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Chapter 8
by
Reyhani
Wer kann Theresas Hunger stillen?
Lulu
Theresa machte sich auf den Weg in ihr Zimmer durch das verwaiste, dunkle Schloss, dessen Korridore nur noch von den Lichtern, die die Fluchtwege anzeigten, beleuchtet wurden. Lulu lag auf ihrem Bett, blätterte in einer Zeitschrift und hörte dabei Musik auf ihrem Walkman. Sie freute sich, endlich Gesellschaft zu haben und versprach, Theresa schnell etwas aus der Schlossküche zu besorgen. Sie setzte ihrer Zimmergenossin noch die Kopfhörer auf und war mit einem Gleich Zurück verschwunden.
Lulus Musik klang nach Italienurlaub. Einige der Lieder hatte Theresa schon im Radio gehört, ohne dass sie genau sagen konnte, wann das gewesen war. Sie ließ sich zufrieden in den roten Sessel fallen, der als einziger Einrichtungsgegenstand ein bisschen Stil in das karge Zimmer brachte. Eine Weile saß sie nur still da und hörte zu, während sie sich entspannte.
"Bello ... bello e impossibile ...", sang Theresa jetzt laut mit, zog sich dabei die Schuhe aus und versuchte sie unter ihr Bett zu schupsen. Als sie wieder aufsah, stand Lulu in der Tür und lachte sich kaputt. Hektisch machte Theresa den Walkman aus. Sie wusste, dass sie nicht besonders gut singen konnte, aber ihre Verlegenheit war schnell vergessen, als sie sah, dass Lulu ein großes Tablett in den Händen trug.
"Zum Glück war Pierre noch da. Er hat dir ein Schinkenbrot gemacht. Und schau mal hier!" Sie stellte Theresa das Tablett auf den Schoß und nahm die Flasche Champagner, die neben dem Teller lag.
"Aber dafür musste ich ihm versprechen, dass wir uns erkenntlich zeigen. Er ist schon ganz gespannt auf dich."
"Wer ist denn Pierre?", fragte Theresa kauend. "Einer deiner Cousins, der auch ein Praktikum macht?"
"Nein, der Koch aus dem Libanon. Hat die Gräfin aus dem Falafelladen in der Stadt abgeworben. Aber eigentlich studiert Pierre Medizin. So einen Cousin hätte ich gerne. Hoffe er bekommt keine Schwierigkeiten wegen der Flasche."
Damit öffnete Lulu den Champagner und füllte zwei Saftgläser, die ebenfalls auf dem Tablett gestanden hatten. "Und dich hätte ich gerne als Cousine. Ich bin so froh, dass du aufgetaucht bist. Wir werden bestimmt noch viel Spaß miteinander haben. Auf die neue Kammerjungfer!", prostete Lulu Theresa zu.
"Auf meine Cousine, die alte Jungfer!", erwiderte Theresa, worauf Lulu einen Lachanfall bekam. Sie schenkte noch einmal nach und sie tranken mit verschränkten Armen und gaben sich danach einen Schmatz auf den Mund. Macht man so unter frischgebackenen Cousinen.
Theresa wunderte sich, warum sie so albern war, noch bevor sie überhaupt etwas getrunken hatte. Aber es musste wohl die Erleichterung sein, dass sie diesen merkwürdigen Tag nun endgültig überstanden hatte. Sie beeilte sich, ihren Champagnerpegel ihrem Gemütszustand anzupassen.
Als die Flasche leer war stand Lulu von ihrem Bett auf und streckte sich. "Ich mach schnell noch mal Pipi und dann darf ich mal in den Sessel, nicht?" Sie zog einen kleinen Beutel unter ihrem Kopfkissen hervor und warf ihn Theresa in den Schoß. "Muss noch Spannung abbauen. Da sammelt sich über den Tag immer so einiges an", fügte sie erklärend an und stapfte aus dem Zimmer.
Theresa wunderte sich, was Lulu mit dem Sessel gemeint hatte. Und was war da in dem Beutel?
Er war leuchtend pink und relativ klein. Als sie ihn unten drehte, begann der Vibrator leise zu summen. Rasch stellte Theresa ihn wieder aus und steckte ihn zurück in den Beutel. Sie hatte selbst keinen, aber war da natürlich vollkommen offen. Die Hitze, die ihr in die Wangen gestiegen war, kam ganz sicher vom ****.
Einerseits fühlte Theresa sich geschmeichelt, dass ihre Champagnercousine sie so schnell in Vertrauen gezogen hatte. Andererseits war ihr Lulu ein bisschen unheimlich mit ihrer distanzlose Art. Auf was für Ideen sie wohl noch kommen würde? Theresa beschloss sich auch bettfertig zu machen. Sie stand auf, warf den Beutel in den Sessel und suchte sich ihr Nachthemd und den Waschbeutel aus dem Schrank. Sie huschte über den dunklen Gang und erreichte das Bad – Lulu musste noch auf dem Klo sein.
"Oh entschuldige, soll ich vielleicht später wiederkommen?", stotterte Theresa noch halb in der Tür, als sie wieder aus dem Badezimmer zurückkam. Das Zimmer wurde nur von einer funzeligen Nachttischlampe beleuchtet, doch Theresa konnte deutlich Lulus Umrisse ausmachen, die, eine Decke lose über sie drapiert, mit beiden Beine seitlich über eine der Armlehnen geschwungen mehr in ihrem Sessel lag als dass sie saß. Noch deutlicher erfüllte ein sanftes Summen den Raum, das ab und zu von von einem Seufzer Lulus unterbrochen wurde.
"Nein, komm rein. Ich brauche dich. Setz dich", sagte Lulu sanft und klopfte auf den freien Platz vorne auf der Sesselkante. Theresa kam zögerlich näher und setzte sich zu ihrer Zimmergenossin, die offenbar unter der Decke nackt war.
"Würdest du mein Publikum sein, Cousinchen?", flüsterte Lulu und Theresa konnte ihre glänzenden Augen aus dem Schatten, den der breite Rücken des Sessels erzeugte, sehen. "Ich muss mich beim Dienst doch immer so **** und kann nicht so, wie ich es gewohnt bin. Die Gräfin sagt, das schickt sich nicht für eine Kammerjungfer. Über einen leisen Höhepunkt könne man ja hinwegsehen, aber solche Geräusche schicken sich nicht für eine Kammerjungfer. Wie die sich das vorstellt? Ich bin nun mal laut. Und wie soll ich überhaupt kommen, wenn ich mich nicht berühren darf. Das schickt sich nicht ... das schickt sich nicht ...", äffte Lulu zuletzt die Gräfin nach.
"Bleib einfach da sitzen und ich kann alles rauslassen", bat Lulu jetzt noch einmal inständig.
Theresa wusste nicht was sie sagen sollte. Lulus Anliegen war sehr intim, dafür dass sie sich erst seit heute kannten. Aber sie wollte ihre neuen Freundin auch nicht zurückweisen, mit der sie eben noch den Champagner geteilt hatte. Deshalb nickte sie nur unmerklich und war froh, dass Lulu lächelte und die Augen schloss.
Ihr erster Tag im Schloss war speziell gewesen und hatte Theresas volle Aufmerksamkeit beansprucht. Sie dachte, sie hätte die Herausforderungen gut gemeistert. Aber jetzt, wo sie neben Lulu saß, war sie einfach nur noch überfordert. Sie hatte noch niemals jemanden beim Sex beobachtet, ohne selbst involviert zu sein. Die Lektüre im Zettelkasten hatte Theresa gezeigt, dass ihr Voyeurismus grundsätzlich nicht fremd war. Aber neben Lulu zu sitzen war anders. Intensiv und unmittelbar. Hier konnte sie nicht einfach den Zettel zurückstecken und den Kasten schließen.
Sie musste auf Lulus schönes Gesicht starren, das sich mit steigender Lust immer mehr veränderte. Einmal schloss sie versuchsweise die Augen. Doch Lulus keuchender Atem und das tiefe Seufzen, das schnell in eine höhere Tonlage überging, ließ sich nicht einfach so ausblenden. Die Gräfin hatte recht, das war wirklich unschicklich.
Zum Glück hatte Lulu ihren Höhepunkt schnell erreicht und ihr zu einem spitzen Schrei in einer orgiastischen Grimasse verzerrtes Antlitz entspannte sich zum Ausdruck reinster Wonne. Mein Gott, dachte Theresa, das hätte Marianne nicht schöner ausdrücken können. Sie musste nur aufpassen, dass sie sich nicht zu sehr mit ihrer Quelle identifizierte.
Blinzelnd öffnete Lulu ihre Augen und flüsterte: "Danke, Cousinchen, dass du für mich da warst. So schön war es lange nicht mehr. Jetzt muss ich aber schnell ins Bett, muss morgen wieder früh raus. Gute Nacht und schlaf gut."
Nachdem Lulu sich in ihr Bett gekuschelt und das Licht gelöscht hatte, saß Theresa noch eine Weile im Dunkeln. Auch sie war völlig erschöpft und ihr Geist war einfach nur leer. Sie würde sich das Ganze morgen noch einmal durch den Kopf gehen lassen, jetzt wollte sie nur noch schlafen.
Vohohorsicht! immer wenn Lulu an der Champagnerflasche zieht, durchfährt mich ein heißer Schauer. Ich liege aufgebahrt auf einem Edelstahltisch mitten in einem hellen, gekachelten Raum. In dem weißen Seidenkleid fühle ich mich so sexy. Aber der bauschige Rock ist im Weg, stört meine Sicht. Ich muss ihn raffen, um genau erkennen zu können, was Lulu da zwischen meinen Beinen macht. Die Flasche steckt mit dem Hals voran tief in meiner Muschi. Sieht so falsch aus, doch fühlte sich so gut an!
Lulu redet mir beruhigend zu, hält meine Hand. Auf der anderen Seite des Tisches steht ein Mann. So große, schwarze Augen. Ich fasse sofort Vertrauen zu Pierre. Er trägt eine kecke Kochmütze, passt gut zu seinem Oberlippenbärtchen, einen blütenweißen Kittel, um seinen Hals baumelt ein Stethoskop. Pierre zieht auch, energischer. Aber das Vakuum in meiner Vagina hält. Je mehr er zieht, desto lauter stöhne ich. Er bricht ab, meine Muschi zieht schmatzend die Flasche zurück. Noch mehr Saft quillt ringsherum heraus und läuft nach unten ab, tropft in zähen Fäden auf die glänzende Oberfläche des Tisches.
Lulu fischt Pierres Gerät aus der Hose, wichst es noch steifer. Ziehen bringt nichts, wir müssen sie aufhebeln! Lulu schiebt mich an die Tischkante und dirigiert ihn zwischen meine Beine. Sie setzt seinen Schwanz unten an meine Spalte an. Halt, Stop, wie soll das denn gehen. Das ist zu eng, das ist viel zu eeeng ...
Mit einem Ruck war Theresa wach und richtete sich halb im Bett auf. Lulu beugte sich zu ihr herunter und legte eine Hand beruhigend auf ihre Schulter: "Hey, alles gut. Du hast nur geträumt."
"Was ... wo ... wie spät ist es?", stammelte Theresa.
"Erst sechs", beruhigt Lulu sie. "Mein Dienst fängt gleich an, aber du kannst noch ein bisschen schlafen. Vielleicht brauchst du vorher noch den hier? Grade frisch gewaschen!"
Damit drückte sie Theresa ihren Vibrator in die Hand und machte sich auf den Weg. Theresa ließ sich zurück in die Kissen fallen und atmete tief durch. Als sie das Klappen der Tür hörte, führte sie ungeduldig den Vibrator an ihre Muschi und schaltete ein. Mehr als ein paar Kreise um ihren Kitzler und einige spielerische Vorstöße in den Eingang ihrer Spalte brauchte es nicht, um sie kommen zu lassen. Mit der einsetzenden Entspannung fiel sie erneut in einen tiefen Schlaf. Ihr letzter Gedanke war, was sie wohl heute im Zettelkasten finden würde.
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Der Zettelkasten
Eine erotische Familienchronik
Theresa ist aufgeregt, als sie bei den Recherchen zu ihrer Doktorarbeit auf den Zettelkasten der Schlossbibliothek stößt. Doch anstatt ihr ihre wissenschaftlichen Fragen zu beantworten, geben die Karteikarten ihr einen ungewollten Einblick in die histoire érotique der gräflichen . Theresa verstrickt sich immer tiefer in das historische Dickicht aus Klostereskapaden, Hurenfron und Franzosenfrevel. Wird sie aus diesem vergangenen Labyrinth der Lust wieder in unsere nüchterne, moderne Welt finden?
Updated on Apr 9, 2025
by Reyhani
Created on Mar 5, 2024
by Reyhani
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