More fun
Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 7 by HippieEnergyFlow HippieEnergyFlow

Was passiert?

...Julia von innen ruft

Ich klopfte noch einmal, unsicher, die Saftflasche fest in beiden Händen. „Herein, ist offen!“ rief Julias Stimme von drinnen, warm und einladend wie immer. Ich drückte die Tür auf und trat ein, mein Atem ein wenig flacher, als ich erwartet hatte.

Sofort schlug mir der Duft von Sandelholz entgegen, derselbe, der gestern durch den Lichthof gezogen war. Julias Wohnung war... wow. Hohe Decken, große Fenster, überall Pflanzen, die in makellosen Töpfen thronten, und bunte Tücher, die an den Wänden hingen, wie ein Hauch von Bohème. Es fühlte sich an, als wäre ich in eine andere Welt gestolpert.

Mein Blick wanderte durch den Raum und blieb in der Mitte des Wohnzimmers hängen. Dort war der Boden mit mehreren Matratzen ausgelegt, weich und einladend, darauf verstreut lagen Handtücher, ein paar Räucherstäbchenhalter und kleine Kerzen, die abgebrannt wirkten. Mein Herz schlug schneller. War das... für den Wellness-Abend? Ich schluckte, versuchte, nicht zu starren, aber die Bilder in meinem Kopf wurden lebendiger – Frauen, die sich hier versammelten, die Musik, die Geräusche...

Ein leises Quieken riss mich aus meinen Gedanken, gefolgt von einem unterdrückten Kichern, das aus Richtung des Schlafzimmers kam. Ich erstarrte, die Saftflasche fast rutschend in meinen Händen. Bevor ich mich entscheiden konnte, ob ich etwas sagen sollte, kam Julia aus dem Flur gestürmt – nur in einem knappen, schwarzen Bikini, die langen blonden Haare leicht zerzaust, ihre Haut noch glänzend vom Sport oder... etwas anderem. Sie blieb stehen, als sie mich sah, und ein breites Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus.

„Oh, Lisa, sorry, hab’s mir grad noch schnell gemütlich gemacht,“ sagte sie, ihre Stimme locker, aber mit diesem Hauch von Verspieltheit, der mich nervös machte. „Weißt du, nach dem Joggen war ich so aufgeheizt, ich musste kurz... na, du weißt schon.“ Sie zwinkerte, strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und ging an mir vorbei Richtung Terrasse, als hätte sie nicht gerade etwas gesagt, das mein Gesicht in Flammen setzte. Ich stand da, die Saftflasche wie einen Anker umklammernd, und versuchte, das Kribbeln in meinem Bauch zu ignorieren.

„Komm, Frühstück ist gleich fertig!“ rief sie über die Schulter, während sie durch die offene Terrassentür verschwand. Ich folgte ihr langsam, meine Augen huschten noch einmal zu den Matratzen, bevor ich mich ****, nach draußen zu treten. Die Dachterrasse war ein Traum – Sonnenlicht flutete den kleinen Tisch, der mit frischem Brot, Marmelade und einer Kanne Kaffee gedeckt war. Julia ließ sich in einen Korbstuhl fallen, ihre langen Beine übereinandergeschlagen, und deutete auf den Stuhl gegenüber.

„Setz dich, Lisa. Orangensaft, wie süß von dir!“ Sie nahm die Flasche, schenkte uns beiden ein Glas ein und lehnte sich zurück, ihre Augen auf mich gerichtet. „Na, wie läuft’s bei dir? Studium, WG, all das? Susi hat erzählt, du bist so ein bisschen die ruhige Denkerin, oder?“ Ihr Ton war freundlich, fast neugierig, aber da war wieder dieses Funkeln in ihren Augen, das mich unsicher machte.

„Äh, ja, so ungefähr,“ murmelte ich, nahm einen Schluck Saft und versuchte, mich zu sammeln. „Studium ist... stressig, aber okay. Und du? Wie ist das so, Yoga-Lehrerin und...“ Ich zögerte, die Worte „Wellness-Abende“ lagen mir auf der Zunge, aber ich brachte sie nicht raus.

Julia lachte leise, als wüsste sie genau, was ich dachte. „Oh, das Leben ist gut. Viel Bewegung, viel... Entspannung.“ Sie betonte das letzte Wort mit einem kleinen Lächeln, und ich spürte, wie meine Wangen wieder heiß wurden. „Weißt du, gestern war echt besonders. So eine Nacht, wo man einfach alles loslässt. Du solltest mal vorbeikommen.“

Ich nickte, unsicher, was ich sagen sollte, während das Kribbeln in meinem Bauch stärker wurde und die Sonne auf meine Haut brannte.

What's next?

Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)