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Chapter 87 by Rosenkavalier Rosenkavalier

Herrin oder Hengst?

Machtspiele

Der Weg nach Hause war wundervoll. Sarah blickte immer wieder auf zu Bastien, der so viel größer war als sie. "Du begleitest mich." Das war ihre Ansage gewesen, die Bastien mit einem Nicken quittiert hatte. Schweigend ging er einen kleinen Schritt hinter ihr, wie ein großer dunkler Schatten. Seine Anwesenheit erregte sie. Nach dem ganzen Abend anregender Gespräche und eindeutiger Inhalte hatte sie Lust. Sie hatte Bastien sensible Finger schon in sich gespürt und ahnte, wie sinnlich und machtvoll er sein würde. Sie wusste auch, dass das Spielt mit Macht und Unterwefung wechselseitig war. Sie als Herrin, er als Diener. Und doch kam es darauf an, sich gegenseitig möglichst große Lust zu verschaffen und diese auch zu befriedigen. Sarah dachte an die Episode aus Jules Story, in der sie sich dem schwarzen Taxifahrer hingegeben hatte. Ihr Cousin beschrieb die Menschen treffend. Catharina hatte von Bastiens Ausdauer geschwärmt und vom Format seines Gliedes. Allein der Gedanke an die Hände, die Zunge, den Schwanz dieses Riesen machte sie feucht und ließ ihre Möse unkontrollierbar zucken.

Im Restaurant hatte sie wohl etwas zuviel Wein getrunken. Je näher der Abschied von Jules und Catharina kam, desto wilder waren ihre Gedanken geworden. Unwillkürlich hatte sie Bastien immer wieder angeblitzt und ihm in die Augen geschaut. Sei Lächeln war wissend gewesen. Sie als Herrin, er als Diener? Die Rolle gefiel ihr, doch sie mochte es auch, genommen, geführt, genötigt zu werden. Die Vorstellung der Erpressung durch zwei ihrer Schüler hatte sie erregt. Die Vorstellung, benutzt zu werden, gefiel ihr.

Sie strauchelte ein wenig und sofort war Bastien an ihrer Seite und fing sie auf. Sein rechter Arm landete unter ihren Brüsten. Er fasste zu. Sarah stöhnte unwillkürlich, als diese dunkle Pranke sie berührte. Sie würde es genießen, ihn zu nehmen. Aber jetzt musste sie ihn zur Ordnung rufen: "Ich glaube, Du überschätzt Deine Nähe zu mir, Bastien!"

"Ich wollte nur nicht, dass Sie fallen, Sarah."

"Aber ich habe Dir nicht erlaubt, meine Brüste zu berühren. Streck' die Hand aus!" Bastien zögerte, doch Sarah ließ keinen Zweifel: "SOFORT!"

Es klatschte, als sie mit dem ledernen Riemen ihrer Handtasche Bastiens dunkle Hand traf, und er zuckte zusammen. Welche Genugtuung es war, einen Mann zu züchtigen. Sie verschluckte sich fast vor Erregung. Bastien stand vor ihr in Halbdunkel der Straße und ließ sich widerstandslos bestrafen: "Habe ich Dir erlaubt, meine Brüste zu berühren?"

"Nein, Ma'am!"

Sie hatte den richtigen Ton gefunden, betrachtete noch einen Moment den dunkelhäutigen Riesen, der mit niedergeschlagenen Augen vor ihr stand, und wandte sich zum Gehen: "Meine Brüste sind heilig. Hast Du das verstanden?" Bastiens Zustimmung war undeutlich zu hören. Wieder blieb sie stehen. Die Lust in ihr kochte und sie blitzte den schwarzen Riesen an. Es klatschte, als ihre schlanke Hand sein Gesicht traf: "Rede DEUTLICHER!" Fast war sie erschrocken über sich selbst, noch mehr über die Welle der Geilheit, die sie durchflutete, als Bastian antwortete: "Ja, Ma'am!" Seine Antwort kam diesmal laut und deutlich. Sarah lächelte zufrieden und ging weiter. Diesen Hengst würde sie zähmen, dessen war sie sich sicher.

Wie weit wird sie gehen?

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