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Chapter 16
by
Mercadus
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Männergespräche
„Also... er sagt manchmal komische Sachen“, sagte Michelle, als sie den Kaffeebecher abstellt.
„Was heißt komisch?“ Thomas’ Stimme ist ruhig. Zu ruhig.
Sie hasst das. Diese unterschwellige Prüfung.
Michelle zuckt die Schultern.
„Na, so Zeug halt. Dass er mich gern lecken würde. Dass ich süß rieche...“ Sie schaut weg.
„Ich glaub, er schnüffelt manchmal an meiner Wäsche, wenn ich im Bad bin.“
Pause. Stille. Thomas sieht sie an. Lange. „Und du hast da weiter geduscht?“
„Was soll ich machen, Thomas? Die Wohnung hier kostet fast nix. Wenn ich auszieh, steh ich auf der Straße.“
Er nickt. Langsam. „Okay. Dann bleibst du. Und ich red mit ihm.“ Seine Stimme hat plötzlich Kante. „Der soll wissen, dass du nicht allein bist.“ Michelle nickt.
„Bitte übertreib’s nicht.“ Sie sagt es leise, aber in ihr kreischt etwas. Was, wenn Müller alles erzählt? Was, wenn...
Ein paar Tage später. Spätnachmittag.
Thomas klopft bei Müller. Zweimal. Tür auf.
Der Alte steht da in Feinripp, Zigarette in der Hand, schiefes Grinsen.
„Sie müssen Thomas sein“, sagt er, und lässt ihn rein, ohne gefragt zu werden.
Küche. Ein Bier steht schon da. Müller wirkt nicht überrascht.
„Also... Michelle meint, Sie machen Sprüche. Ziemlich eklige. Ich sag’s direkt: Lassen Sie das, sonst kriegen wir ein Problem.“
Müller lacht trocken. Ein kehliges, ehrliches Lachen. Dann zieht er einen Stuhl raus.
„Junge, willst du dich setzen, oder soll ich’s dir im Stehen erzählen?“
Thomas bleibt stehen.
Müller zündet sich noch eine an.
„Sie hat’s dir nicht gesagt, oder? Nur das halbe Zeug? Die Opfer-Version?“
Thomas’ Blick verengt sich.
„Wovon reden Sie?“
„Davon, dass sie mich hat lecken lassen. Aufm Sofa. In der Dusche. Bei sich da oben. Dass sie kam wie ne Feuerwehrsirene. Und ich durfte nicht mal kommen, sonst hätte sie mir den Schwanz abgeschnitten.“
Stille.
„Lügen Sie?“
Thomas’ Stimme bricht leicht.
„Nee. Ich lüge nicht. Weißt du, was das Krasse ist? Sie will’s so. Sie steht drauf. Sie lässt sich kontrollieren, aber nur so weit, wie’s ihr passt. Die Kleine hat mehr Macht in der Möse als du in deinem ganzen verdammten Körper.“
Thomas’ Hand ballt sich zur Faust.
Müller lehnt sich zurück.
„Und weißt du, warum ich dir das erzähle? Nicht, um anzugeben. Sondern weil du’s wissen sollst. Die Frau, die du liebst, macht Dinge, von denen du nicht mal zu träumen wagst.“
Thomas steht auf. Atmet schwer.
„Wenn du sie je wieder anfasst...“
„Ich fasse sie nicht an. Sie sagt, wann, wie, wo. Ich bin nur... ihr Hund. Mit Zunge. Kapierst du das nicht?“
Thomas geht. Wortlos. Tür zu. Müller trinkt sein Bier leer. Dann grinst er.
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Michelle's erste eigene Wohnung
Und der perverse Vermieter
Michelle, 19, will eine luxuriöse Dachgeschosswohnung, die sie sich kaum leisten kann. Der Vermieter Krüger, ein manipulierender älterer Mann, setzt sie mit Lügen über andere Bewerber und anzüglichen Forderungen unter Druck. Seine Blicke und Berührungen lösen bei Michelle Scham und verwirrende Gefühle aus, doch sie will die Wohnung um jeden Preis. Krüger plant, ihre Anwesenheit im Haus für seine Zwecke auszunutzen. Eine unheimliche Machtdynamik entfaltet sich.
Updated on Apr 12, 2026
by SorlAc
Created on May 22, 2025
by SorlAc
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