich weiß, zu deiner Zeit hieß es: Ein Mann, eine Frau. Aber hier und jetzt ist das eben anders. Lockerer.“ erklärte Svea.

„Und das heißt ja auch nicht, dass du dein Ding in jedes Loch stecken sollst.“ fügte nun Sophia mit einem Grinsen hinzu.

„Sondern?“

„Ich glaube, Sophia meint, dass du vielleicht etwas offener sein solltest.“

„Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein“ meinte Patrick und löste damit ungewollt bei den Beiden einen Lachflash aus.

Nachdem sich die Beiden wieder etwas beruhigt hatten, fragte er nach: „Und wie stellt ihr euch das vor? Mo, Mi, Fr, von 18:00 bis 19:00 offene Beischlafstunde in meinem Quartier?“

Bei den Worten „offene Beischlafstunde“ fingen Beide wieder an zu lachen und Patrick schaute genervt zur Decke.

„Nein, nimm dir einfach mal Zeit für deine vielen Verehrerinnen und gehe mit ihnen ins Casino essen oder so.“ meinte Sophia. „Und bevor Du fragst: Koshiko, Susan, Jenny oder Claire"

„Achja, ich gehe da so einfach zu denen hin und frage, ob die vielleicht mit mir was essen wollen?!“
„Ja, genau so. Koshiko hast Du doch auch schon ein paar mal gefragt.“
„Das ist auch was anderes. Sie ist meine Kollegin“
„Wir sind hier alle ein Team“ warf Svea ein.
„Genau, anders funktioniert das nicht.“ stimmte Sophia zu.

„Ich werde darüber nachdenken“ lenkte Patrick ein und schaute zur Decke.
„Gute Nacht. Computer: Licht aus“

Die beiden Frauen wünschten ebenfalls eine gute Nacht und Sophia kuschelte sich noch etwas dichter an ihn.
Er war fast eingeschlafen, als er merkte, wie Sophia sich ausstreckte und Sveas Hand zu sich zog.

Während er noch überlegte, was sie vor hatte, sprachen die Taten für sich. Sophia hatte Sveas Hand in seine Hose geschoben und nicht los gelassen. So ruhten nun beide Hände auf seinem Schwanz.

Ja, so kann man einschlafen“ waren seine letzten Gedanken, bevor ihn Morpheus in sein Reich zog.

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