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Chapter 10 by Toby Mark Toby Mark

Was haben denn Alexa und Annika inzwischen erlebt?

Neue Perspektiven für Alexa und Annika

Während Kralle ihre Klassenkameradinnen den Zuhältern zuführte, blieben Alexa und Annika wie befohlen im Frühstücksraum zurück. Sie warteten schon einige Minuten, als sich die Tür öffnete und eine schlanke hochgewachsene Frau den Raum betrat. "Ihr seid bestimmt Annika und Alexa? Guten Morgen, ich bin Kim!"

Die Frau war mit einem eng anliegenden schwarzen Rollkragenpullover gekleidet, dazu trug sie einen grauen Hosenanzug, schwarze hochhackige Schuhe und eine kleine graue Handtasche. Die beiden Mädchen waren überrascht, eine elegante Frau in diesem bisher nur von nackten Männern bevölkerten Club zu sehen.

Kim durchschritt lässig den Raum, zog sich einen Stuhl heran und setzte sich an den Tisch der Mädchen. Sie stellte ihre Handtasche vorsichtig auf der Tischplatte ab und sah Alexa und Annika abwechselnd ins Gesicht. Dann verzog sich ihr Mund zu einem leichten Grinsen.

"Anstrengende Nacht gehabt, was? Ihr seht müde aus."

Die Mädchen wussten nicht, was sie sagen sollten und sahen betreten nach unten.

"Bisher weiß ich nur eure Namen und euer Alter. Erzählt doch mal, was ihr so macht - wenn ihr nicht gerade an Gruppensex teilnehmt..."

Kralle sah im Festsaal zu, wie sich die Zuhälter die Mädchen vornahmen. Nachdem deren Körper ausgiebig erkundet worden waren und man sie Schwänze lutschen ließ, stand einer der Männer auf und nahm Kralle zur Seite.

"Ich hab ne Sache, bei der du mir vielleicht helfen kannst", sagte der Mann. Er zog ein paar Fotos aus der Tasche und gab sie Kralle. Kralle sah junge Frauen in kurzen weißen Tennisröckchen, dazu weiße Shirts und Sneaker. Manche Fotos waren direkt beim Spielen auf dem Tennisplatz entstanden. Auf anderen winkten die Spielerinnen, die er auf höchstens 18 bis 20 Jahre schätzte, als Gruppe fröhlich in die Kamera.

"Hübsches Material", sagte Kralle.

"Ja. Ist nur schwer an sie ranzukommen", sagte der Zuhälter. "Das sind alles Töchter reicher Leute. Arrogante Gören, wenn du mich fragst. Aber ich habe Kunden, die nach ihnen verlangen. Sind insgesamt sieben Mädchen. Bin schon ne Weile hinter ihnen her. Stehen leider ziemlich unter der Beobachtung der Eltern. Nächstes Wochenende, da fahren sie zu einem Tennisturnier, zu euch nach Hamburg. Nur ihre Trainerin wird dabei sei. Leider haben wir gegen die nichts in der Hand. Man müsste sie irgendwie ablenken, um sich die Girls zu schnappen. Fällt dir da vielleicht was ein? Du bist doch erfahren bei sowas."

Kralle blickte nachdenklich auf die Fotos. "Nächste Woche sagst du? Das wird knapp."

"Ich kann dir detaillierte Infos zu allen sieben liefern", sagte der Zuhälter. "Hab schon ne ganze Akte zu dem Auftrag angelegt."

"Wer sind denn die Auftraggeber?", fragte Kralle. Soweit er wusste, pflegte sein Kollege gute Kontakte zu Geschäftsleuten und Diplomaten aus dem arabischen Raum.

"Ich kann darüber nicht sprechen", wich der Zuhälter aus. "Das einzige, was du wissen musst: Da ist für uns viel Geld zu holen. Besonders wichtig wäre, dass du mir die Ware unbeschädigt lieferst, falls die eine oder andere noch Jungfrau sein sollte. Obwohl ich dafür die Hand nicht ins Feuer legen würde."

"Das ließe sich überprüfen - wenn wir sie denn in die Finger kriegen", sagte Kralle. Der Auftrag reizte ihn. Mit solch hübscher Beute könnte er einigen Spaß haben, bevor er sie nach Frankfurt weiterreichte. "Versprechen kann ich nichts, aber ich werde drüber nachdenken."

"Danke, Kumpel." Der Zuhälter nickte zufrieden, schlug Kralle freundschaftlich auf die Schultern und ging zu den nackten Schülerinnen zurück.

Im Frühstücksraum hatte Kim die beiden Mädchen schon eine ganze Weile nach Persönlichem ausgefragt, bis Annika die Geduld verlor.

"Was sollen die ganzen Fragen? Was wollen Sie eigentlich von uns?"

Kim lehnte sich entspannt zurück. "Du hast Recht. Es ist nur fair, wenn ich auch ein paar Fragen beantworte." Sie dachte einen Moment nach und zeichnete mit den Fingern kleine Kreise auf die Tischplatte. "Ich betreibe einen Escort-Service. Habt ihr eine ungefähre Vorstellung davon, was das ist? Ich vermittle meiner Kundschaft weibliche Begleitung. Wir gehen mit ihnen zum Beispiel ins Theater oder ins Restaurant - und danach häufig auch ins Bett. Das Entscheidende daran ist: Im Zweifelsfall können wir den letzten Schritt auch absagen. Und wir verdienen trotzdem noch gut daran. Wer meine Mädchen oder mich treffen will, zahlt mindestens 800 Euro. Allein dadurch hat unser Kundenkreis schon ein gewisses Niveau."

Kim machte eine kleine Pause und musterte die Mädchen. Weil diese schwiegen, fuhr sie fort: "Ich kann mir in etwa vorstellen, was gestern Nacht hier abgegangen ist. Und ich weiß auch, in welche Jobs eure Schulklasse jetzt gerade vermittelt wird. Ihr könnt euch ihnen anschließen, wenn ihr wollt. Aber ich denke, ich habe das bessere Angebot. Ihr zwei seht nicht nur ausgesprochen hübsch aus. Davon gibt es in eurem Alter genug. Was euch zwei attraktiver macht als andere, das ist ... na, sagen wir ... eine gewisse Ausstrahlung. Und ihr habt offenbar auch was im Kopf. Frauen wie euch kann ich in meinem Team gebrauchen. Bei mir fickt ihr übrigens auch nicht für die Schulden eures Lehrers. Was ich selbst, so ganz nebenbei, eher unbefriedigend fände." Kim grinste wieder.

"Warum müssen wir überhaupt mit irgendwem ficken?", fragte Annika. "Warum können wir nicht einfach nach Hause gehen?"

"Ich schätze, da kommen die Fotos ins Spiel, die der Herr des Hauses gegen euch in der Hand hat", sagte Kim. "Er wird euch nicht gehen lassen, ohne dass für ihn etwas dabei rausspringt. Nur die Aussicht, dass ihm eine Provision von mir mehr einbringt, hält ihn davon ab, euch wie die anderen zureiten zu lassen."

"Könnten Sie vielleicht auch Verena, meiner besten Freundin, so ein Angebot machen?", fragte Annika. "Sie ist jetzt da unten und -"

"Tut mir leid", unterbrach sie Kim und schüttelte den Kopf. "Die Auswahl trifft die Geschäftsführung. Welchen Deal die anderen bekommen, kann ich nicht beeinflussen."

Annika starrte sie stumm an. "Die Welt ist schlecht", sagte Kim, "daran können wir nichts ändern. Aber wenn wir den richtigen Moment erwischen, können wir uns ein größeres Maß an Kontrolle bewahren als andere. Und was ich euch anbiete, verspricht größtmögliche Kontrolle für euch."

"Falls wir für Sie arbeiten - ist dann nach acht Monaten auch alles vorbei?", fragte Alexa, "können wir bei Ihnen auch gehen, wenn wir die Schule verlassen?"

"Natürlich", sagte Kim, "ich zwinge euch zu nichts. Die meisten meiner Mädchen finden allerdings mehr Gefallen an der Sache, als sie selbst anfangs glauben. Es lohnt sich zudem finanziell, um sich zum Beispiel das Studium zu finanzieren. Aber das bleibt voll und ganz euch überlassen." Kim griff nach ihrer Handtasche und entnahm ihr einige zusammengefaltete Papiere. "Ich habe hier einen Fragebogen, den ihr bitte jeweils ausfüllt. Darin tragt ihr eure sexuellen Vorlieben ein und kreuzt an, zu welchen Praktiken ihr bereit seid. Es geht dabei nicht darum, dass ihr möglichst viele Kreuze macht. Lasst euch Zeit und denkt in Ruhe nach, bevor ihr mir den Bogen zurückgebt. Seid ehrlich mit euren Angaben, denn ich will euch nicht in Situationen bringen, die euch unangenehm werden könnten. Wichtig in unserem Job ist es, den Kundinnen und Kunden an den richtigen Stellen auch Nein zu sagen."

"Sie haben auch Kundinnen?", fragte Alexa überrascht.

Kim musste lachen. "Aber sicher Kleines, was dachtest du? Obwohl ich zugeben muss, dass deutlich weniger Frauen als Männer in der Kartei stehen."

Kim stand auf, kam um den Tisch herum und ging vor Alexa auf die Knie. Dann zog sie ihr langsam den Morgenmantel auf und besah sich das nackte Mädchen. "Willst du diesen hübschen Körper wirklich allein Männern überlassen?" Kim grinste, beugte sich vor und küsste Alexa leicht auf den Mund. Als diese den Kuss zaghaft erwiderte, wurden Kims Lippen fordernder und ihre Zunge spielte mit der des Mädchens. Alexa spürte, wie ihr im Bauch angenehm warm und kribblig wurde. Aber da löste sich Kim auch schon wieder von ihr und grinste sie an.

"Ich persönlich rate euch, so viel wie möglich auszuprobieren. Wenn ihr nur mit Männern schlaft, verpasst ihr was. Wenn ihr zu irgendwas Fragen habt oder eine Einführung braucht, dann ruft mich an. Lasst euch Zeit mit dem Fragebogen. Mitte nächster Woche melde ich mich, dann solltet ihr euch entschieden haben."

Damit stand sie auf, verabschiedete sich mit einer kleinen Verbeugung und verließ den Raum.

Schweigend studierten die beiden Mädchen den Fragebogen. Als Alexa aufsah, hatte Annika ein breites Grinsen im Gesicht. "Weißt du, was ich gerade denke?", fragte Annika.

"Könnte sein", kicherte Alexa. Ihr war, als habe sich gerade eine Tür zu einer neuen, abenteuerlichen Welt geöffnet. Und sie brannte darauf, diese Welt zu erkunden.

Ende der Geschichte (was mich angeht)

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