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Chapter 29
by
JackTheWolf
Morgen früh, so Gott will...
Immer wieder geht die Sonne auf
Ich war sehr früh wach und wollte nach Jana sehen. „Guten Morgen, Kaffee?“, Jana stand lächelnd in der Küche und reichte mir meinen Kaffee, so wie ich ihn liebe. „Wegen gestern, ich …“, fing ich an, aber Jana winkte ab. „Ich weiß nicht so recht, ich ordne noch meine Gefühle, ein Teil von mir wollte es noch gestern klären. Der andere Teil wollte auf die Insel schwimmen und sich im Tempel verstecken.“ Jana lächelte peinlich berührt. Ihre Wangen hatten mehr Farbe als üblich. „Das mit dem rüber schwimmen können wir ja gemeinsam machen, du hälst das doch durch, oder?“, fragte ich, als er seinen Obstsalat runtergeschluckt hatte. Jana hatte gerade den Mund voll und nickte nur. Dann signalisierte sie mit Daumen hoch, dass sie auf jeden Fall mitschwimmen würde. „Wir sollten noch eine Stunde warten, um deinen Rücken zu schützen, solltest du mit T-Shirt schwimmen.“
„Wie hast du geschlafen?“, fragte mich Jana.
„Was hast du gehört?“, frage ich erschrocken.
„Wie?“
„Schon gut, wie war deine Nacht?“, Ablenkung, sehr gut.
„Hm, ich hatte eine Tarantino-Vision von Aladdin, ich war ein weiblicher Aladdin und du der Scheich und ich musste … für dich tanzen…“, Jana wirkte unruhig.
„Witzig, ich hatte ehr so ein Episoden-Ding, aber am Ende war ich auch der Großwesir und du wolltest mich mit einem Tanz verführen.“, nur nicht zu viel verraten.
„Habe ich es geschafft?“, fragte Jana, Verdammt.
„Wie?“, frage ich zurück, hatte sie, hatten wir? Ich weiß nicht.
„Habe ich dich im Traum verführt?“, Jana bohrt weiter.
„Ich bin mir da nicht ganz sicher, wie war es bei dir, hatten wir … Sex? Also in deinem Traum …“, den Finger in die Wunde. Da war mehr als sie sagen will.
„Das war ehr so etwas wie Vertrauen zueinander aufbauen“, jetzt flunkert sie.
„Interessant, denn ich hörte dich gestern Nacht“, locke ich Jana aus der Reserve.
„Was hast du denn gehört?“, fragte sie scheinheilig, nur nichts zugeben.
„Neben, „ist das gut“ und „Ja, tiefer, schieb es mir rein“, eigentlich immer nur wieder „Ja, Meister“. Ich hätte dich nicht mit dem Flaschengeist vergleichen sollen“, ich reiche ihr den Ölzweig.
„Ja, das wird es wohl gewesen sein.“, Jana ist nun auf jeden Fall angezählt.
„Sind wir nicht alle ein wenig kinky?“, frage ich sie scherzhaft, es wird ihr unangenehm.
„Okay, du hast gewonnen, ja ich hatte Fantasiesex mit deinem Fantasie Du, du hast mir die Hintertüre aufgebohrt und ich habe das Bett nass gemacht vor Geilheit …! Was? Habe ich das eben wirklich gesagt?“, jetzt ist Jana im Stresslevel ganz oben.
„Nein, ich habe nichts gehört, aber den Schleiertanz, den möchte ich sehen“, versuche ich sie zu veralbern. Obwohl, es war ja auch mein geheimer Wunsch.
„Den … aber den habe ich noch nie jemand gezeigt. Ich wollte, aber dann katte mich der Kerl damals betrogen und ich habe die Tücher eingemottet.“ Jana ist aufgebracht, schlechtes Thema, fürchte ich.
„Weißt du was? Ich habe das noch auf meinem Handy, ein paar Tücher werde ich auch finden, ich ziehe das durch, aber dich binde ich an, damit du nichts machen kannst. … Oh man, was mache ich hier nur?“, Jana ist von ihrer eigenen Courage überrumpelt worden.
„Alles klar, ich habe da die richtige Location, drüben auf der Insel. Ich fliege dein Handy mit der Drohne rüber und wir schwimmen.“
…
Etwas später standen Jana und Hermann am Wasser. Jana sah sehr exotisch aus, da ihr Körper an einigen Stellen sommerbräune, an anderen Stellen eine adlige Blässe aufwies. Die Buttermilch hatte zwar ganze Arbeit geleistet, aber auch gleichzeitig die oberen Hautschichten abgelöst wie ein Peeling. Lachend stürzten sie sich in den ruhig vor ihnen liegenden See. „Kannst du mit dem Shirt schwimmen?“, fragte Hermann mit leichter Sorge. „Das geht wunderbar, damit komme ich hin und zurück ohne aus der Puste zu kommen.“
Wie zwei Wettkämpfer zogen sie Pfeilschnell durch das Wasser auf den Strand der Insel zu. Keiner der beiden bemerkte indes die Gestalt, die sich im Bootshaus herumtrieb und eines der Kanus ins Wasser ließ. Als Das Schwimmerpaar am Strand der Insel ankam und in den Bäumen verschwand, zog der Bug des Kanu aus dem Bootshaus und steuerte ebenfalls auf die Insel zu.
…
Jana und Hermann kamen auf der Insel an. Während Hermann auf die Drohne zulief, kam Jana aus dem Wasser und zog das nasse Shirt über den Kopf. „Raus aus der Sonne, dann kannst du auch im Bikini hier rumlaufen.“, kamen die besorgten Worte von Hermann. Jana hing das Shirt über einen Ast zum Trocknen und Hermann reichte ihr ein Badetuch aus dem Gepäcknetz der Drohne. „Das Ding kann so einiges an Last befördern, wie mir scheint.“, sagte Jana erstaunt, als auch noch Getränke und Snacks aus dem Korb kamen. „wir gehen heute in diese Richtung, die andere Seite habt ihr ja schon mit dem Jeep erkundet, wenn ich mich nicht irre.“ Hermann führte durch den Wald, der Weg wurde steiler und als der Wald sich lichtete, tauchte vor den Beiden eine Art Höhle auf. Sie steckte im Hang am Felsen und war wohl der Durchgang zu einem weiteren Gebäude. Die Türe war mit Schnitzereien verziert und sah sehr massiv aus. „Du musst mir das mal erzählen, was ist das mit der Insel? Wie kommt das alles hier her? Und wieso ist es hier?“, fragte Jana. Hermann lächelte etwas abwesend. „Das alles hier haben meine Frau und ich vor langer Zeit zusammengesammelt. Wir sind, oder sie war, ein Filmfan, wir haben alles was es an Kulissen zu finden gab aufgekauft und hier her gebracht. Freizeitparks, Filmgesellschaften, Pornoproduktionen, alle zahlten Geld um hier Stücke zu erwerben oder zu drehen. Daher diese vielen Kostüme auf Filmen und Fernsehserien. Als ich den Pilotenjob aufgegeben hatte, habe ich mein gespartes Geld hier investiert. Man spart viel, wenn man sich keine Nutten aufs Zimmer holt.“ Hermann lachte. „Die Piloten hatten Nutten?“, fragte Jana erstaunt. „Was glaubst du wohl, es waren die 70er. AIDS war noch nicht erfunden, Syphilis und Tripper waren behandelbar, Die Pille gab es auch und alles feierte den Sommer der Liebe. Die Piloten waren damals die Könige der Lüfte, wohlhabend, gutaussehend, schlau und immer für ein Abenteuer gut. Einige meiner Kollegen waren im Club und hatten überall auf der Welt ihre Privilegien, …“ „Was für dein Club?“, fragte Jana. „Oh, klar, der Club überhaupt, der Playboy-Club. man kam als Mann nur mit dicker Brieftasche, oder als Begleitung eines Freundes dort hinein, Frauen nur im Dresscode, und die Türsteher mussten sie „heiß“ finden. Nicht wenige haben den Mann an der Türe ihre Brüste gezeigt. Die 70er eben. Wie kamen wir darauf?“
„Du wolltest keine Nutten.“
„Genau.“
Wir erreichten das große Tor, was sich erstaunlich leicht öffnen ließ. Dahinter waren einige Stollen, die in den Berg gingen, jeder Gang in einer anderen Farbe, der dunkelste hatte Schienen am Boden. Die nächste große Türe brachte und wieder in Freie. Wir waren nun hinter der Mauer. vor uns stand ein Tempel mit einer etwas verwitterten Sphinx auf dem Dach. Katzen tummelten sich auf den Stufen. Am Fuße des Tempels waren noch mehr kleine Tempel, die alle etwas verfallen wirkten. „Hier sind die Kulissen von der Atlantis-Serie“, erklärte Hermann. Das Paar steuerte auf den großen Bau mit einem Kuppeldach zu. Als wir das Tor öffneten standen wir in einer Bibliothek. Bücher, Schriftrollen, Regale mit kunstvollen Schnitzereien. Einige merkwürdige Gegenstände waren auch über den Raum verteilt. „Die stammt aus den DeFa-Studios, aus Berlin, die Märchenfilme wirst du sicher noch kennen.“ Jana nickte, sie war überwältigt. Hermann schob eine weitere Türe auf. „So, wir sind da. Die Kulissen aus 1000 und einer Nacht. Hier ist die Wäscheabteilung für die Frau der Welt des Morgenlandes, oder was man dafür gehalten hat, und ich suche mir ein sexy Herrscherkostüm auf dieser Seite aus. Hier kannst du dein Handy anschließen“, Hermann zeigt eine kleine Lade, aus dem einige Kabel mit Steckern angebracht waren. Handyladekabel und ein Stecker für den Kopfhörer.
…
Jana hatte ein grünes Kostüm gefunden und wartete auf Hermann. Der kam mit einem weißen Kostüm wieder, Turban und offener Brust. „Gut, wo soll ich dir etwas vortanzen?“ „Komm nur mit“, sagte Hermann und öffnete die nächste Türe. Es war recht dunkel hier. Hermann öffnete eine verborgene Klappe und schaltete einige Sicherungen ein. Überall gingen Kerzen an, ein Springbrunnen fing an zu plätschern und … „Da sitzen ja Leute“, Jana war erschrocken.
Tatsächlich saßen überall Leute im Schummerlicht, einige rauchten Wasserpfeife, andere schienen sich einfach nur sehr leise zu unterhalten. „Darf ich vorstellen, das Haremspublikum. Geh mal hin und sieh genauer hin.“ Tatsächlich, es waren mechanische Puppen, Der Qualm der Wasserpfeifen kam aus kleinen Rohren und auch der dampfende Tee und die kleinen Feuerstellen, selbst die vielen Kerzen, alles nur Trick-Theater. Hermann ging auf einen Thron zu. „Hier habe ich die beste Aussicht, also los, Sklavin, dann unterhalte mich mal mit deinem Tanz. Wenn er mir nicht zusagt, dann kommst du in die Mienen.“ Hermann machte der Herrscher Spaß. Jana kam auf ihn zu. „Würdet ihr für meine Vorführung bitte kurz die Augen schließen, mein Meister?“, fragte Jana und als Herman sie schloss, nahm Jana zwei Tücher und Band die Hände mit den Handflächen nach oben an den breiten Lehnen des Throns fest.
„Ich bin mich umziehen“, tönte es von Jana und sie rauschte wieder raus. Jana war verschwunden, Hermann wurde unruhig, schließlich war er an seinem Sitzmöbel angebunden, und das auch richtig gut. Er hörte ein Geräusch, konnte aber nichts sehen.
Umleitung - Geschafft?
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Alles Fake:
Die nie passierte Geschichte von Jana Azizi
Das war eine Auftragsarbeit für eine Dame, die sich an meinen Geschichten befriedigt hatte. Nachdem sie meine Geschichte immer in den höchsten Tönen gelobt hatte, kam sie dann mit Änderungen, wie sie es lieber hätte. Was ich alles umschreiben sollte, was alles nicht drin sein sollte. Mal unter uns: Wenn man eine Geschichte über eine Sport- und Yellow-Press Reporterin schreiben soll, in der nicht Fußball, Fußballspielende Freunde, Sport, Ausländer und so weiter vorkommen soll, dann ist das schon eine Herausforderung. Hinzu kam, ich kannte die Frau gar nicht. Drei Tage Recherche für den Orkus. Wenn die Geschichte gut ankommt, dann werde ich auch die Mails (anonymisiert) dahinter hängen.
Updated on Jan 20, 2023
Created on Jan 20, 2023
by JackTheWolf
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