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Chapter 12

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Maria Andrea stolpert durch den Ausgang

Maria Andrea rannte kopflos durch das grässliche Spiegellabyrinth. Jeder Spaß war ihr vergangen und sie fragte sich, ob sie jemals wieder in Freiheit gelangen würde.

Beide Arme hielt sie schützend vor sich ausgestreckt, alle paar Schritte stieß sie damit gegen eine unsichtbare Wand und war ****, die Richtung zu ändern. Sie wusste längst nicht mehr, wo vorne, hinten, links und rechts war. Mit Glück konnte sie noch oben und unten unterscheiden.

Das Erschreckendste war, dass sie anscheinend nicht in der Lage war, dem jungen Burschen zu entkommen, der sie aus jedem erdenklichen Winkel des Spiegelkabinetts heraus ansah. Noch immer trug er nur sein Adamskostüm und es war mehr als offensichtlich, welche große Freude es ihm bereitete, die Nonne mit dem unbedeckten Hinterteil zu verfolgen. Auch wenn Maria Andrea als züchtige Ordensschwester keinerlei Erfahrung in solchen Dingen aufweisen konnte und sie sich zusammenriss, ihn nicht unterhalb der Gürtellinie anzuschauen, waren gewisse herausragende Veränderungen an ihm nicht zu übersehen.

Ihn hingegen schien eigentlich nur die Region unterhalb ihrer Gürtellinie zu interessieren, ganz besonders natürlich aus der Rückansicht.

Völlig unerklärlich und unvorhersehbar war für die Fliehende, wann sie ein Spiegelbild des Kerls passierte und wann er ihr in Person auflauerte. Immer wieder klatschte seine flache Hand im Vorbeilaufen mit Schmackes auf ihre ungeschützten Backen. Bald schon brannte ihr Po wie Feuer und leuchtete so rot wie das Bremslicht eines Autos. Bei jedem Schlag ließ sie nur ein kurzes „Autsch!“ hören, zum Jammern hatte sie keinen Atem mehr.

Und dann, plötzlich und unerwartet, stolperte sie ins Freie. Geblendet vom hellen Sonnenlicht schirmte sie ihre Augen ab. Komisch, sie hatte gar nicht bemerkt, dass sie durch eine Tür getreten war. Auch hatte nichts in den zahllosen, verwirrenden Illusionen ihr auch nur eine Andeutung gegeben, dass sie einen Ausgang gefunden hatte. Verwundert drehte sie sich um. Merkwürdigerweise fand sie sich vor einer durchgehenden blauen Holzwand wieder. Keine Tür, kein Anzeichen eines Durchgangs oder sonst einer Öffnung. Misstrauisch berührte sie die Bretter, ob sie sich verschieben oder wegdrücken ließen, um eine versteckte Pforte preiszugeben. Sogar, dass sich die Wand vor ihr in Luft auflösen könnte, hielt sie nicht mehr für ausgeschlossen.

Nach und nach drangen die Rufe und Pfiffe hinter ihrem Rücken in ihr Bewusstsein.

„Jiek!“

Sie wirbelte herum und schlug reflexhaft die Hände auf ihre Sitzfläche, um diese vor unbotmäßigen Blicken zu verbergen. Autsch! Sofort erkannte sie den Fehler, ihre brennende Kehrseite war gegen jede Berührung empfindlich.

Zahlreiche Passanten und Umstehende schauten in ihre Richtung, grinsend, johlend und gestikulierend. Hitze stieg ihr ins Gesicht, das bald ebenso rot leuchtete wie die Gegenseite.

Sie raffte ihre zerstörten Röcke hinter sich zusammen und schlich Fuß um Fuß im Krebsgang zur Seite, um der schaulustigen Menge zu entkommen.

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