Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Chapter 27
by
Daemony
Was macht der Wärter?
Heikes Engel
Heike blinzelte, bis sie wieder klar sehen konnte. Nun erkannte sie den fetten Wärter, der an seinem zerkratzten Schreibtisch saß. Und sie verstand, weshalb er keinen Alarm geschlagen hatte. So wie er aussah, bekam er gegenwärtig überhaupt nichts mehr mit, was um ihn herum geschah. Sein Kopf hing nach hinten, seine Schweinsäuglein schauten an die fleckige Betondecke, ohne wirklich etwas zu sehen, und er atmete schnell und röchelnd durch den weit offenstehenden Mund. Ein Speichelfaden hing zäh an seinem stoppeligen Kinn.
Der Grund für seinen Zustand hockte zwischen seinen Beinen. Heike konnte sie zwar nicht eindeutig erkennen, weil sie die Gestalt nur von hinten sah und diese in das weite schwarze Einheitsgewand gehüllt war, das sie alle gleich aussehen ließ. Doch sie war sicher, dass es nur eine Person sein konnte, nämlich die Araberin, die dem Bullen am Gitter schöne Augen gemacht hatte.
Und nun blies sie ihm das Hirn weg.
Heike liebte sie dafür.
Ihre größte Sorge, nämlich wie sie sich von Milos' Schoß lösen sollte, ohne alle Aufmerksamkeit auf sie beide zu ziehen, löste sich buchstäblich in Luft auf. Sie erhob sich, vorsichtig und noch immer etwas wacklig in den Knien, aber mit einer gespielten Ruhe, die jedem Filmstar zur Ehre gereicht hätte. Sie spürte wie der inzwischen weitgehend erschlaffte Schwanz des verkleideten Mannes aus ihr herausflutschte. In einer wie einstudiert synchronen Bewegung ließ Milos den Saum seines Umhangs nach unten rutschen, als sei nichts geschehen.
Kaum hörbar hauchte er: "Danke."
Erleichterung durchströmte sie, dass ihr Plan gelungen war und sie dadurch verhindert hatte, dass die Maskerade aufgeflogen war. Wenn Milos' Geschichte wahr war - und sie zweifelte nicht im Geringsten daran - hatte sie ihm vermutlich gerade das Leben gerettet.
Leider waren Gefühle nicht das einzige, was strömte. Offenbar hatte sich in ihrem Zellengenossen während der Gefangenschaft einiges aufgestaut gehabt, das er nun in sie gepumpt hatte. Kaum stand sie aufrecht, musste sie zu ihrem Missfallen feststellen, dass ein gewaltiger Schwall seiner Soße aus ihr heraus und zäh an ihrem Bein herunter schwappte. Wenn sie keinen Teich auf dem Fußboden unter sich zurücklassen wollte, musste sie schnell handeln. Sie watschelte zu dem Abtritt in der hinteren Ecke der Zelle. Ihr Ekel vor dem Loch war kaum geringer als beim ersten Mal, aber was hätte sie denn sonst tun sollen?
In diesem Augenblick - Pow - flog die Außentür auf. Heike erstarrte vor Schreck mitten in der Bewegung.
Mehrere Uniformierte mit Streifen auf den Ärmeln und Sternen auf den Schultern versuchten unfreiwillig komisch, sich gleichzeitig durch den Türrahmen zu quetschen. Dabei überboten sie sich mit unterwürfigen Gesten in Richtung des Mannes, der ihnen folgte.
Ein Araber mit blitzenden schwarzen Augen in einem ausdrucksstarken sonnengebräunten Gesicht mit hohen Wangenknochen, das von seinem akkurat gestutzten Vollbart und mittellangen schwarzen Haaren eingerahmt wurde. Er überragte seine Begleiter um einen halben Kopf. Ein maßgeschneiderter, europäischer Anzug betonte seine breiten Schultern und seine sportlich trainierte Figur. Sein Auftreten wirkte so selbstsicher, als sei er hier der Boss. Und in gewissem Sinn war er das auch.
Wer kommt da und was will er?
- No further chapters
- Add a new chapter
Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Heike in al-Baha
Sie begleitet ihren Mann ins Ausland.
Heike ist alleine in dem Luxusbungalow, während ihr Mann arbeitet.
Updated on Jun 11, 2025
by Daemony
Created on Sep 3, 2023
Comments moved below the chapter.
Jump to comments
Comments