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Chapter 2 by SecretLab SecretLab

What's next?

Pfad der Sterne

Es war zu einer Zeit, als noch keine Imperien existierten, keine Königreiche und auch keine Städte. Die Menschen lebten noch in Stämmen und atmeten eine wilde, ungezügelte Welt voller magischer Wunder …und Leidenschaften.

Ein karger, felsiger Ort inmitten der Wüste. Ein Stamm hatte seine Zelte aus Tierhäuten hier aufgeschlagen und machte Rast in Sand und Staub. Behütet und bewacht von den Naturgeistern fürchteten sie die gefährliche Trockenheit nicht, die hier schnell zum sicheren **** führen konnte.

Vereinzelte Lagerfeuer boten in der klaren, kalten Nacht wärmende Zufluchtsorte, das beruhigende Knistern und Prasseln vermengte sich mit dem dumpfen Gemurmel der Zeltbewohner. Es kehrte Ruhe ins Lager ein…

Die Füße des Mannes waren fest von weichem Leder umschlungen. Leise bewegte er sich in der Dunkelheit über Sand und Steine, ohne das geringste Geräusch zu verursachen. Der Eingang zur Seelengrotte war gut versteckt, aber er hatte gewissenhaft gekundschaftet und geduldig gewartet. Der Feind hatte seine Zelte nicht ohne Grund hier in der Nähe der heiligen Felsen aufgeschlagen. Die regelmäßig vorbeiwanderten Patrouillen waren vorhersehbar und stellten keine ernstzunehmende Gefahr für ihn dar.

Jetzt war es Zeit.

Lautlos trat er ein und pirschte sich weiter ins Innere. Der Fuchsmond am Himmel war rot und hell, machte ihm die Arbeit unnötig schwer. Aber keine Wachen weit und breit. Die Fürstin musste sich sicher wähnen. Wie töricht von ihr! Das wird ihr sicherer **** sein… Am Ende des von fahlem Mondlicht gefluteten Korridors kniete sie vor dem Alter der Sterne, den langen Fellmantel nach hinten geworfen, mit dem Rücken zu ihn. Sie trug ihren silbernen Reif wie eine verfluchte Krone auf ihrem Kopf.

Ein feiner Sog des Wüstenwindes pfiff durch den rohen Gang, der vor Urzeiten von unbekannten Mächten in die Felsen gehauen wurde. Man sagte, dass an solchen Orten die Seelen der Ahnen hausen, als Ratgeber und Beobachter der jüngeren Völker fungieren. Schattentaucher hielt nichts von diesen Ammenmärchen.

Mit pochenden Herzen schlich er heran, bis ihn nur noch wenige Meter von seinem Ziel trennten. Seine Klinge aus Metall blitzte tödlich und scharf auf, als er sie aus seinem groben Umhang zog. Er hob sie und…

Zwei Speere, links und rechts, kamen aus dem Nichts und schleuderten ihn in den Gang zurück. Schattentaucher war überrumpelt, aber er war ein zu guter Kämpfer. Sofort war er wieder auf den Beinen. Die beiden Amazonen waren in ihren grauen Schleiern mit dem Stein verschmolzen gewesen und enttarnten sich erst im letzten Moment. Ihre geheimnisvoll schimmernden Umhänge machten sie schier zu Geistern, die ihm nun bedrohlich näherkamen. Die Fürstin indes war noch immer ruhig in ihr Gebet vertieft, völlig unbekümmert von der unmittelbaren Bedrohung.

Die scharfen, schwarzen Obsidianspitzen der Speere schlugen ohne Vorwarnung auf ihn ein. Schattentaucher konnte den ersten mühelos abwehren, der zweite jedoch traf ihn direkt auf die Brust. Erneut taumelte er zurück und keuchte schmerzerfüllt. Ein kurzer Moment, dann… warf er sein Fellkleid ab. Die kleinen Metallplättchen seines groben Schuppenpanzers leuchteten im Antlitz des Fuchsmondes wie ein funkelndes Kaleidoskop. Er war kaum verwundbar, jedenfalls nicht von diesen barbarischen Frauen mit ihren armseligen Steinwaffen. Sein langes Metallschwert zerschlug in rascher Reihenfolge die beiden Waffen vor sich und stieb die entwaffneten Schleierwächterinnen wie zwei harmlose Strohpuppen zur Seite. Nun war der Weg frei!

Zwischenzeitlich hatte die Fürstin sich umgedreht, stand da mit ihrer eigenen Obsidianklinge in der Hand, ein langes, gekrümmtes Schwert, dessen schwarze Oberfläche jedes Licht verschluckte. Ein leichtes Spiel für Schattentaucher. Er stürmte auf sie zu.

Dann brach der Mond über ihn herein – oder die Sonne. Feuerfunken prasselten plötzlich rings um die Frau und umgaben sie wie schützende Flügel aus flüssigem Gold. Die ganze Grotte roch unvermittelt nach in Flammen stehenden, ausgedörrten Akazien. Verdrängte Erinnerungen schwappten an die Oberfläche seines Bewusstseins, wie er als kleines Kind auf der Flucht war. Ringsherum gefangen in brennenden Wäldern. Allein und verlassen. Damals konnte er noch ****, konnte noch Tränen vergießen. Doch niemand kam dem armen Kind seinerzeit zu Hilfe.

Plötzliche Angst und Verlorenheit durchflutete Schattentaucher, Hitze und Ruß vernebelten ihm gleichzeitig die Sinne. Im letzten Moment erkannte er noch, wie die Gestalt bedrohlich auf ihn zuflog wie ein Raubvogel, einem brennenden Phoenix gleich.

Er wurde aus der Seelengrotte mit einer schier überirdischen Wucht herausgeschleudert und landete dumpf im nächtlichen, eiskalten Wüstensand, der ihn sofort sanft kühlte. Doch der brennende Racheengel war schon direkt über ihn. Die Gestalt in Flammen vor ihm ließ den Nachthimmel wabern. Ihr Schwert war immer noch gezückt und deutete drohend über ihn. Funken tanzten wie kleine Feuergeister lachend über die Klinge und selbst die Sterne am Himmel hatten ihre Farbe zu einem blutigen, rachsüchtigen Rot gewechselt, als hätte die Fürstin ihnen ein neues Kleid gegeben.

Dann verschwommen den geschlagenen Mann vollends die Sinne. Schattentaucher verlor das Bewusstsein.

Er wachte irgendwann wieder auf – an Händen und Füßen gefesselt in einem Stammeszelt, ohne seine metallene Rüstung, nur mit seiner dünnen Unterkleidung aus grober Wolle.

Er blickte sich benommen um. Fackeln warfen ein unruhiges, schummriges Licht in alle Richtungen, Spärliche Möbel standen herum, aber auch ein kunstvoller, hölzerner Thron, aus dem weißen Holz einer sagenumwobenen Sterneiche geschnitzt. Schattentaucher lag am Boden, umringt von einem halben Dutzend gefährlich aussehender Amazonen, allesamt mit Schildern und Speeren bewaffnet. Auf den Schildern ihr abscheuliches Stammessymbol: ein sehendes Auge inmitten eines strahlenden Sternes.

Die Fürstin saß lässig mit angewinkelten Beinen auf ihrem hölzernen Thronsitz und lächelte fast schon mitleidig zu dem Gefangenen. Die erstaunlich **** aussehende Frau trug wie ihre Kriegerinnen nur einfache Felle, aber auf ihren blonden langen Haaren saß ihre glitzernde, schmale Krone, die fortwährend funkelte und blitzte. Ihre kraftvollen grünen Augen leuchteten wie in die Sonne getauchte Smaragde.

„Wie lautet dein Name?“, fragte sie kurz und knapp.

Schattentaucher antwortete nicht. Sie stand auf und kam näher, mit einer unausgesprochenen Drohung in ihren eleganten, fließenden Bewegungen. In ihren Händen ihr schwarzes Krummschwert. Wie aus dem Nichts schwang die geschärfte Steinklinge über den Oberkörper des Mannes. Seine Kleidung teilte sich als Antwort lautlos zu beiden Seiten, gab zerschnitten der Schwerkraft nach. Der verschwitzte, muskulöse Oberkörper von Schattentaucher war geschmückt mit mehreren kunstvoll eingewobenen Metallringen, auch in seinen dunklen Brustwarzen.

„Ich hätte es wissen müssen, der Stamm der Schellen…“ Verächtlich rümpfte die Fürstin von oben herab ihre Nase. „Ihr habt vielleicht das Eisen gezähmt und wisst es geschickt zu schmieden. Aber das gibt euch noch lange nicht das Recht, euch zu den Herren dieser Welt zu machen. Es gibt Mächte am Himmel, die sind unendlich stärker als eure blutigen, starren Waffen.“

Der Gefangene spuckte ihr als Antwort ins Gesicht, auch wenn es sein Todesurteil bedeuteten könnte. Sofort bohrten sich drohend mehrere Speerspitzen in seine nackte Haut. Doch das hinderte ihn nicht, lauthals zu fluchen:

„Hexen! Ihr stehlt mit eurer Macht alle Sterne, dort oben vom heiligen Himmelszelt!“

Fürstin Stella die Erste verzog keine Miene. Stattdessen schob sie eine Zeltwand zur Seite, hinter dem sich der Nachthimmel verbarg, der wieder seine normale Farbe angenommen hatte. Hier in der Wüste funkelten die Sterne wie funkelnde Diamanten am Himmel, von den Künsten einer viel höheren Macht achtlos in großer Zahl auf eine schwarze Leinwand geworfen.

Sie streckte die Hand dorthin aus und fixierte gleichzeitig den Gefangenen mit ihren Augen. Ein kurzes Aufblitzen am Himmel, welches auf unergründliche Weise von dem silbernen Reif auf ihrem Haupt aufgesogen wurde. Die Spucke auf ihrer Wange verschwand wie durch Zauberei. Und für einen aufmerksamen Beobachter verschwand tatsächlich ein funkelndes Licht am dunklen Horizont…

„Es werden jeden Tag neue Sterne am Himmelszelt geboren. Genug für alle Völker. Ihr seid nur einfältige Narren…“

Ihre Augen und ihre Klinge forschten noch tiefer zwischen seine Beine. Auch die schützende Bedeckung an seinem Unterleib wurde gewaltsam durch ihre Klinge freigelegt. Zwischen seinen kräftigen, behaarten Schenkeln kam ein langer, dunkler Penis und ein praller Hodensack zum Vorschein – ebenfalls mit kleinen Metallringen verziert, über und über. Das Schamhaar war kunstvoll rasiert zu einem Hammersymbol.

Der Mann keuchte aufgekratzt auf. Unter den Augen der lauernden Frauen um ihn herum zuckte und regte sich sein Glied und stellte sich halb auf, ob er es wollte oder nicht. Sein Kopf wurde rot, er war verstummt vor Scham.

Stella die Erste lächelte nur. „Ich werde dich nicht töten. Das wäre zu einfach. Du darfst zu deinem Volk zurückkehren. Und allen berichten, dass wir unbesiegbar sind. Lasst uns, den Pfad der Sterne, in Frieden. Alles andere würdet ihr bereuen!“ Sie drehte sich zu ihren Amazonen um. „Ayla die Jüngste!“

Eine junge Frau trat aus den Reihen, zart und filigran, trug ebenfalls ihren Speer. Ihr blonder Schopf war nur ein kurzer Pferdeschwanz, ein Zeichen ihrer Jugend. Sie war gerade erwachsen geworden und in die Reihen der Kriegerinnen vor wenigen Mondzyklen eingetreten. Aufgeregt trat sie nach vorne. „Ja, Herrin?“

„Ayla die Jüngste – ich möchte, dass du dich gut um unseren Gefangenen kümmerst, bis wir ihn zurücksenden. Zeig ihm auf unsere eigene Art, wie gastfreundlich wir sein können!“

Die junge Kriegerin wurde blass. Sie wusste, was von ihr verlangt wurde. Die Fürstin schien ihre Gedanken zu erraten. „Das ist auch für dich eine Bewährungsprobe. Und du musst dich dem stellen…“

Ayla die Jüngste schluckte ihre Ängste herunter und nickte gehorsam. Sie blickte den gefesselten Mann unter sich an, wie er so dalag, splitternackt mit seinem frivolen Schmuck zwischen den Beinen. Ihre Augen leuchteten vor einem für sie fremdartigen, neuen Begehren auf.

Wortlos schlüpfte sie vor allen aus ihrem Kriegerkostüm aus zusammengeschnürten Bärenfellen, bis sie ebenfalls nur noch in ihrer ungeschützten Nacktheit dastand. Eine junge Frau in all ihrer unverdorbenen Schönheit, geformt in zarte Haut, langen Beinen, kleinen spitzen Brüsten. Als Schattentaucher sie mit offenem Mund bestaunte, versteifte sich sein bestes Stück vollends. Zufrieden beobachteten die Amazonen, insbesondere Ayla, dieses schamhafte Bekenntnis seiner Schwäche, seiner Fleischeslust.

Aber das war ihm jetzt egal. Alles um ihn herum war plötzlich verschwommen und nebensächlich geworden: nur über ihm das sanfte Gesicht der jungen Frau zählte jetzt, die sich sinnlich über ihn beugte, zu ihm auf den Boden herunterkam, ja fast herunterschwebte wie ein Engel. Er spürte ihren warmen Atem auf ihrer Haut und stöhnte erregt auf. Noch immer war er gefesselt und Ayla die Jüngste konnte nun mit ihm tun, was sie begehrte…

Die Geschichte geht weiter…

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