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Chapter 12 by Redboom Redboom

Wer bekommt die Wunderlampe als nächstes in seinen Besitzt?

Jette, Schülerin.

Mit einem Kribbeln spüre ich, wie die Lampe gerieben wird – wieder einmal. Ein neuer Meister. Mit einer dichten Rauchwolke, die uralten Geheimnissen riecht, materialisiere ich mich in der realen Welt.

Der Raum ist ein chaotisches Teenager-Zimmer: Klamottenberge, zerknüllte Schulhefte, ein grelles Poster von irgendeinem Popsternchen an der Wand. Vor mir steht ein Mädchen – Jette, wie meine Magie mir verrät. Achtzehn Jahre, Schülerin. Ihre Haare hängen strähnig herunter. Sie hat diesen trotzigen Blick, der nach Rebellion schreit. Perfekt. Ich liebe solche Seelen – sie machen es mir so leicht.

„Was zur Hölle…?!“, keucht Jette, als sie mich sieht. Ihre Augen sind weit aufgerissen. Ich grinse breit, meine Zähne blitzen im schwachen Licht ihrer Nachttischlampe. Ich schwebe ein Stück über dem Boden.

„Jette, meine Liebe“, sage ich mit einer Stimme, die wie ein Sturm in der Wüste klingt, „du hast die Lampe gerieben. Ich bin dein Dschinn. Drei Wünsche stehen dir zu. Wähle weise – oder auch nicht.“

Ich kichere leise, denn ich weiß genau, dass solche Gören niemals weise wählen. Jette blinzelt, als hätte sie einen Schlag abbekommen. „Drei… Wünsche? Echt jetzt? So wie im Märchen?“ Sie lacht nervös, ihre Stimme klingt schrill. „Das ist doch totaler Bullshit!“

„Oh, kein Bullshit, Kleine“, sage ich und schnippe mit den Fingern. Eine Flamme tanzt kurz über meiner Hand. „Sprich deinen Wunsch, und ich mache ihn wahr. Aber beeil dich, ich hab nicht ewig Zeit.“

Was ist ihr erster Wunsch?

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