Was denkt sie sich dabei?

Nichts Normales

Chapter 222 by Hentaitales Hentaitales

"STOPP!" Alex hatte im Gegensatz zu Steffen den größten Teil seiner Kleider und auch seine Schuhe noch an, und so sprang er vom Steg hinunter und lief eilig über den algenbewachsenen Boden auf Dao zu. "Warte noch!"

Dao drehte sich etwas verwundert wieder zu ihm um. "Was ist denn?" wollte sie wissen.

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Alex antwortete ihr nicht, bis er auf wenige Meter an sie herangekommen war. "Hör mal", sagte er, "ich hab keine Ahnung, was du hier machst. Aber es ist mit Sicherheit keine gute Idee!"

"Wieso, wo ist das Problem?" Dao sah ihn stirnrunzelnd an. "Um die Jahreszeit kommt doch noch niemand hierher, der mich sehen könnte. Und außerdem ist das eh Privatgelände."

"Das ist nicht das Problem", gab Alex zurück. "Das Problem ist, dass Seen nicht einfach so verschwinden! Und wenn du den hier... na ja, wegsaugst, könnte sich jemand wundern, wohin das ganze Wasser verschwunden ist!"

Dao zuckte mit den Schultern. "Wenn's ein paar Mal geregnet hat, ist der See auch wieder da. Mach dir da mal keine Sorgen."

Offenbar war sie im Moment wirklich nicht ganz richtig im Kopf, dachte sich Alex. "Warum hast du das überhaupt gemacht?" wollte er wissen.

"Ich wollte wissen, wie stark ich jetzt eigentlich bin mit diesem Portal in mir", gab Dao zurück. "Hier kann ich das ganz gut austesten. Das eben war ungefähr halbe Kraft. Ich schwimm jetzt wieder raus, und dann probier ich die volle Kraft aus."

"Gar nichts wirst du machen!" keuchte Steffen, der jetzt auch angerannt kam und seinem mit Schlick verschmierten Oberkörper nach zu urteilen auf dem Weg mindestens einmal auf dem glitschigen Boden ausgerutscht war. "Du kommst jetzt sofort wieder ins Haus! Und dann hoffe ich, Pandora kann irgendwie verhindern, dass es in den nächsten paar Monaten Luftaufnahmen von hier gibt. Für mögliche Besucher müssen wir uns auch noch was überlegen- Scheiße, hast du auch nur einen Gedanken daran verschwendet, wie viele Scherereien du uns mit der Sache hier verursachst?"

Daos Gesichtsausdruck verfinsterte sich. "Ich nehm schon seit ich hier bin ständig Rücksicht auf dich und deine Befindlichkeiten! Jetzt will ich einmal was für mich herausfinden, und du machst gleich derartigen Ärger?"

Steffen quollen fast die Augen aus dem Kopf. "Meine Befindlichkeiten. MEINE Befindlichkeiten!" Er sah zu Alex. "Roadie, hilf mir mal eben. Wir bringen sie zurück."

"Hey, ihr könnt mich doch nicht-"

"Sorry, Dao." Alex fasste sie am linken Arm, Steffen am rechten, und gemeinsam und mit sanfter Gewalt zogen sie die junge Asiatin in Richtung Villa mit sich. Dao zappelte zwar im ersten Moment ein wenig, leistete dann aber keinen wirklich Widerstand mehr, auch wenn sie aufgebracht etwas in einer fremden Sprache vor sich hinredete, möglicherweise auf thailändisch.

Einige Minuten später waren sie zurück am früheren Ufer, und sie ließen Dao noch kurz ihr Kleid vom Steg holen. Während sie es überstreifte, kam aus dem Haus gerade Viktor auf sie zu. "Ah, ihr habt-" Sein Blick fiel auf den neuen Wasserstand des Sees. "Oh. Das hier hatte sie also vor."

Steffen nickte finster. "Danke für den Hinweis nochmal. Wärst du nicht gewesen, gäbe es jetzt hier vielleicht nur noch eine Pfütze."

"Mach doch nicht so ein Drama deswegen", beschwerte sich Dao und zog ihr Kleid noch etwas zurecht. "Bis zum Sommer sieht das alles garantiert so aus wie vorher."

"Trotzdem war das eine dämliche Idee", gab Alex zurück. "Du kannst doch nicht nur an dich selbst denken!"

Viktor räusperte sich leise. "Also, ich finde schon, dass sie das tun können sollte. Immerhin ist sie ein freier Mensch, mit ihrem eigenen Willen, oder?"

Alex sah verwirrt zu ihm. "Findest du denn, dass das mit dem See ne gute Idee war?"

"Nein", gab Viktor zurück, "aber meine Meinung bedeutet hier einen Scheiß. Deine übrigens auch. Es ist Daos Sache, was sie tut oder nicht tut, da habt ihr nichts zu bestimmen!"

"Genau!" pflichtete ihm Dao bei. "Ich hab auch meine Bedürfnisse!"

Steffen schüttelte den Kopf. "Aber so funktioniert das nicht! Wir alle müssen uns ein Stück zurücknehmen, damit wir zusammenleben können. Unsere Gemeinschaft ist auf bestimmten Regeln aufgebaut, und die müssen eingehalten werden!"

Viktor sah ihn herausfordernd an. "Dann", meinte er, "wird es vielleicht an der Zeit, dass sich Dao eine neue Gemeinschaft sucht. Oder was meinst du, Dao?"

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Was wird das denn jetzt bei Viktor?

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