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Chapter 23 by Myopia01

Welchen der beiden wecke ich zuerst?

Ich wecke Nami zuerst.

Als ich im Flur des ersten Stockes stehe, halte ich kurz inne und überlege, wen ich zuerst wecken soll. Kurzerhand entschied ich mich aber für Nami, da sie schon einmal gegen Kalifa gekämpft und gewonnen hatte und somit genau wusste, wer sie ist und wie gefährlich sie sein kann.

So klopfe ich ein paar Mal hastig gegen die Tür und warte hibbelig, wann denn endlich eine Antwort kommen möge.

Nichts…

Ich klopfe erneut. Jetzt noch entschlossener als zuvor!

Nichts…, doch dann, kurz bevor ich in leichte Panik geraten konnte, höre ich Namis Stimme hinter der Tür hervorhallen: „Ja, was gibt’s…?“ Sie klingt noch recht müde und somit alles andere als wirklich gesprächstauglich, dennoch muss ich hinein und ihr die dringende Situation erklären.

Drum öffne ich die Tür und trete immer noch leicht nervös in ihr Zimmer.

Prompt stockt mein Atem! Ich bin einfach nicht vorbereitet auf das, was ich da nun zu Gesicht bekomme…

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Ich sehe Nami wie sie vollkommen nackt vor mir auf ihrem Bett sitzt und sich noch müde durchs Haar fährt. Jeden Quadratmillimeter ihrer Alabasterhaut saugen meine Augen auf. All meine Sinne arbeiten nur noch, um dieses Bild absoluter Schönheit so genau wie nur irgend möglich in meinem Gedächtnis zu speichern. Ihre Rundungen sind makellos, ihre Haut rein und sie sitzt vollständig entblößt vor mir

Erst nach einigen Sekunden, die zum Dank einer Ewigkeit gleichzukommen erschienen waren, weiten sich Namis schöne Augen und ihr Körper entgleist immer mehr ihrer Schockstarre.

Jetzt wird mir einiges klar, als mein Gehirn langsam anfängt, wieder normal zu arbeiten. „Oh, oh…“, flüstere ich nur leise, schließe die Tür auf Fluchtartigerweise von außen und fange an innerlich zu beten.

Die Tür öffnet sich auch kurz darauf wieder und eine sehr, sehr, SEHR wütende Nami steht vor mir. Allerdings nicht nackt sondern in ihrer Bettdecke umhüllt. Sie ist ziemlich rot im Gesicht und ihre Faust zuckt bedrohlich. „DAS!“, fängt sie an vor Zorn zu fauchen, „Das wird dich was kosten, darauf kannst du Gift nehmen!“

„Tut mir leid! Ehrlich!“, versuche ich mich zu erklären und irgendwie noch meinen Hals zu retten, „Ich dachte, ich durfte eintreten!“

„Davon war nie die Rede gewesen!“, vernichtet sie sofort meinen Rettungsversuch, „Ich will Zehnmillionen Berry! In bar!“

„WA… WAS???!!!“ Jetzt bin ich es, der in Schockstare gerät.

„Nun sind es Zwanzigmillionen Berry!“, sagt sie und ich erleide erneut einen kleinen Herzinfarkt.

„Aber, aber…“, stottere ich weiter.

Als Nami gruselig zu grinsen anfängt und gerade dazu ansetzt die Summe erneut zu erhöhen, fällt mir zum Glück der Grund ein, warum ich eigentlich hier bin. „Kalifa ist unten gefesselt und Nico Robin passt derzeit auf sie auf.“, sage ich so schnell und klar ich jetzt nur konnte.

„Was? Wie? Kalifa?“, ruft Nami erstaunt aus.

Ich nicke: „Ja, Kalifa ist hier und hat mich angegriffen, wäre Robin nicht gewesen, wäre ich jetzt Matsch!“

Prompt wechselt Namis Gesichtsausdruck zu einem sehr ernsten. „Ich komme sofort, wecke du solange meine Schwester!“

„In Ordnung!“, sage ich und will mich gerade Nojikos Tür begeben.

„Ach, da wäre noch was…“, ertönt die Stimme der Rothaarigen in einem lieblichen Tonfall.

Interessiert drehe ich mich um, nur um im nächsten Augenblick auf dem Boden zu landen. Mein Kopf schmerzt plötzlich und ich fühle eine Beule.

„Mach das nie wieder! Haben wir uns verstanden?!“, ergrollt ihre Stimme bedrohlich.

„Alles klar… verstanden…“, murmele ich zum Teppich.

Ich richte mich, meine kleine Beule fühlend, erst wieder auf, als ich Namis Zimmertür schließen höre. Jetzt weiß ich wie sich Brook, Zorro und die anderen fühlen müssen. Eine Erfahrung, auf die ich gerne verzichtet hätte.

So klopfe ich mit immer noch leicht dröhnendem Schädel an Nojikos Zimmertür.

„Ja, wer ist da?“, kommt es dumpf hinter der Zimmertür. Schwer zu sagen, wie müde ihre Stimme klingt und noch schwerer zu sagen, in welchem Bekleidungszustand sie ist.

„Ich bin’s! John!“, antworte ich etwas lauter.

„Oh!“, höre ich es erstaunt von drinnen hallen, „Einen Augenblick!“

Kurz warte ich.

„Gut, du kannst rein kommen!“

Soll ich da jetzt wirklich rein oder gehe ich lieber auf Nummer Sicher?

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