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Chapter 12 by Filiusfiliae

Wie geht es weiter?

Meine Schwester berichtet mir von ihrer Entjungferung

„Bist du noch Jungfrau, Anna?“

„Nein“, antwortet sie schüchtern lächelnd. Ich vermutete schon so was.

„Und wer war es?“

„Der mich geknackt hat?“

„Ja.“

„Du kennst ihn.“

„Na, jetzt kannst du es mir doch wohl sagen, oder?“

Anna schweigt einen Moment, schluckt und sagt dann: „Benny.“

Mein bester Freund!

„Was für ein Schuft. Schändet meine Schwester und erzählt mir nichts davon!“

„So war es ja auch nicht!“, empört sich Anna.

„Na dann erzähl mal“, fordere ich sie auf, „wann war das denn überhaupt?

„Vor vier Monaten.“

„Was???“, rufe ich laut. „Da war er doch noch mit Denise zusammen!!!“

„Musst du so brüllen?“, zischt meine Schwester mich an, „müssen die anderen ja nicht unbedingt erfahren, oder? Vorschlag: Ich erzähle dir, wie alles sich zugetragen hat, und du verkneifst dir währenddessen Wertungen und Kommentare, unterbrichst mich nicht. Okay?“

„Einverstanden. Dann erzähl mal.“

Und Anna erzählt:

„Es war das Wochenende, an dem meine Handballmannschaft den Aufstieg feierte. Du warst mit deiner Fußballmannschaft zu einem Auswärtsspiel inklusive Übernachtung, Mama und Papa waren auf einer Flusskreuzfahrt, Oma auf Besuch bei einer Schulfreundin in Italien.

Die Aufstiegsfeier war schön und lustig, meine Mannschaftskollegin Denise war auch da und natürlich ihr Freund Benny. Alle fröhlich, gute Stimmung, nicht zuletzt befördert durch reichlich vorhandene Alkoholika. Dann, war schon später, ein unerfreulicher Wortwechsel zwischen Denise und Benny, der Mimik und Gestik nach. Bald darauf rauschte Denise missgelaunt ab. Wir, die noch da waren, das war die Mehrheit, ließ sich davon nicht stören. Benny ging an mir vorbei, wir kamen ins Gespräch, er setzte sich zu mir, wir unterhielten uns prächtig. Er äußerte sich bekümmert über Denise, ich versuchte ihn aufzubauen, ich weiß ja, dass Denise im zwischenmenschlichen Umgang manchmal schwierig ist. Dann war es doch langsam Zeit zu gehen, ich doch ziemlich angetütert, Benny auch nicht mehr nüchtern, aber doch noch klar bei Verstand. Er bot mir an, mich nach Hause zu begleiten, ich nahm dankend an. Dann gingen wir durch die Nacht, und du weißt ja, wie weit der Weg vom Vereinsheim nach Hause ist, unterhielten uns dabei über Gott und die Welt.“

Wie geht es weiter?

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