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Chapter 14

What's next?

Maria Josepha flieht

„Iek!“

Ein schwaches Piepsen, wie das eines kleinen Vogels entrang sich ihrer Kehle. Aus allen Richtungen blickten Menschen in ihre Richtung und erste Mobiltelefone wurden gezückt.

Maria Josepha stolperte rückwärts, bis sie an die stabilen Gitterstäbe ihres Käfigs stieß. Dabei versuchte sie, mit Händen und Armen die wesentlichen Portionen ihres der Allgemeinheit offenbarten Körpers zu bedecken. Dabei wusste sie selbstverständlich, dass es im Grunde zu spät war. Jeder Umstehende hatte schon deutlich mehr gesehen, als ihr lieb gewesen wäre. Und vor allem hatte jeder mitbekommen, was sie getan hatte. Selbst wenn sie den durchdringenden Lustschrei nicht gehört haben sollten – was mehr als unwahrscheinlich war – hatten alle die letzten Sekunden und das überwältigende Ende gesehen.

Ihr Gesicht leuchtete heller als eine rote Ampel. Zumindest hatte es einen kleinen Vorteil, dass sie vollkommen nackt war: niemand konnte erkennen, dass sie aus dem Kloster kam.

„Hey, das ist ja eine Nonne!“

Der begeisterte Ruf kam von rechts. Ein paar Jungs in Fußballtrikots dort hatten die an den Haken aufgehängten Kleider entdeckt und die richtigen Schlüsse gezogen.

Zu Maria Josephas Entsetzen war die Kleiderstange im gleichen Moment, als die Zeltbahnen nach unten rauschten, zurückgezogen worden und hing nun außerhalb des Käfigs. Flink eilte die Nackte in diese Richtung und streckte einen Arm durch das Gitter, um sich die Klamotten zu angeln. Notgedrungen musste sie damit die Hälfte ihres Sichtschutzes aufgeben. Das kleinere Übel wählend bedeckte sie das dunkle Dreieck krauser Haare unter dem sich knallrot und geschwollen die von ihrem selbstverliebten Spiel gereizten Schamlippen abzeichneten.

So sehr sie sich auch bemühte und streckte, die Kleidungsstück blieben außerhalb ihrer Reichweite. Mit den Fingerspitzen erreichte sie gerade so eben den glatten Stoff, konnte ihn aber nicht packen und zu sich heranziehen.

Peinlicherweise musste sie sich dabei so eng an die Gitterstäbe drängen, dass auch ihr üppiger Busen daran gequetscht und nach oben gedrückt wurde, was ein durchaus beeindruckendes und reizvolles Bild für die Zuschauer ergab. Die feixenden Jungs hatten längst ihre Handys auf sie gerichtet und das unaufhörliche Klicken der Kameras zeigte deutlich, was sie damit machten.

„Das sind tolle Fotos für die Unschicklichen Schwestern.“

„Ja, jetzt weiß ich endlich, was ich mit dem neuen Account machen kann.“

„Ich lade gleich mal was hoch.“

Maria Josepha verstand nicht, was der Unsinn bedeutete, über den die Burschen plapperten, und ignorierte ihn. Das einzig Wichtige war, dass sie aus dem Blickfeld der vielen Leute verschwinden konnte.

Alle Versuche, an ihre Schwesterntracht zu gelangen, scheiterten. Und die frechen Kerle um Hilfe zu bitten, brachte sie nicht über sich. Einer Panik nahe blickte sie um sich, ob es irgendeine andere Möglichkeit gab, wie sie sich diesem Alptraum entziehen konnte.

Ihre Augen fielen auf die Tür, die sie selbst verriegelt hatte. Mit einem Schrei der Erleichterung stürmte sie auf den Ausgang zu. Doch wenn auch er plötzlich automatisch verschlossen war? Was sollte sie dann tun? Zweifel überkamen die Flüchtende. Hektisch riss sie an dem Riegel und – puh! – widerstrebend und quietschend bewegte er sich. Hals über Kopf stürmte sie durch die Tür.

„Oh!“

Hunderte von Jahrmarktbesuchern flanierten zwischen den Zelten und Buden und sahen sich plötzlich mit einer unbekleideten, reifen Frau konfrontiert, die mit hochrotem Kopf auf Gasse stürmte. Unzählige Gesichter wandten sich ihr zu, zumeist überrascht und zum überwiegenden Anteil amüsiert. War das Teil der Show? Der Rummel war einigermaßen frivol und bot etliche sexy Attraktionen. Aber dies war eindeutig eine Klasse für sich!

Maria Josepha sprintete los, einen Arm um die hüpfenden Titten geklammert, die andere Hand fest zwischen die Beine geklemmt. Natürlich besaß sie nichts, mit dem sie ihre Kehrseite hätte bedecken können. Und so folgten ihr unzählige Pfiffe und anzügliche Bemerkungen, während die Leute ihren prallen, beim Rennen hin und her wackelnden Pobacken hinterherschauten.

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