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Chapter 16
by
Levantin
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Nach der Schule
Ich konnte das Ende der siebten Stunde kaum erwarten und hörte meinem Geschichtslehrer nur mit einem Ohr zu. Loona hatte mir geantwortet und gemeint, sie würde heute mit mir spielen. Sie hat meine „Notsituation“ sehr belustigend gefunden, aber dadurch habe ich mir auch eine Belohnung verdient. Ich habe mich anschließend nicht getraut, noch mehr Fragen zu stellen. Einmal beinahe nackt in der Schule erwischt zu werden, reicht für einen Tag. Der restliche Schultag ist relativ ereignislos verlaufen. Meine Gedanken kreisten die meiste Zeit um Loona und was sie heute mit mir anstellen würde.
Auf dem Weg nach Hause diskutierte ich mit Markus darüber, die Age of Empires 2 zu spielen, ich konnte jedoch nur begrenzt mit meinen Gedanken beim Thema bleiben. Als ich aus dem Bus ausstieg und die letzten Meter zu Fuß zu unserer Haustür lief, fing ich an nervös zu werden. Ich grüßte Frau Bühl, die sich mit Einkaufstüten im Hauseingang abmühte. Sie war eine ältere Dame, die in der Wohnung unter uns, zusammen mit ihren Katzen, lebte. Ich erbarmte mich ihrer und half ihr dabei, die Tüten nach oben zu transportieren. Sie wohnte zwar seit mindestens 10 Jahren alleine, schien aber immer noch für eine 4-köpfige **** einzukaufen. Es gelang mir, mich von ihr und ihren Geschichten über ihren letzten Arztbesuch loszureißen, stieg die letzte Treppe empor und stand nun endlich vor unserer Wohnungstür.
Mit klopfendem Herzen öffnete ich sie, schleppte mich hinein, zog meine Schuhe aus und bewegte mich durch das Wohnzimmer in Richtung meines Zimmers. Ich war mir nicht sicher, ob Loona schon zu Hause war oder ob sie erst noch kommen würde. Sie hat mir nicht gesagt, ob sie schon aus der Uni zurück sein würde, wenn ich Schluss habe oder nicht. Aufgrund des Spiels habe ich mich nicht getraut zu fragen. Ich schluckte und versuchte meine Nervosität zu unterdrücken. Niemand mag ein nervöses Bübchen, hörte ich meinen Opa in meinem Kopf sagen. Ich straffte meine Schultern und betrat unseren Bereich der Wohnung, den hinteren Teil, der vom vorderen, Hauptteil der Wohnung, durch eine Verbindungstür abgetrennt wurde.
Das Licht war aus, also war Loona vermutlich noch nicht zu Hause. Ich entspannte mich augenblicklich und gleichzeitig bedauerte ich, dass sie noch nicht hier zu sein schien. Die Tür ließ ich hinter mir zufallen, ging durch den Flur und betrat mein Zimmer. Ich entledigte mich meiner Jeans, schlüpfte in eine bequeme Jogginghose und startete meinen PC.
„Schön, dass du auch endlich hier bist, aber deinen Computer wirst du erstmal nicht brauchen, denke ich“, hörte ich Loona's Stimme hinter mir.
Mein Puls war sofort wieder auf 180, trotzdem versuchte ich, mir meine Nervosität nicht anmerken zu lassen. Ich drehte mich auf meinem Gaming-Stuhl in Richtung Tür. „Ich habe dich beim Reinkommen nicht bemerkt, dachte, du hast noch Uni“, brachte ich in erstaunlich beiläufigem Tonfall hervor.
Loona sah umwerfend aus. Sie hatte eng anliegende Jeans und ein bauchfreies T-Shirt an, das ihr Bauchnabelpiercing zur Geltung brachte. Ihre Haare fielen ihr offen über die Schultern, und ihre Augen strahlten mit dieser Intensität, bei der ich immer den Eindruck hatte, sie könnte bis auf mein Innerstes blicken. „Das liegt daran, dass du nicht nach mir gesucht hast. Ich war vorne in der Küche und habe bei den alten Avocados geklaut“, sagte sie, während sie mit vor der Brust verschränkten Armen breitbeinig in der Tür stand. „Willst du mich nicht begrüßen?“ Sie hob fragend eine Augenbraue.
Mein Mund wurde wieder trocken, und ich räusperte mich, um meine Stimme wiederzufinden. Ein Teil von mir wollte von meinem Stuhl aufstehen, zu ihr rüberkrachen und ihre Füße küssen. Jedoch wollte ein anderer Teil von mir das auf keinen Fall. Ich rang mit mir selbst und den widersprüchlichen Gefühlen in mir. Der nicht komplett devote Teil in mir, der versuchte, ein Stück Anstand und Ehrgefühl in mir zu bewahren, gewann diese Schlacht. „Hallo, Loona“, sagte ich mit leicht fragendem Unterton.
Sie grinste, und ihre Haltung veränderte sich. Sie wurde von der unnahbaren jungen Göttin zu der schönen jungen Frau, die sie war. „Scheinbar müssen wir das erst noch üben, kann ja nicht alles auf Anhieb klappen. Stimmt’s, Kleiner?“ Sie kam in den Raum und setzte sich mir gegenüber auf mein Bett. Dabei ließ sie den Blick durch mein Zimmer schweifen und blieb an dem Mülleimer neben meinem Bett hängen, in dem eine nicht unwesentliche Ansammlung von Taschentüchern lag. Sie hob spöttisch die Augenbrauen und sah mir ins Gesicht. Mein gespieltes Selbstbewusstsein zerbrach in tausend Einzelteile. Ich fluchte innerlich über meine Faulheit. Warum hatte ich den Müll nicht heute Morgen weg gemacht?
Man war das peinlich. Ich spürte, wie mir das Blut ins Gesicht schoss. Irgendwie paradox, dachte ich. Vor nicht einmal 8 Stunden hatte ich ihr ein Video von mir geschickt, in dem ich nackt auf dem Schulklo durch die Gegend renne. Und jetzt ist mir peinlich, dass sie weiß, dass ich wichse. Als ob das was Besonderes ist. Doch die rationalen Argumente, die mein Gehirn produzierte, konnten gegen meine Gefühle nichts ausrichten.
„Das ist nicht, wonach es aussieht“, sprudelte es aus meinem Mund heraus, bevor ich mich aufhalten konnte. Idiot schalt ich mich im selben Augenblick. Was soll es denn sonst sein? Loona lachte auf. „Natürlich nicht. Das sind deine Vorräte von letztem Jahr. Du behältst sie als Lufterfrischung in deinem Zimmer, weil du den Geruch von Sperma einfach so doll liebst. Stimmt's oder habe ich recht? " Ihre Äugen funkelten schalkhaft und mir viel darauf keine schlagfertige Erwiderung ein.
„Jetzt komm her, wir müssen ein paar Regeln festlegen.“ Sagte sie und zeigte mit ihrem Finger vor ihr auf den Boden. Ich stand wie in Trance auf und setze mich im Schneidersitz vor ihr hin.
„Braver Junge“ kommentierte sie mein Verhalten und lächelte mich an. Ein offenes und ehrliches Lächeln, das auch ihre wunderschönen Augen erreichte und zum Rechten brachte. Für diese Lächeln hätte ich alles getan.
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Johns Verhängnis
Selbstfesseln kann gefährlich sein.
John will seinem "Hobby" der Selbstfesselung nachgehen, doch es läuft anders als er es sich erholft hat, doch vielleicht so wie er es sich ertäumt hat.
Updated on Jun 8, 2026
by Levantin
Created on Nov 3, 2023
by Levantin
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