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Chapter 4 by Daemony Daemony

What's next?

Nicht James Bond

Ihre Lippen berührten sich. Simone schmeckte nach Pfefferminz und dunkler Schokolade.

Martins Arme bewegten sich instinktiv, umschlangen den Oberkörper der Frau, die er küsste. Die ihn küsste. Wer begonnen hatte, wusste er nicht mehr. Nun war es ein Spiel, ein stetiges Hin und Her. Geben und Nehmen. Dominanz und Zurückweichen.

Simone schmiegte sich in seine Umarmung. Sie war weich, an den richtigen Stellen rund. Wo sie sich an ihn drückte, wurde ihm warm. Wo bleibt ihre professionelle Distanz, Frau Doktor?

Martins Arme strichen über die glatte Seide ihrer Bluse, erfühlten ihren Körper unter dem hauchdünnen Stoff. Weiter wagte er nicht zu gehen. Sein eigener Körper hatte schon längst begonnen zu reagieren. Er spürte die Hitze, die in ihm aufstieg. Das Blut, das ihm in den Unterleib schoss. Die zunehmende Härte.

Das ist normal. Ich bin ein erwachsener Mann. Simone ist eine begehrenswerte Frau. Das heißt nicht, dass ich Karin nicht liebe, sagte er sich.

Martin lehnte sich zurück. Simone drängte sich gegen ihn. Gemeinsam sanken sie auf die Couch. Martin lag unten. Ohne den Kuss zu unterbrechen, schob seine Gespielin ein Knie über seine Körpermitte. Ihr Rock rutschte nach oben. Sie ließ sich auf ihm nieder, ihr Gewicht machte ihm seine Erektion noch deutlicher. Simone musste die Härte auch spüren, so wie sie sich dagegen drückte.

Nach Minuten erst lösten sie ihre Münder voneinander. Atemlos sahen sie sich an. Simone schüttelte ihre langen Haare auf. Sie saß auf ihm wie ein Cowgirl im Sattel und rutschte langsam vor und zurück.

„Na, willst du mehr?“, grinste sie, „Dann musst du dafür aber auch mehr tun, als nur da zu liegen.“

Ich bin doch nicht James Bond. Äußerlich versuchte er, sich seine Zweifel nicht anmerken zu lassen. Der Auftrag stand auf dem Spiel. Wenn er jetzt einen Rückzieher machte, wäre dies nicht nur die letzte Sitzung gewesen, sondern auch jede Chance dahin, die Falschinformationen zu lancieren.

Er schluckte die Antwort, die ihm auf der Zunge lag, herunter. Stattdessen ließ er seine Hände über Simones Oberkörper wandern, zeichnete die zwei weiblichen Globen nach, die sich im Rhythmus ihres Atmens hoben. Als er zupackte, stöhnte Simone laut und warf ihren Kopf in den Nacken.

Mit zitternden Fingern löste er Knopf um Knopf. Seine Augen folgten der Bewegung von oben nach unten. Simones hochgerutschter Rock war kaum mehr als ein breiter Gürtel. Darunter trug sie, das hatte Martin nicht erwartet, einen verspielten Hüftgürtel, an dem die langen Seidenstrümpfe befestigt waren. Der zum Büstenhalter passende halbdurchsichtige Slip verbarg kaum etwas. Offensichtlich war sie darunter glattrasiert.

Er hätte ein Mönch sein müssen, um ihr zu widerstehen. Und selbst dann hätte er vermutlich sein Seelenheil dafür gegeben, diese verführerische Frau für sich zu besitzen.

„Lass uns die Positionen wechseln.“

Er glitt von der Couch und half Simone gleichzeitig, sich hinzulegen. Mit halb geschlossenen Lidern schaute sie zu ihm auf, beobachtete, wie er seinen Gürtel öffnete und die Hose auszog. Sein Penis richtete sich endgültig auf.

Ich werde das mein Leben lang bereuen. Ich hoffe, Karin kann mir verzeihen.

Martin zog Simones Slip über ihre ellenlangen Beine nach unten. Sie half nicht mit, hielt ihn aber auch nicht davon ab. Ein flaues Gefühl beschlich ihn. War das etwa so ein Psycho-Test? Plötzlich hatte er keine Lust mehr.

Die Psychologin bemerkte sofort die Veränderung, die in ihm vorging.

„Was ist los?“

Martin schüttelte vehement den Kopf. „Nein, ich kann nicht. Das ist… falsch.“

Simone machte einen Schmollmund. „Findest du mich nicht schön?“

„Doch, sehr schön sogar. Aber ich will meine Frau nicht betrügen.“

Sie zog eine Augenbraue hoch und kniff die Augen zusammen.

„Wirklich nicht? Dein letztes Wort?“

Martin stand da mit heruntergelassener Hose. Sein Körper signalisierte vielleicht etwas anderes, aber sein Kopf sagte definitiv Nein.

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