Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 33 by Daemony Daemony

What's next?

Möglichkeiten

Das Motorrad wurde langsamer, als sie auf eine schmale Waldstraße einbogen, und der Verkehrslärm wurde durch Vogelgezwitscher und das Geräusch des Winds in den Bäumen ersetzt. Markus stellte den Motor ab. Stille legte sich um sie, dicht und grün.

Jasmin atmete immer noch unregelmäßig, ihre Haut unter dem Shirt war feucht. Sie klammerte sich länger als nötig an ihn, nicht weil sie es musste, sondern weil sie ihn nicht loslassen wollte. Noch nicht.

Markus drehte leicht den Kopf. „Alles in Ordnung?“, fragte er mit durch den Helm gedämpfter Stimme.

Sie brachte zunächst kein Wort heraus. Räusperte sich. „Ja.“

Jasmin stieg vorsichtig ab, ihre Beine zitterten, ihre Hände bebten, als sie den Helm abnahm. Ihre Haare klebten an ihren Schläfen.

Markus beobachtete sie – nicht lüstern, sondern aufmerksam. Er war sich der Veränderung in ihr bewusst, der aufgeladenen Atmosphäre. Sie spürte es und tat nichts, um die Spannung zu zerstreuen. Zum ersten Mal seit Jahren war sie nicht die Pastorin, nicht die Ehefrau. Nur eine Frau.

Er zündete sich eine Zigarette an. „Wir sollten uns eine Weile bedeckt halten“, sagte er und atmete seitlich aus. „Brauchst du Wasser? Da unten ist ein Bach.“

Sie nickte und folgte ihm, ihre Glieder bewegten sich wie in Trance. Der Pfad wurde schmaler, öffnete sich dann wieder und gab den Blick auf einen sonnenbeschienenen Bach frei. Markus hockte sich hin, schöpfte Wasser mit den Händen und trank. Jasmin stand hinter ihm, die Arme verschränkt.

„Danke“, sagte sie leise. „Dass du mir geholfen hast.“

Er sah über seine Schulter zurück. „Ich habe nicht wirklich viel getan.“

„Du hast genug getan.“

Es entstand eine Pause. Eine Pause, die immer mehr Möglichkeiten eröffnete, je länger sie dauerte.

Sie setzte sich auf einen Felsen und ließ die kühle Luft über ihre erhitzte Haut strömen. Ihre Brustwarzen kribbelten noch immer. Der Druck zwischen ihren Beinen hatte nachgelassen, war aber nicht ganz verschwunden. Sie betrachtete Markus, seine Gestalt. ****, schlank, locker, wie ihr Mann es nie gewesen war. Robert – plötzlich hatte sie das Gefühl, ihn in einem anderen Leben zurückgelassen zu haben.

„Ich denke darüber nach“, sagte sie laut, ohne recht zu wissen, warum, „ob es vielleicht Schicksal war, dass ich dich getroffen habe. Als hätte Gott dich geschickt.“

Markus lachte kurz. „Wenn Gott das gemacht hat, dann hat er einen verdammt guten Sinn für Humor.“

Sie lächelte. Wurde aber sofort wieder ernst. „Du bist nicht gläubig?“

„Nicht im üblichen Sinne. Ich glaube an Menschen. Wenn sie gut sind, tun sie das, was richtig ist, ohne sich zu fragen warum.“

Sie überlegte, was das Richtige für sie in diesem Moment wäre. Dann fragte sie: „Was siehst du, wenn du mich ansiehst?“

Markus hob eine Augenbraue. „Was? Jetzt?“

„Ja. Jetzt.“

Er musterte sie langsam von oben bis unten. Sie war sich plötzlich überaus bewusst, dass sie kaum etwas anhatte. Ihre Brustwarzen drückten sich überdeutlich durch den dünnen Stoff des Oberteils. Ihre Wangen waren gerötet.

Markus hatte sein Urteil gefällt. "Du siehst aus, wie jemand, der sich sicher ist, dass er eigentlich sündigen will, aber sich nicht traut.“

Sie spürte, wie es wieder heiß in ihrem Bauch wurde – eine raue, pure Lust. Es war das nackte Gefühl, am Leben zu sein. Und dieses Leben auszukosten, bis zur Neige.

Sie trat näher. „Wäre es falsch“, fragte sie heiser, „wenn ich dich küssen würde?“

Markus antwortete nicht – und in diesem Moment des Zögerns wurde ihr klar, dass es sie nicht mehr kümmerte, ob es falsch war.

What's next?

Comments

      Want to support CHYOA?
      Disable your Ad Blocker! Thanks :)