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Chapter 17 by ThormGravis

Wie geht es mit Max weiter? Kommt sie sicher nach Hause? Und was hat der Alte vor?

Max sucht einen Weg nach Hause

Max stand noch eine ganze Weile vor der Tür des Alten und war zu verdutzt, um irgendetwas zu tun. Scham und verletzter Stolz mischten sich in ihrem Inneren, doch schließlich gesellte sich auch Wut hinzu und übernahm die Kontrolle über ihr Gefühlsleben. Der alte Sack hatte sie nicht wie gehofft gerettet, sondern verarscht und benutzt, und Max war nicht der Typ Frau, der sich so etwas gefallen ließ. Die Wirkung des Tasers war vergangen, ihre Hitze war plankem Zorn gewischen und auch die **** wirkten nicht mehr. Sie kaute einige Augenblicke auf ihrer Unterlippe herum, während in ihr der Plan reifte, einfach die Tür einzutreten und den alten Sack windelweich zu prügeln. Sie stellte sich bereits sein verschrecktes Gesicht vor, wenn die hemmungslose kleine Latina, die er eben wie eine Hure behandelt hatte, seine Tür durch den halben Raum kicken und ihn danach vermöbeln würde. Der Gedanke gefiel Max ausgesprochen gut, doch gerade als sie zu einem wutgeladenen Spinkick ansetzen wollte, um sich Zutritt zur Wohnng zu verschaffen, hörte sie Schritte, die über die knarzende Treppe nach oben kamen. Dem Geräusch nach nach zu urteilen, handelte es sich um mindestens drei Paar schwerer Stiefel. Vorsichtig schaute Max über das morsche Geländer nach unten und sah, dass vier große Männer in schwarzen Anzügen heraufkamen. Sie passten zu diesem heruntergekommenen Laden etwa so gut wie Max´ aktuelle Klamotten zu einer Highsocietyparty. Ihre alte, tief verwurzelte Furcht packte sie: Mantikor hat mich gefunden, ging es ihr durch den Kopf. Sie war sich sicher, dass das unmöglich war, doch sie konnte kein Risiko eingehen. So schluckte sie ihre Wut auf den alten herunter und sprang mit ein paar federleichten Sätzen die Treppe zum nächsten Stockwerk nach oben. Von dort riskierte sie einen neuen Blick und stellte überrascht fest, dass die vier Männer vor der Tür des Alten stehen blieben und energisch klopften. Einen Augenblick lang hoffte sie, dass sie den Alten für sie umlegen würden, doch als dieser die Tür öffnete, begrüßte er den Anführer der Neuankömmlinge freundlich und höflisch und bat ihn herein, während die anderen drei in typischer Türsteherpose draußen blieben und Wache hielten. Offenbar betrieb der Alte Geschäfte, die nicht gestört werden sollten. Max verspürte den WUnsch, herunterzugehen, die Wachen zu vermöbeln und den Alten dann mit ihrer Rückkehr zu überraschen, um so herauszufinden, was er da unten trieb. Dann fiel ihr wieder ein, in welcher Situation sie war und was für Klamotten sie trug. Sei froh, wenn du wieder daheim bist und vergiss den heutigen Abend einfach, sagte sie zu sich selbst und schärfte siche in, dass trotz ihrer übernatürlichen Schnelligkeit und KRaft drei ausgebildete Bodyguards ein ernstzunehmendes Risiko bedeuteten, zumal in einem so schmalen Korridor, in dem sie ihre Schnelligkeit nicht wie auf freier Fläche ausspielen konnte. SIe atmete noch einmal schwer durch und stieg dann die Treppe weiter nach oben. Sie hätte auch einfach runter gehen können, schließlich mußten die Wachen sie in ihrem Outfit für eine lokale Crack-Hure halten, doch das Risiko von ihnen begrabscht und gefickt zu werden war ihr einfach zu groß.

Bis zum Dach gab es keine Möglichkeit mehr, das Gebäude zu verlassen, doch von dort aus führte eine Feuerleiter über mehrere Absätze nach unten. Max folgte ihr und fragte sich, ob es sich vielleicht lohnen würde, über den schmalen Sims an den Fenstern entlang zu schleichen, um den Alten und seinen Geschäftspartner zu belauschen, entschied sich dann aber dagegen. Sie wollte nur noch eins: Nach Hause und eine lange, warme Dusche nehmen und dann den Abend vergessen. Dass klang nach einem guten Plan, doch ein Problem bestand nach wie vor: Sie hatte keine Ahnung wie sie heimkommen sollte und wo sie überhaupt war. Den Hinweg hatte sie im Fußraum des Wagens verbracht und die Richtung der Fahrt nicht verfolgen können. Außerdem war sie dank des ausführlichen blowjobs, den sie gegeben hatte, nicht mehr in der Lage zu sagen, wie lange sie gefahren waren und konnte folglich auch nicht einschätzen, wie weit sie von ihrem Zuhause entfernt sein mußte. Und ihr mangelnder Orientierungssinn besorgte den Rest. Die Vorstadtbaracken von Seattle sahen irgendwie alle gleich aus. Es waren mittlerweile eher urbane Kriegsgebiete und Heimstätten für den absoluten Bodensatz der Gesellschaft als gute, ordentliche Vorstadtslums, die sie einst gewesen waren. Als Max den Fuß der Feuerleiter erreichte, überlegte sie kurz über den Weg, den sie wählen sollte, dann wurde ihr bewusst, dass eine Richtung so gut wie die andere war, solange sie nicht wußte, wohin sie mußte. Daher entschied sie sich, den dunklen, verschlungenen Gassen zu folgen, da sie wenigstens nicht Gefahr lief, von irgendjemandem, den sie kannte und der zufällig hier etwas zu erledigen hatte, gesehen zu werden. Nach einigen Schritten bemerkte sie, dass ihre Brüste immer noch leicht gribbelten, wahrscheinlich eine Nachwirkung der ****, die der Alte ihr verabreicht hatte. Sie blickte nach unten und stutzte einen kurzen Augenblick. Irgendwie kamen ihr ihre ohnehin schon großen Brüste noch ein wenig praller und voller vor als zuvor. Sie schüttelte den Kopf bei dem Gedanken. Die Vorstellung, dass ihre Titten in den letzten Stunden gewachsen waren, war absurt. Wahrscheinlich war es nur das widerliche "Fickbitch"-Top, das kaum etwas bedeckte, was für diese Fehleinschätzung sorgte.

Max hatte sich etwa eine Viertelstunde lang zwischen den heruntergekommenen Häusern herum getrieben, war mal hier hin und mal dort hin gegangen und kam doch nirgendwohin, wo sie hätte erahnen können, wo sie sich genau befand. Schließlich mußte sie sich seufzend eingestehen, dass sie ohne die Orientierungshilfe durch einen Bewohner dieses widerlichen Stadtteils wahrscheinlich noch Stunden brauchen würde, bevor sie nach Hause gekommen wäre. Und ein Blick auf den Horizont, der sich langsam von schwarz zu blau verwandelte, verriet ihr, dass es wohl kaum mehr als eine Stunde dauern würde, bis die Sonne aufging und dann mehr Menschen die Straßen bevölkern würde. Max hatte nicht vor, diesen Zeitpunkt noch in diesen Klamotten in diesem Teil der Stadt zu verbringen. Also überwandt sie ihren Stolz, der ihr gebot, mit niemandem Kontakt aufzunehmen und ging zum nächsten Penner herüber, den sie fand. Sie rüttelte ihn unsanft wach. Der versiffte Kerl machte große Augen als er Max in ihrem viel zu nuttigen Outfit vor sich sah.

"Ist heute mein Glückstag?" fragte er und starrte auf ihre prallen Titten, wobei er ein Lächeln offenbarte, das jedem Zahnarzt einen Schlaganfall versetzt hätte.

"Ich bin nicht in der Stimmung für Anmachen oder blöde Sprüche," knurrte Max, packte den verdutzt dreinschauenden Kerl, hob ihn locker hoch und drückte ihn gegen die Wand, "in welchem Teil von Seattle bin ich? Du hast fünf Sekunden Zeit zu antworten. Und wenn du dein Maul nicht aufkriegst oder mir deine Antwort nicht gefällt, wirst du gleich noch ein paar Zähne weniger haben."

Der Penner schluckte und war sichtlich irritiert, dass dieses zierliche Mädel mit dem Nuttenoutfit ihn hochhob, als sein sie ein mit Steroiden vollgepumpter Preisboxer. "South Central," sagte er schnell, "nahe an der Station der Linie 9." Dabei deutete er mit zitterndem, ausgestreckten Arm in eine Richtung, die ihr wohl sagen sollte wo sie die Ubahnstation finden würde.

"Geht doch, und wenn du jetzt kein Kommentar über mein Outfit machst, bleibst du auch am Leben," fauchte sie verbittert und ließ den Penner los, der zitternd zusammensackte.

Max achtete nicht weiter auf den Kerl, sondern setzte sich in die gewiesene Richtung in Bewegung. DIe U-Bahnen fuhren schon seit dem großen Kollaps nicht mehr in Seattle, doch dort würde es sicher einen alten Linienplan geben, der ihr verriet, welche Richtung sie zurück ins Zentrum gelangen würde. Sie strich sich zum Gott-weiß-wievielten-male ihr viel zu kurzes Miniröcken glatt und zupfte sich das Top zurecht, dass von ihren Titten fast gesprengt wurde. Es geschah schon ****, ohne dass sie drüber nachdachte. Nach einer Weile erblickte sie die Treppe, die zur alten U-Bahn-Station herunterführte, doch es gab ein weiteres Problem, was Max beim Verlauf der letzten Stunden nicht im geringsten störte: Die Treppe lag auf der anderen Seite einer alten Hauptverkehrsstraße, in die die enge Gasse mündete, aus der Max gerade kam. Zwischen ihr und der Treppe lagen damit nicht nur gut drei Duzend Meter ohne Deckung, auf der sie in der anbrechenden Tagesdämmerung hervorragend gesehen werden konnte, sondern direkt neben der Treppe befand sich eine große, heruntergekommene Kneipe, aus der trotz der frühen Morgendstunden immer noch dumpfe Bässe klangen. Davor standen eine Reihe von Motorrädern, deren Erscheinungsbild und einheitliche Farben deutlich verrieten, dass sie irgendeiner Gang gehörten. Zwei Biker in Lederjacken standen vor der Tür, rauchten, nahmen gelegentlich einen Schlug aus Bierflaschen und unterhielten sich lautstark und prahlend mit einander. Max brauchte kein Supergehör, um festzustellen, dass sie über irgendeine Schlampe namens Mandy sprachen. Offenbar waren sie abgestellt worden, um die Motorräder ihrer Kumpane zu bewachen. "Na, super, viel besser gehts ja nicht mehr," fluchte Max leise. Das letzte, was sie jetzt noch brauchte, war ein gangbang mit einer Horde besoffener Biker, doch sie erkannte auch eine Möglichkeit. Wenn es ihr gelingen würde, die beiden Wachen auszuknocken, könnte sie sich eins der Bikes klauen und wäre im Handumdrehen in Downtown. Sie war eine gute Fahrerin und bezweifelte, dass die Kerle in der Kneipe schnell genug reagieren könnten oder nüchtern genug wären, um sie einzuholen. Wenn der Plan allerdings schief ging, wären die Biker sicher sehr ungehalten und ein gangbang wäre ihre kleinste Sorge.

Und da war noch etwas anderes. Irgendwie fühlte Max sich beobachtet. Sie blickte sich aus den Augenwinkeln herum, doch bei den vielen leeren Fenstern mit teils halb verschlossenen Rolläden konnte sie nichts erkennen, auch nicht als sie herumwirbelte um einem eventuellen Überraschungsangriff zuvor zu kommen. Doch da war niemand, so dass sie sich mißtrauisch und verärgert über ihre scheinbare Paranoia wieder den Bikern zuwandte. Eine der Wachen verschwand gerade um eine Straßenecke und in einer Gasse. Wahrscheinlich mußte er pissen. Das war Max´ Chance.

Geht Max das Wagnis ein?

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