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Chapter 13
by
Papas_Liebling
What's next?
Nicht lustig
Dirk startet den Wagen und wir fahren los.
Wohin?
Ich warte darauf, dass er erklärt, was er vorhat.
Er sagt nichts. Stattdessen biegt er nach links ab.
Das ist nicht der Weg nach Hause.
Ich sehe kurz zu ihm rüber, öffne den Mund – und schließe ihn wieder, ohne etwas zu sagen. Er reagiert nicht darauf, darum schaue ich wieder aus dem Fenster. Vielleicht nimmt er ja eine Abkürzung, überlege ich. Vielleicht muss er noch etwas besorgen. Vielleicht…
Blödsinn.
Endlich wage ich es, direkt und offen zu fragen: „Wohin fahren wir?“
„Einfach so herum.“
„Ja, is‘ klar.“ Ich lache trocken.
Die Straßenlaternen kommen näher und ziehen vorbei, wie eine lange Lichterkette. Ich folge ihnen mit den Augen, weil ich so vermeiden kann, Dirk anzusehen.
Ich befeuchte meine Lippen. Sie fühlen sich immer noch seltsam trocken an. Meine Augen brennen. Ich kann nicht vergessen, was ich in dem Hinterhof beobachtet habe. Wenn ich die Augen zumache, sehe ich wieder, was er mit Kathy gemacht hat – oder vielleicht eher, was er ihr angetan hat. Soll ich sie vor ihm in Schutz nehmen oder doch ihr die Schuld dafür geben?
Am besten sollte ich gar nichts sagen. Das weiß ich. Wenn ich einfach den Mund halte, kommen wir irgendwann zu Hause an, ich gehe in mein Zimmer, vergesse alles, und die ganze Sache kann einfach still vor sich hin rotten.
Ich muss klarstellen, dass ich nicht eifersüchtig auf Kathy bin. Weniger ihm gegenüber als mir selbst.
„Du hättest auch einfach dortbleiben können“, behaupte ich, als ich das Schweigen nicht mehr aushalte. „Mit ihr.“
Er reagiert nicht darauf. Zumindest nicht sofort. Sein Blick bleibt starr geradeaus auf die Straße gerichtet.
Als ich schon denke, dass ich nie eine Antwort bekäme, meint er: „Ja, das hätte ich.“
„Wow. Danke für die Ehrlichkeit“, schnauze ich zurück.
„So habe ich das nicht gemeint.“
„Wie hast du es dann gemeint?“
Er seufzt, als wäre ich es, die schwierig ist.
„Ich wollte damit sagen, dass ich mich bewusst entschieden habe, mit dir zu gehen.“
Ich drehe den Kopf in seine Richtung und runzele die Stirn. „Was?“
„Das kam jetzt irgendwie falsch rüber.“
„Ja. Das hat es.“
Unser Schweigen überdeckt die unangenehme Situation, ohne sie aufzulösen.
„Das machst du immer so, oder?“, fährt es mir heraus.
„Was mache ich immer?“
Ich stoße die Luft aus, langsam und tonlos und schaue zu ihm rüber. Im Gegenlicht zeichnet sich sein Profil scharf ab, aber ich kann seinen Gesichtsausdruck nicht lesen.
„Du tust einfach so, als wäre alles, was du machst … normal. Als hätte nichts eine Bedeutung.“
Er antwortet nicht.
„Funktioniert das so?“, hake ich nach. „Du benutzt eine Frau, hast deinen Spaß … gehst dann zur nächsten und denkst, dass es ewig so weitergeht?“
Er beißt die Zähne zusammen. „So ist es nicht.“
„Ach ja?“ Ich neige den Kopf. „Weiß sie es? Meine Mutter. Weiß sie von Kathy?“
Er antwortet nicht. Natürlich nicht. Sein Schweigen ist Geständnis genug. Ich nicke still vor mich hin.
Um mich zu orientieren, schaue ich wieder aus dem Fenster. Ich habe keine Ahnung mehr, wo wir sind. Dieses ungute Gefühl schleicht sich wieder an.
„Jetzt mal im Ernst. Wohin fahren wir?“ Meine Stimme klingt jetzt lauter und fester.
Er trommelt mit den Fingern auf das Lenkrad. „Ist das wichtig?“
Ich muss mich zusammenreißen, um nicht vor Frustration laut zu schreien.
„Ja, ist es. Denn ich würde gerne wissen, ob ich **** oder einfach nur sinnlos durch die Nacht gefahren werde.“
„Ich will dich nicht entführen.“
„Toll. Das macht es mir schon viel einfacher.“
Er lächelt. Ich hatte allerdings nicht vorgehabt, einen Witz zu machen.
„So machst du das immer“, grummle ich.
„Was denn?“
„Du gibst keine klare Antwort. Als wäre alles nur irgendeine Art von Spiel.“
„Das hier ist kein Spiel.“
„Es kommt mir aber so vor.“
Noch eine Linkskurve. Wir verlassen die Stadt. Die Straßenlaternen bleiben hinter uns zurück. Jetzt sind da draußen nur noch Bäume. Dunkle, hoch aufragende Schatten huschen an den Fenstern vorbei.
Ich schlucke trocken.
Das Auto wird etwas langsamer, als wir uns einer Kreuzung nähern. Die Ampel springt nicht auf Rot, sondern zeigt nur blinkendes Gelb. Er hält nicht an. Ich habe keine Gelegenheit auszusteigen.
Und er gibt wieder Gas.
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Papas bester Freund
Er schläft in meinem Zimmer
Ich komme fürs Wochenende von der Uni nach Hause zu meinen Eltern und muss feststellen, dass sie einen Gast in meinem Zimmer einquartiert haben. (Ein Spinoff der Geschichte "Sein bester Freund")
Updated on Apr 29, 2026
by Papas_Liebling
Created on Dec 22, 2025
by Papas_Liebling
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