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Chapter 23 by berni berni

Was bring der Folgetag

Misslungener Fluchtversuch

Die Nacht ist eine endlose Qual. Im Dunkeln des Kellers hänge ich gefesselt an der Wand, die Arme hoch über dem Kopf, die Beine gespreizt und fixiert – jeder Muskel protestiert, pocht von den Sessions des Tages. Der Plug vibriert in unregelmäßigen Wellen, mal sanft, mal brutal, sendet Schauer durch meinen Körper, weckt Erregung, die nirgendwo hinführt. Elektroden an den Ringen beißen zu, Stromstöße jagen durch Brust und Genitalien, lassen mich zucken, wimmern in den Knebel, Speichel rinnt über mein Kinn, tropft auf den Boden. Schlaf? Kaum. Nur kurze Momente der Erschöpfung, unterbrochen von neuen Impulsen, die mich wachreißen. Die Dunkelheit drückt, der modrige Geruch erstickt, Gedanken rasen – Reue, Angst, ein Funke Hoffnung auf Morgen. Ich leide, stundenlang, bis der erste Lichtschein durch ein winziges Gitter sickert.

Am Morgen klickt die Tür, Claire und Forian treten ein – frisch, ausgeruht, als wäre nichts gewesen. „Guten Morgen, Samuel“, sagt Claire ruhig, löst die Fesseln, entfernt Plug und Elektroden mit effizienten Händen. Mein Körper sackt zusammen, zittrig, wund. „Du hast die Nacht überstanden. Jetzt duschen und frühstücken – fast normal.“ Forian stützt mich, führt mich hoch ins Badezimmer, wo warmes Wasser prasselt, Seife die Spuren des Abends abwäscht. Ich dusche allein, das Wasser lindert die Schmerzen, weckt neue – die Markierungen brennen, die Ringe ziehen. Danach ein Morgenmantel – weich, flauschig, eine unerwartete Gnade, die mich fast normal fühlen lässt. Sie führen mich in die Küche, setzen mich an den Tisch – kein Knien diesmal. Frühstück: Kaffee, Brot, Eier, fast wie ein Mensch. Ich esse langsam, genieße die Freiheit, die Pause, während sie beobachten, plaudern über banale Dinge.

Aber die Freiheit weckt Ideen. Als sie kurz abgelenkt sind – Claire holt etwas, Forian am Telefon –, nutze ich den Moment. Ich schlüpfe durch die Terrassentür, renne barfuß über den Rasen, der Morgenmantel flattert, das Herz hämmert. Der Umschwung ist groß, der Zaun in Sicht – hoch, mit Stacheldraht, aber kletterbar? Ich springe hoch, greife zu, ziehe mich rauf – **** in den Händen, die Füße rutschen. Fast oben, doch der Draht ritzt meine Haut, und plötzlich Rufe: „Sam!“ Claire und Forian sprinten herbei, packen mich brutal, zerren mich runter. Forians Griff wie ein Schraubstock um meinen Arm, Claire reißt am Morgenmantel, der zerreißt. Ich wehre mich, trete, schreie – vergeblich. Sie schleifen mich zurück ins Haus, meine Füße schürfen über den Boden, der Rasen hinterlässt grüne Flecken. „Du Narr“, knurrt Forian, während Claire flüstert: „Das wirst du bereuen.

“Im Salon werfen sie mich zu Boden, zerren mich zum Pranger – eine Holzkonstruktion, Kopf und Hände in Löcher fixiert, der Hals drückt, die Arme gestreckt. Beine gespreizt, Manschetten um die Knöchel, an Ringen befestigt – ich bin hilflos, gebückt, exponiert. Sie beraten laut, als wäre ich nicht da: „Strafe muss hart sein“, sagt Claire. „Er hat die Verlängerung angeboten – lass uns sie nutzen. Etwas, das er lange spürt.“ Forian nickt, holt eine Schere – groß, scharf, glänzend im Licht. Er nähert sich mir, das Metall klickt, und ich erstarre, ahne Schlimmes – Haare? Oder Schlimmeres? „Ja, das wird er spüren“, murmelt er, und die Schere schnappt zu.

Kommt das Schlimmste?

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