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Chapter 6
by
Jan1974
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In die Kneipe
Nach einiger Zeit blieb die Vierergruppe vor einer unscheinbaren Tür stehen, über der in liebevoll geschwungener Schrift „Mali Pub“ auf die alten Steine gemalt war. Ich schloss ein wenig zu ihnen auf, ohne mich direkt dazu zu drängen – ein Schatten im Hintergrund, der trotzdem alles wahrnahm.
„Wie ist das?“, hörte ich Tom sagen, der sich mit einem kurzen Nicken zur Tür wandte. „Wollen wir bei Simon was **** gehen?“
„Simon?“ fragte Sonja neugierig. „Wer ist das?“
Luca übernahm das Wort: „Ein Kumpel von uns. Wir haben mit ihm studiert – er war ein paar Semester über uns, total chilliger Typ. Der ist letztes Jahr auch mal hierher nach Kroatien gekommen, eigentlich nur für ein paar Tage. Aber ihm hat’s hier so gut gefallen, dass er ziemlich schnell angefangen hat, mit dem Gedanken zu spielen auszuwandern.“
„Und das hat er dann einfach gemacht?“ Sonja klang ehrlich erstaunt.
„Naja, so halb“, mischte sich jetzt auch Nico ein. „Er hat wohl ein bisschen hin- und herüberlegt, aber dann hat er durch Zufall einen anderen Deutschen kennengelernt, der hier schon eine Weile lebt und den Pub betreibt. Und der hat ihm angeboten, mit einzusteigen.“
„Und Simon hat einfach die Zelte abgebrochen?“ fragte Sonja, während sie mit einem bewundernden Unterton in der Stimme zur Tür hinaufschaute.
„Genau das“, grinste Luca. „Einfach alles in Deutschland gekündigt und hergezogen. Total verrückt, aber irgendwie beneidenswert, oder?“
Sonja lachte leise und nickte dann: „Klingt ziemlich gut. Ich würde gern was **** – also los.“
Mit einem freudigen Murmeln verschwanden Sonja, Luca und Nico durch die Tür. Tom blieb für einen Moment zurück, drehte sich zu mir um und sagte ruhig, aber mit einer unmissverständlichen Klarheit in der Stimme: „Du setzt dich an die Theke.“
Ohne auf eine Antwort zu warten, trat auch er ein. Natürlich folgte ich – und betrat nach ein paar steinernen Stufen einen gemütlichen, leicht abgedunkelten Kellerraum.
Der Mali Pub hatte Charme: eine Theke aus dunklem Holz mit ein paar Barhockern davor, zwei, drei kleine offene Tische und gegenüber an der Wand fünf U-förmig angeordnete, gepolsterte Sitzecken – wie kleine Separees, voneinander durch halbhohe Trennwände abgeschirmt. Die Beleuchtung war warm, fast golden, nicht zu hell – romantisch, einladend, gerade so, dass man die Gesichter der anderen Gäste noch gut erkennen konnte. Es war angenehm ruhig, vielleicht sechs, sieben Gäste verteilten sich auf die Separees. Die Theke und die offenen Tische waren leer.
Sonja und die Jungs steuerten sofort auf die letzte Sitzecke ganz hinten zu. Sie ließ sich in die Mitte gleiten – zwischen Tom und Nico –, während Luca sich außen neben Nico niederließ. Ich nahm den letzten freien Barhocker an der Theke, mit möglichst freier Sicht auf die vier – nah genug, um zu hören, aber weit genug entfernt, um für Außenstehende wie ein zufälliger Gast zu wirken.
Hinter der Theke stand ein älterer Mann, etwa um die 60, mit vollem grauen Haar, einem leicht zerzausten Bart und lebhaften, freundlichen Augen. Er hatte eine Ruhe an sich, wie sie nur Menschen ausstrahlen, die mit sich und ihrem Ort im Reinen sind. Wahrscheinlich war das der Mann, der mit Simon zusammen den Laden betrieb.
Ein junger Mann, vielleicht Mitte zwanzig, gerade dabei, Gläser von einem Tisch zu räumen, fiel mir sofort ins Auge. Schlank, sportlich, sonnengebräunt, mit lockeren Bewegungen, wie jemand, der weiß, dass er gut aussieht, es aber nicht ständig zeigen muss. Er trug ein schwarzes T-Shirt mit dem Logo des Pubs, das sich eng an seinen Oberkörper schmiegte – vermutlich war das Simon.
Nachdem er die Gläser auf die Theke gestellt hatte, ging er direkt zu Sonja und den Jungs hinüber. Ich hörte, wie er freundlich sagte: „Hallo! Schön, euch mal wieder zu sehen. Und wen habt ihr denn da mitgebracht?“
Tom grinste. „Das ist Sonja. Wir zeigen ihr heute ein bisschen die Altstadt.“
Simon streckte ihr die Hand entgegen. „Sehr erfreut. Simon.“
Sonja nahm sie mit einem Lächeln, sah ihm offen in die Augen. „Freut mich ebenso.“
Simon erwiderte den Blick – unverblümt, offen, mit einem fast frechen Unterton: „Schön, dass du da bist. Und dein Outfit... das ist wirklich eine Augenweide.“
Sonja lachte leise, fast kokett. „Danke. Schön, wenn’s dir gefällt.“
„Oh, das tut’s. Sehr sogar. Sowas sieht man hier nicht alle Tage. Deshalb: Respekt.“ Seine Stimme war warm, aufrichtig – aber mit einem klaren erotischen Unterton.
„Danke. Aber jetzt reicht’s langsam mit den Komplimenten, sonst werd ich ja noch ganz rot“, erwiderte Sonja, ein wenig gespielt schüchtern.
Simon grinste. „Die hast du dir halt verdient. Aber jetzt zur wichtigen Frage: Was möchtest du ****?“
Sonja überlegte kurz. „Ich glaube, ich nehme einen Aperol.“
„Aperol, sehr gute Wahl“, sagte Simon. „Und ihr drei?“
Die Jungs waren sich schnell einig und bestellten jeweils ein Bier.
„Alles klar, kommt sofort. Die erste Runde geht auf mich“, sagte Simon und wandte sich ab.
Sonja hob überrascht die Augenbrauen. „Und die zweite?“
Simon sah noch einmal über die Schulter zurück und grinste. „Das sehen wir dann. Vielleicht bin ich ja heute in Geberlaune.“
Ich war sehr zufrieden mit meinem Platz – ich konnte die Gespräche gut verfolgen, ohne selbst im Mittelpunkt zu stehen. Genau so war es richtig. Die vier machten keinerlei Anstalten, mich irgendwie in ihre Unterhaltung einzubeziehen. Sie behandelten mich wie einen Fremden. Und ich wusste, dass genau das Teil des Spiels war.
Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als der ältere Barkeeper sich mir zuwandte und fragte: „Und für dich? Was darf’s sein?“
„Eine Cola, bitte. Ich muss später noch fahren“, antwortete ich ruhig.
„Klar, kommt sofort.“
Ich widmete meine volle Aufmerksamkeit wieder der Gruppe. Ich hörte, wie Sonja sich zurücklehnte und sagte: „Also Simon ist ja echt süß.“
„Total“, sagte Luca. „Und richtig entspannt drauf. Der hat das hier echt gut gemacht.“
Tom grinste. „Der wusste schon immer, wie man’s sich gutgehen lässt. Und ein Auge für schöne Frauen hatte er auch schon immer.“
Sonja kicherte und streckte die Beine ein wenig unter dem Tisch aus. „Na dann passt’s ja.“
In dem Moment kam Simon zurück mit einem Tablett. Er stellte den Aperol vorsichtig vor Sonja ab, die Biere vor die Jungs – und in dem Moment stellte auch der Barkeeper meine Cola auf die Theke.
„So, dann mal Prost, meine Lieben. Lasst es euch schmecken“, sagte Simon mit einem breiten Lächeln und wandte sich dann wieder der Theke zu.
Die vier hoben ihre Gläser, stießen an – ihre Stimmen klangen fröhlich, lebendig, wie von einer kleinen Clique auf Sommerurlaub. „Auf einen schönen Abend“, sagte Tom.
„Den werden wir bestimmt haben“, erwiderte Sonja mit einem verführerischen Glanz in den Augen.
Ich nahm einen Schluck aus meiner Cola, doch mein Blick blieb an Sonja haften. An ihrem Lächeln, ihrem Spiel mit den Jungs, an der Art, wie sie sich ganz in dieser Rolle verlor – oder eher: wie sie sich darin fand.
Und obwohl sie mich nicht ansah, nicht einmal streifte, wusste ich genau, dass sie mich nicht vergessen hatte. Sie wusste, dass ich da war. Sie wusste, dass es mich erregte, ihr einfach nur zuzusehen.
Und sie wusste auch: Ich gehörte hierher.
Nur eben nicht zu ihnen.
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Eine ganz normale Ehe
Zumindest für uns den Cuckold, Wifesharing, Öffentlichkeit und Bi-Sexualität gehören hat dazu!
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