Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Chapter 6
Wen bittet Scheibner ins sein Büro?
Nadja
Scheibner beobachtete voller Vorfreude, wie Nadja sein Büro betrat. Ihr südländischer Charme mit olivfarbener Haut, mandelförmigen Augen und glattem, pechschwarzem Haar, das ihr bis zur Mitte des Rückens hinabfiel, hatte für ihn einen ganz besonderen Reiz. Eher minimalistisches Make-up unterstrich ihre natürliche Schönheit, wobei der Fokus auf einem kräftigen Eyeliner lag. Ihre zierliche, aber durchtrainierte Figur steckte in einem schlichten schwarzen Lederrock und einer weißen, kurz geschnittenen Bluse, die einen Hauch Taille enthüllte. Dazu trug sie bis über die Knie hochgehende schwarze Stiefel, was ihr ein wenig Verruchtheit verlieh.
Während sie auf ihn zuging, schienen ihre wachen Augen jedes Detail des Raums zu erfassen. Ihr Auftreten wirkte ruhig und gelassen. Sie begrüßten sich, Scheibner bot ihr sofort das Du an und auf seine Aufforderung hin setzte sich Nadja ohne zu zögern hin, ihre Haltung aufrecht, stellte ihre kleine Tasche neben sich auf den Boden und schlug die Beine übereinander.
„Danke, dass du mich als Mieterin in Betracht gezogen hast“, sagte sie mit einem leichten, sanft rollenden, östlichen Akzent, der Scheibner einen Schauer über den Rücken jagte. “Ich verstehe, dass der Wettbewerb um gute Wohnungen hart ist, aber ich glaube, ich kann dir etwas Einzigartiges bieten.“
Sie hatte auf jeden Fall sein Interesse geweckt. "Ach? Ich höre."
Nadja begann damit, ihre praktische Seite hervorzuheben. Sie sprach über ihr Ingenieurstudium und dass sie zuvor in ihrer Heimat bereits eine Ausbildung als Technikerin begonnen hatte. Dabei habe sie aber nicht vergessen zu leben und ihren Spaß zu haben, wie sie mit einem Augenzwinkern betonte. „Ich bin handwerklich sehr begabt“, fügte sie mit einem kleinen, verschmitzten Lächeln hinzu, was Scheibners schmutzige Fantasie anregte, die allerdings wieder verpuffte, als sie erläuterte: „Wenn etwas im Haus an der Elektrik oder Installation kaputtgeht, könnte ich es wahrscheinlich schneller reparieren als ein Profi – und das für weniger Geld.“
An seiner Reaktion bemerkte sie sofort, dass es ein Fehler gewesen war, das Gespräch auf eine sachliche, pragmatische Ebene zu ziehen. Dies entsprach zwar mehr ihrer Natur als frivoles Süßholzgeraspel. Doch bei diesem Typ Mann, der vor ihr saß, musste sie wohl andere Register aufziehen. Sie war gewiss kein Flirt-Profi, war aber bereit für die Wohnung alles zu geben.
„Ich wollte eigentlich nur sagen: Ich kenne mich sehr gut mit Technik aus“, erwähnte sie wie beiläufig mit ruhiger Stimme. “Ich habe sogar schon selbst einige ... unkonventionelle Geräte gebaut. Bei uns in der Heimat war es schwer, ausgefallene Dinge zu bekommen. Deshalb war es ziemlich nützlich, sich zur Not selbst behelfen zu können. Die Ergebnisse meiner Basteleien waren, wie soll ich sagen, sehr befriedigend. Die faszinierendste Erkenntnis dabei war für mich, wie viel Kontrolle man mit den richtigen Werkzeugen erlangen kann.“
Sie ließ die Aussage im Raum stehen und beobachtete verstohlen die Reaktion des Vermieters. Der zunehmenden Rötung seines Gesichts zufolge schien sein Blutdruck in die Höhe gegangen zu sein. Bestätigt durch diesen Erfolg, legte sie nach. „Ich suche nicht nur nach einer Unterkunft. Ich suche nach einem Ort, an dem ich der Gemeinschaft um mich herum einen Mehrwert bieten kann - und dem Vermieter selbstverständlich ganz besonders.“
Obwohl sie von Natur aus eher zurückhaltend war, spürte Nadja instinktiv, wie Scheibner ihren exotischen Charme zu erliegen begann, und sie überlegte, wie sie dies zu ihrem Vorteil weiter ausnutzen könnte. Spontan beugte sie sich leicht vor, stützte die Ellbogen auf die Knie und hielt den Blick des Vermieters mit ihren dunklen Augen fest.
"Du scheinst ziemlich ehrgeizig zu sein und genau zu wissen, was du willst", stellte er mit rauer Stimme fest.
"Und du scheinst jemand zu sein, der Ehrgeiz versteht und wertschätzen kann." Ihre Stimme wurde mit jedem Wort etwas leiser, was der Situation eine wachsende Intimität verlieh. Dabei rückte sie ihre Bluse ein wenig zurecht, sodass mehr Haut zum Vorschein kam – ein kalkulierter Schachzug, der seine Wirkung auf ihren Gesprächspartner nicht verfehlte. Scheibner merkte, dass er Gefahr lief, doch wieder seinem Schwanz das Denken zu überlassen. Als letzte Rettung zog er die Reißleine.
"Ich glaube, ich habe fürs Erste genug gehört. H-hrm. Danke erstmal. Ich werde mir das durch den Kopf gehen lassen und komme auf dich zurück."
Da das Gespräch damit offensichtlich beendet war, stand Nadja anmutig auf, strich ihren Rock glatt und, anstatt sofort zu gehen, trat sie noch einen Schritt näher an den Schreibtisch heran und beugte sich weit über die Tischplatte. Sie zögerte einen Moment, als würde sie überlegen, ob sie noch mehr sagen sollte. Dann zog sie nur süffisant einen Mundwinkel hoch und verließ wortlos das Büro.
What's next?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Das Studentinnen-Haus
oder: Wie man als Vermieter viel Spaß hat
Beim Immobilien-Unternehmer Meller kann man mietfrei wohnen - wenn man eine junge, hübsche Studentin ist und sich dem Hausbesitzer gegenüber aufgeschlossen zeigt...
Updated on Oct 8, 2025
by Toby Mark
Created on Oct 13, 2020
by Toby Mark
- All Comments
- Chapter Comments