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Chapter 20 by daimon daimon

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Gedanken zu Turnen und Erotik

„Also, ich habe mir das schon oft überlegt“, meinte Bibi ungewohnt nachdenklich.

„Was hast du dir überlegt?“, schaltete sich erstmals Mia in das Gespräch ein.

„Naja. Meine Clips mit etwas Erotik zu würzen. In letzter Zeit gehen die Klicks leider etwas zurück“, antwortete die Influencerin.

„Aber du hast doch viele minderjährige Follower. Für die müsstest Du Deinen Blog dann sperren, nicht wahr?“, warf Lisa ein.

„Gut mitgedacht, meine Liebe“, lächelte Bibi die jüngere Frau an, „Deshalb habe ich es dann auch nicht gemacht.“

„Du könntest dein Angebot ja auch splitten“, warf Lara ein.

Auf Bibis fragenden Blick, setzte sie fort:

„Naja, deine jugendfreie Turnerei quasi als Teaser für die Väter und Brüder, die ihrem Töchterchen beim Training über die Schulter schauen und dann irgendwo ein dezenter Link zu deiner MoreFans-Seite …“

„Warum wundert mich nicht, dass du weißt, was MoreFans ist“, meinte Bibi.

„Wollte dir nur einen Rat geben. Von Schlampe zu Schlampe.“, entgegnete Lara schlagfertiger, als sie sich fühlte.

„Lara, ich finde deine Einstellung bedenklich“, kam es von Mia, „Erstens hat Bibi auch männliche Follower, nicht nur schlankheitsfixierte Teenies. Zweitens sollte es nicht nur ums Geld gehen. Ich finde, Bibi erfüllt eine wichtige Aufgabe, die nicht mit oberflächlichem Pornozeugs beschmutzt werden sollte.“

„Außerdem glaube ich durchaus, dass sich auch Frauen und Mädchen an einer nackten Bibi erfreuen würden“, schaltete sich Lisa ein, deren leuchtende Augen bezeugten, dass sie Bibis treuste Kundin sein würde

„Jetzt sei doch nicht so verflucht spießig, Mia!“, reagierte Bibi.

Dann blickte sie erwartungsvoll auf Lara. Ihr schmutzig-erwartungsvolles Grinsen sprach Bände. Sie erwartete, dass Lara Mias uncoole Bemerkung, die sie als woke Langweilerin entlarvte, gebührend mit ihrer berüchtigt scharfen Zunge bestrafte

Lara, der zu Zunge und Mia ganz andere Dinge einfielen, nahm die Vorlage nicht auf und wechselte das Thema:

„Ich finde, wir sollten den neuen Besitzer gemeinsam treffen, dann können wir aus erster Hand erfahren, was er von uns erwartet.“

Dem war nichts mehr hinzuzufügen. Die Damen am Tisch nickten, leerten ihre **** und schickten sich an, das Café zu verlassen.

Wie es ihr Brauch war, umarmten sie sich, hauchten sich ein bis zwei Küsschen auf die Wangen …

Als Antwort auf den Atem, der ihr Gesicht kaum spürbar streifte, drückte Lara ihre Lippen leicht, aber doch spürbar auf Mias Wange.

Es wäre zu auffällig gewesen, den Reigen von Küsschen und Gegenküsschen von Neuem zu beginnen. Ein leichter Druck an ihrem Oberarm signalisierte aber, dass die Freundin ihre Zuwendung bemerkt und gebilligt hatte.

Lara hatte nicht allzu viel Erfahrung in der gleichgeschlechtlichen Liebe.

Sie war bislang mit zwei Frauen intim gewesen, von denen nur eine einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte.

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