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Chapter 25
What's next?
Neue Wege
Entschuldigung für die lange Pause seit dem letzten Kapitel.
Wie daran ersichtlich ist, tue ich mich schwer damit, eine Fortsetzung zu schreiben. Es ist nicht so, dass ich an einer Schreibblockade leide. Andere Geschichten und Fortsetzungen gehen mir weiterhin leicht von der Feder. (Naja, wohl eher: von der Tastatur :-)
Irgendwie ist der Handwerker aus meiner Perspektive an einem Punkt angelangt, an dem alles seinen Platz gefunden hat, die Charaktere gefestigt sind und neue Kapitel Variationen bereits erzählter Geschichten wären. So erwog ich, ihn still einschlafen zu lassen.
Stattdessen entschied ich mich heute, neue Pfade zu beschreiten. Ich würde mich freuen, wenn meine Leser mich auf diesem unerforschten Weg begleiten.
Vielleicht habe ich aber auch nur zu wenig Vorstellungskraft, um unentdeckte Möglichkeiten und frische Ideen im Handlungsstrang zu erkennen. Wenn dem so ist: Lasst es mich wissen!
Und selbstverständlich wäre es mir hochwillkommen, wenn jemand selbst in die Tasten greift und weitere Kapitel verfasst. In diesem Sinn herzlichen Dank an Mudley, der mich mit seinem Beitrag daran erinnerte, dass es hier eine Geschichte gibt, die es verdient, weitererzählt zu werden.
-
Sarah und ich verbrachten ein wundervolles Wochenende in sinnlicher Zweisamkeit. Ich zählte nicht, wie oft wir miteinander schliefen. Es geschah einfach. Mal ging die Initiative von ihr aus, mal von mir. Wir liebten uns zärtlich, dann wieder gierig und voller Verlangen. Oft setzten wir die neuen Spielzeuge ein, aber andere Male genügten wir uns selbst.
Am Sonntagabend sah ich ihr zu, wie sie ihre Tasche packte, diese aufnahm und sich aufmachte, zu ihrem Auto zu gehen.
„Nimmst du das Päckchen nicht mit?“, fragte ich.
„Nein, ich habe es für uns beide gekauft und daher gehört es hierher, wo wir zusammen sein können. Und außerdem“, sie zog einen Mundwinkel zu einer Art halbem Grinsen nach oben, „wüsste ich nicht, wo ich es in meinem Zimmer in Tinas Wohnung sicher aufbewahren sollte. Stell dir vor, sie entdeckt es und will von mir wissen, was ich damit vorhabe.“
Ich verstand sie sofort und machte große Augen. Dass ich mit der besten Freundin meiner Tochter Sex hatte und BDSM praktizierte, war eine Sache, von der ich immer noch nicht wusste, wie ich damit umgehen sollte. Einerseits wollte ich offen und ehrlich ihr gegenüber sein. Andererseits, welches Kind wollte Details über das Sexleben seiner Eltern erfahren?
Am meisten Angst hatte ich vor ihrer Reaktion, wenn sie dieses Geheimnis tatsächlich einmal aufdecken würde. Wie würde sie reagieren? Ich war mir ziemlich sicher, dass sie enttäuscht sein würde. Als Folge konnte ich mir die schlimmsten Konsequenzen ausmalen. Möglicherweise brach sie den Kontakt zu mir ab. Oder zu Sarah. Oder sie verlangte, dass wir uns trennten.
Zwischen meiner Tochter und meiner Geliebten wählen zu müssen, wäre eine Bürde, die ich nicht tragen könnte.
Meine Gedanken mussten sich in meiner Miene widergespiegelt haben, denn Sarah hielt auf ihrem Weg nach draußen inne und sah mich besorgt an. „Was ist los?“
Ich schüttelte erst reflexhaft den Kopf, als wäre es nichts. Aber dann erkannte ich, dass sie Offenheit verdiente, und schüttete ihr mein Herz aus.
Mit einem satten Plop landete ihre volle Reisetasche auf dem Dielenboden. Sie ging auf mich zu, umarmte mich. Unsere Wangen lagen aneinander und ich spürte Feuchtigkeit. Waren es meine oder ihre Tränen?
Unsere Münder fanden sich und der Kuss war wild und leidenschaftlich. Wie zwei Ertrinkende klammerten wir uns aneinander und saugten so viel Leben wie nur möglich aus unserer Zweisamkeit. Kleidungsstücke flogen achtlos zu Boden. Und bald folgten wir. Unsere Körper sanken auf den Teppich und verschmolzen zu einem. Nicht Verlangen bestimmte unsere Vereinigung, sondern pure Notwendigkeit. Unsere Herzen schlugen im Gleichklang. Und wir fanden Erfüllung in einander.
Eng umwunden schliefen wir ein, eine dünne Decke gegen die Kühle der Nacht über uns gebreitet.
Inmitten tiefster Dunkelheit erwachte Sarah, ging ins Bad und zog sich an. Über mich gebeugt gab sie mir einen Kuss auf die Stirn. „Schlaf ruhig weiter. Und mach’s gut.“
Dann ging sie. Ich hörte, wie der Motor startete und die Reifen über den Kies knirschten. Dann war sie fort.
Tage vergingen. Wochen. Keine Nachricht von Sarah. Meine SMS‘e blieben ungelesen, meine Anrufe landeten auf der Mailbox. In meiner Verzweiflung rief ich Tina an und fragte, ob sie wüsste, was mit ihrer Freundin los sei. Stress im Studium, war die knappe Auskunft, sie hätte gerade keinen Kopf für anderes. Um bei meiner Tochter keinen Verdacht zu erregen, hakte ich nicht weiter nach.
Noch gab ich die Hoffnung nicht auf, dass es nur eine Episode war, dass sie wirklich gerade viel um die Ohren hatte und sich wieder melden würde, wenn das überstanden war.
Nicht umgehen konnte ich hingegen mit der beständigen Erinnerung, die mir der Pranger aufzwang, sobald ich in meine Werkstatt ging. Sarah und ich hatten so viel Energie und Herzblut in das Projekt gesteckt, so dass es zu einem Symbol unserer gemeinsamen Leidenschaft geworden war.
Und er war schlichtweg zu groß, als dass ich ihn übersehen konnte.
Tagelang vermied ich, in die Werkstatt zu gehen, um mich nicht mit ihm auseinandersetzen zu müssen. Dann ging mir die Hausarbeit aus, Langeweile machte sich breit und der Müßiggang führte zu Grübelei. Das tat mir nicht gut. Ich musste unbedingt etwas unternehmen.
Eine schwache Erinnerung brachte mich auf eine Idee. Eine kurze Recherche im Internet lieferte mir eine Telefonnummer. Ich wählte und lauschte auf das Freizeichen, bis sich eine Stimme meldete.
„Hallo? Hier das Foltermuseum, was kann ich für sie tun?“
„Ja, guten Tag. Mein Name ist Sven Gerke. Ich habe ein vermutlich seltsam klingendes Anliegen. Ich wollte fragen, ob sie Interesse an einem nachgebauten mittelalterlichen Pranger hätten?“
Ich erklärte, dass es sich um eine Requisite für ein Theaterstück gehandelt habe, das vor der Premiere abgesagt wurde, so dass ich nun auf der Auftragsarbeit sitzen geblieben war. Nein, nein, ich wollte kein Geld dafür. Es wäre nur schade um die ganze Arbeit, die ich hineingesteckt hatte, wenn ich ihn demontieren müsste.
Offenbar klang ich ausreichend überzeugend – oder **** – dass die Gegenseite nach anfänglicher Skepsis zusagte, sich das Teil zumindest anzuschauen. Unverbindlich natürlich.
Am nächsten Tag rollte eine Mittelklasselimousine auf den Parkplatz neben meinem Försterhaus. Eine Frau, circa vierzig, mit streng nach hinten frisiertem schwarzen Haar, in einem grauen Businesskostüm und weißer Bluse stieg aus, ging mir entgegen und streckte ihre Hand zum Gruß aus.
„Guten Tag. Mein Name ist Sonja Wolter vom Museum. Wir haben telefoniert.“
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Der Handwerker (Public)
Ich habe plötzlich genügend Geld, um nicht mehr arbeiten zu müssen, und widme mich meinem Hobby.
Das erste Kapitel dient ausschließlich der Einführung und es gibt noch keine "Action". Danach gibt es Zug um Zug mehr Handarbeit.
Updated on Oct 1, 2024
Created on Mar 11, 2023
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