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Chapter 19 by daimon daimon

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Lara erklärt die Lage

„Na, das sieht doch schon viel besser aus“, begrüßte sie Bibi.

Lara setzte sich neben Lisa und lächelte zerknirscht. Sie hätte alles für eine jener schnippischen Bemerkungen gegeben, mit denen sie in solchen Situationen die Oberhand zu behalten pflegte.

Verstohlen blickte sie in die Runde. Verharrte Sekundenbruchteile länger auf dem Gesicht Mias als auf dem der anderen. Mia hätte ihren Blick fangen können, tat es aber nicht, lächelte nur unverbindlich.

Lara war verwirrt. Mias mutiger Schritt hatte sie bei Weitem nicht so überrascht, wie ihre instinktive Reaktion, oder, besser gesagt, wie ihre Liebesquelle zu sprudeln begonnen hatte.

‚Liebesquelle? Was denke ich mir da bloß für einen kitschigen Scheiß zusammen?‘

Natürlich war es Bibi, die Lara aus ihren Gedanken riss.

„Sag schon, wer war der Glückliche? Ich hoffe, du bist auch auf deine Kosten gekommen an diesem Nachmittag.“

‚Wenn die nur wüsste, dass ich es heute schon drei Kerlen getrieben habe. Mit einem sogar zweimal!‘

„Schaut mal, wie versonnen sie schaut. Das muss schön gewesen sein!“

Lisa strahlte sie mit der ihr eigenen völlig ironiefreien Offenheit an.

Bibi wirkte ganz aufgeregt, konnte kaum erwarten, dass Lisa ausgesprochen hatte …

„Hört mal zu, ich habe Neuigkeiten wegen des Fitnessstudios!“, platzte Lara heraus, ehe Bibi zu Wort kommen konnte.

Die Freundinnen schauten sie gespannt an. Selbst Bibi verzichtete auf Bösartigkeiten.

„Das Fitnessstudio wurde gekauft. Ich habe heute den Käufer getroffen.“

„Und du hast ihm gleich einen geblasen? Was für ein Einsatz!“

Bibi was back.

Lara konnte die verräterische Röte, die ihr ins Gesicht stieg, nicht ****.

„Im Ernst?“, kam es von Lisa.

Mia blickte auf den Bierdeckel, als wäre das Brauereilogo von Picasso.

Lara war verblüfft. Sie schämte sich doch tatsächlich vor Mia, vor allem für Dinge, von denen die Freundin gar nichts wusste. Sie riss sich zusammen und sprach weiter:

„Das Problem ist nur, dass er ein Upgrade seines Studios plant.“

„Das bedeutet höhere Eintrittspreise“, konstatierte Lisa.

„Wie oft müssen wir ihm einen blasen? Sagen wir, für ein Monatsabo?“

Bibi traf den Nagel auf den Kopf. Irgendwie.

Die Freundinnen verstanden ihr Schweigen als Zustimmung.

„Im Ernst?“, meinte Lisa entsetzt.

„Nein. Natürlich nicht. Es ist nur, er möchte uns quasi als Aufputz engagieren.“

„Schauturnen? Nackt?“

„Von nackt war nicht die Rede …“

„Aber auch nicht von angezogen. Hab ich recht?“, fragte Bibi mit der Miene der Frau, die die Welt gesehen hat.

Lara wusste nicht, was sie antworten sollte. Schließlich kannte sie ihren Stiefvater.

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