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Chapter 2 by HippieEnergyFlow
Was ist los?
Marie mit Rotwein
[Vici:]
Ich fuhr herum, schneller als elegant, und hielt mir reflexartig den Unterarm über die Brüste. Nicht aus Scham – Scham ist nicht so meins –, sondern weil der Schreck mich einfach automatisch in Verteidigungshaltung gebracht hat.
Im Türrahmen zum Wohnzimmer lehnte Marie! Barfuß, in einem dieser alten, ausgewaschenen XXL-Bandshirts, die sie immer von irgendwelchen Konzerten mitbringt und die ihr bis knapp unter den Arsch reichen. In der einen Hand hielt sie eine halbvolle Flasche Rotwein, in der anderen zwei Gläser, die sie gerade erst aus dem Schrank geholt haben musste. Ihre Augenbrauen waren hochgezogen, Mundwinkel leicht amüsiert.
„Servus, Nackertl“, sagte sie gedehnt. „Ich wollt dich ja nicht beim.. Meditieren stören.“
„Du Arsch“, lachte ich, ließ aber langsam den Arm sinken. „Seit wann bist du da?“
„Seit ungefähr der Stelle, wo du angefangen hast, deinen Bauch zu streicheln, als wär er aus Samt.“ Sie trat einen Schritt näher, musterte mich ganz unverhohlen von oben bis unten. „Und bevor du fragst: Ja, die Tür war offen. Ralph hat anscheinend wieder vergessen abzuschließen, bevor er abgehauen ist.“
„Typisch.“ Ich schüttelte den Kopf, spürte aber, wie sich die Gänsehaut von vorhin langsam in etwas anderes verwandelte. Etwas Wärmeres. Maries Blick hatte diese Wirkung. Immer schon gehabt.
Sie stellte die Gläser auf das kleine Schuhkastl neben der Tür und goss uns beiden ein, ohne den Blick von mir zu nehmen. Der Wein war dunkel, fast schwarz im schwindenden Licht des Laubengangs.
„Hast du heute noch was vor“, fragte sie, „oder darf ich dich entführen?“
Ich nahm das Glas, das sie mir hinhielt. Unsere Finger berührten sich länger, als nötig gewesen wäre. Kribbeln. Absichtlich.
„Ich bin grad erst heimgekommen“, sagte ich und nahm einen Schluck. Der Wein war schwer und samtig, genau wie ihre Stimme gerade. „Eigentlich wollt ich nur… entspannen.“
„Aha. Entspannen.“ Marie grinste schief. Sie trat noch einen halben Schritt näher, bis ich den schwachen Geruch von Terpentin und ihrem Lieblingsparfüm wahrnahm. „Und wie genau wolltest du das anstellen, bevor ich dich unterbrochen hab?“
Ich hielt ihrem Blick stand. Spürte, wie sich meine Lippen ganz von allein zu einem kleinen, frechen Lächeln verzogen.
„Ich war grad dabei, mir selbst zu beweisen, dass ich auch ohne Gesellschaft sehr gut klarkomm.“
„Beweisen?“ Sie lachte leise, dunkel. „Zeig’s mir.“
Einen Moment war es ganz still. Nur das leise Rauschen der Stadt unten im Hinterhof und unser beider Atem. Mein Puls klopfte jetzt deutlich zwischen meinen Schenkeln. Ich stellte das Glas ab. Langsam. Sehr langsam.
Dann legte ich meine rechte Hand wieder auf meinen Bauch, genau dort, wo ich vorhin aufgehört hatte. Und fuhr tiefer.
„So ungefähr“, murmelte ich, ohne den Blick von ihren Augen zu nehmen.
Marie atmete scharf ein. Aber sie bewegte sich nicht. Noch nicht.
„Weiter“, sagte sie leise. Fast schon ein Befehl.
Was passiert jetzt?
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Booty Call
Lust auf mehr
Vici genießt die Freiheit mal alleine in der WG zu sein ...
Updated on Jan 26, 2026
by HippieEnergyFlow
Created on Apr 2, 2024
by HippieEnergyFlow
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