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Chapter 15
by
Daemony
What's next?
Heike wird weggebracht
Nachdem der SUV losgefahren war, bemühte sich Heike, ihre Atmung zu beruhigen. Die abgedunkelten Scheiben erschwerten ihr den Blick nach draußen. Sie fühlte sich gefangen, wie die Beute im Maul eines Raubtiers.
Hauptmann Khaled saß vor ihr auf dem Beifahrersitz und gab mit leiser, fester Stimme Anweisungen in arabischer Sprache in ein Funkgerät. Der Fahrer, ein jüngerer Offizier, warf Heike hin und wieder einen kontrollierenden Blick durch den Rückspiegel zu, seine Augen hinter der verspiegelten Sonnenbrille waren nicht zu erkennen.
Die Luft im Fahrzeug war mit Spannung aufgeladen. Heikes Gedanken rasten. Was konnten sie ihr nur vorwerfen? War es ein Missverständnis oder war sie in eine Falle getappt? Sie ballte die Fäuste, um das Zittern ihrer Hände zu unterdrücken, und **** sich trotz ihres inneren Tumults vernünftig mit den Männern zu sprechen.
„Hauptmann Khaled“, begann sie, mit einer Stimme, die ruhiger klang, als sie selbst erwartet hatte. “Bitte, ich muss wissen, was ich Ihrer Meinung nach getan habe. Ich verdiene eine Erklärung.“
Khaled drehte den Kopf leicht zur Seite, sodass sein Profil sich scharf gegen das Sonnenlicht abhob, das durch die Windschutzscheibe strömte. „Alles wird auf der Wache geklärt“, antwortete er kühl. „Im Moment täten Sie gut daran, zu schweigen. Sie haben die Sache bereits für sich selbst immer nur noch schlimmer gemacht.“
Seine Worte waren für Heike wie ein Schlag ins Gesicht. Sie wollte protestieren, biss sich aber auf die Lippe und beschloss, ihre Energie zu sparen. Sie brauchte einen klaren Kopf. Jede Faser ihres Wesens schrie, dass sie in Gefahr war. Das sie hier raus musste. Dass sie fliehen sollte. Doch sie war zum Nichtstun verdammt.
Der SUV raste durch verlassene Straßen. Sie fuhren an kunstvoll verzierten Gebäuden mit aufwändig gestalteten Fassaden und an Marktständen mit farbenfrohen Waren vorbei. Aber Heike nahm kaum etwas davon wahr. Ihr Fokus lag auf dem Gespräch, das in gedämpftem Ton zwischen Khaled und dem Fahrer stattfand. Wenn sie doch nur ein Wort davon verstehen könnte.
Dann bog das Fahrzeug abrupt ab und ließ die belebten Straßen hinter sich. Sie fuhren in eine schmale Gasse, die von hohen Mauern flankiert wurde. Die Sonne schien dahinter zu verschwinden, Schatten schlossen sich wie ein Schraubstock um sie. Heike bekam ein flaues Gefühl im Magen.
„Das ... sieht nicht wie eine Polizeistation aus“, murmelte sie, unfähig, länger still zu bleiben.
Khaleds Lächeln kehrte zurück, kalt und berechnend. „Sie sind sehr aufmerksam, Frau Heike. Nein, das ist nicht die Wache. Noch nicht. Aber wir müssen kurz anhalten, um etwas zu erledigen.“
Bevor Heike weitere Fragen stellen konnte, stoppte der SUV jäh vor einem schweren, verrosteten Tor. Khaled stieg aus, der Fahrer folgte ihm. Sie wechselten ein paar Worte mit einem Mann, der aus dem Schatten auftauchte und dessen Gesicht von einem Palästinensertuch verdeckt war. Heikes Herz pochte in ihrer Brust, während sie versuchte, zu verstehen, was sie sah. Der Wächter, oder was immer er war, trug keine Polizeiuniform. Was hatte Khaled mit ihm zu schaffen?
Augenblicke später öffnete sich die Hintertür. Khaled beugte sich vor, sah zu ihr herein und bellte in den engen Raum. „Raus!“
Heike zuckte erschrocken zusammen, ihr Instinkt schrie sie an, sich zu wehren. Doch bevor sie handeln konnte, schoss Khaleds Hand hervor und packte sie mit stählernem Griff am Arm. Sie wurde aus dem Auto gezerrt und zum Tor geschleppt.
Als sich die Metalltüren ächzend öffneten und den Blick in einen schummrigen Innenhof freigaben, stieg Heikes Panik ins Unermessliche. Die Erkenntnis traf sie wie ein Schlag in die Magengrube: Sie wurde nicht zur Polizeistation gebracht. Dies war ein viel schlimmerer Ort.
What's next?
Heike in al-Baha
Sie begleitet ihren Mann ins Ausland.
Heike ist alleine in dem Luxusbungalow, während ihr Mann arbeitet.
Updated on Jun 11, 2025
by Daemony
Created on Sep 3, 2023
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