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Chapter 38
by
Bitbuster
Im Kasino
Gemeinsamer Abend
Im Kasino suchte sich Patrick einen freien Zweiertisch und kaum hatte er sich gesetzt, stand auch schon die Bedienung bei ihm. Er erklärte, daß er noch auf jemanden warten würde, aber gerne eine Cola vorab haben möchte.
Patrick schaute sich um und sah niemanden, den er kannte.
Seine Cola wurde gebracht und die Uhr zeigte inzwischen 18:05.
Er wollte gerade auf seinen Kommunikator tippen, als Svea das Kasino betrat.
Zielstrebig ging sie auf ihn zu und ließ sich auf den Sitz fallen.
„Das war wieder ein Tag“ meinte sie.
„Irgendetwas, über das Du sprechen möchtest?“
„Ach, die Reparaturen dauern länger als geplant, weil wir ja kein Dock anlaufen können, dann gehen uns einige Rohstoffe aus und die ersten Crewmitglieder bekommen so langsam einen Schiffskoller, weil wir nicht regelmäßig Planeten anfliegen und von Bord können“
Patrick wollte gerade etwa dazu sagen, als die Bedienung an den Tisch trat.
Svea bestellte sich einen Kartoffelauflauf und eine Apfelsaftschorle.
Den Auflauf bestellte Patrick dann ebenfalls, nahm aber noch eine Cola dazu.
„Irgendwie bekomme ich das mit dem Essen noch nicht so klar. Es gibt ein Tagesgericht, aber alle bestellen was sie wollen, oder wie ist das?“
Svea lachte. „Nein, natürlich gibt es traditionell ein Tagesgericht, das ist aber individuell. Aber Du kannst dir auch immer alles replizieren lassen, was Du magst. Ich wollte heute einfach mal wieder einen Kartoffelauflauf essen. Für jeden an Bord gibt es einen per Computer ideal für sie ausgewogenen Speiseplan, das ist das Tagesgericht und die essen dann das. Die bestellen „ihr“ Tagesgericht. Also das heißt, Dein Tagesgericht heute kann z.B. ein Nudelgericht und mein Tagesgericht ein Kartoffelgericht sein.“
„Woher weiß ich denn, was mein Tagesgericht ist? Und was ist, wenn ich das nicht mag?“
„Im Computer nachsehen?“
„Und wo finde ich das im Computer?“
Svea runzelte die Stirn. „Aktiviere mal den Computer, ich zeige es dir“
Patrick schaute sie fragend an.
„Zweimal unten rechts auf den Tisch tippen“
„Nicht dreimal?“
„Dreimal ist der Schnellzugriff auf Datum / Uhrzeit, zweimal aktiviert den Bildschirm“
Patrick tippte auf den Tisch und der Startbildschirm, den er auch auf dem Computer im seinem Quartier hatte, wurde in seiner Tischhälfte dargestellt.
„Ist das für alle gleich?“
„Wie meinst Du das? Jeder kann den Computer so aktivieren“
„Nein, ist das ein allgemeines Startbild? Das sieht so aus, wie das, was ich bei mir eingestellt hatte“
„Ja, der Computer erkennt, wer da an dem Tisch sitzt, das ist dann ‚Dein‘ Bildschirm“
„Faszinierend“ meinte Patrick und nun war er es, der grinste.
„So. Dann in den Kalender wechseln…“ Svea wartete, bis Patrick seinen Kalender aufgerufen hatte „…und dann links auf die gekreuzten Messer und Gabel tippen“.
Es öffnete sich Patricks Speiseplan für den aktuellen Monat.
„Das ist mein Plan?“ fragte er nach.
„Ja und durch antippen bekommst Du jeden Tag im Detail dargestellt.“
Patrick tippte auf den aktuellen Tag.
Frühstück: Knäckebrot 2 Scheiben, 10 g Streichfett, 2 Scheiben Gemüseaspik, 2 Scheiben Cervelatwurst
Mittag: Tortellini mit Gemüsesoße, Ananasquark
Abend: Gemüseeintopf mit Hähnchenbrustwürfeln und Nudeln, Vanillepudding mit Sauerkirschen
„Da schaue ich mir lieber morgen an“ und tippte auf den Pfeil für den nächsten Tag.
Frühstück: Knäckebrot 2 Scheiben, 10 g Streichfett, 2 Scheiben Gemüseaspik, 1 Scheibe Kochschinken
Mittag: Kohlrübeneintopf mit Rindfleisch, Obstsalat
Abend: Geflügelsalat Hawaii, Beerenkompott
„Das klingt alles sehr...gesund“ Patrick mußte an Krankenhauskost denken.
Svea fing an zu lachen. „Ja, eben der ausgewogene Speiseplan. Du kannst aber auch Wunschspeisen eingeben oder Abneigungen und dann wird ein neuer Plan erstellt.“
„Gut, das werde ich dann ganz schnell erledigen, denn...“ Patrick wurde unterbrochen, da die Bestellung serviert wurde.
Nachdem die Bedienung gegangen war, führte Patrick seinen Satz fort:“ denn, äh, also das ist mir dann doch zu gesund. Ich möchte schon gerne auch mal ein Schnitzel oder sowas.“
Svea nickte und meinte, daß sie jetzt erst einmal essen sollten.
Nach dem Essen, welches ungewohnt still verlief, entschied man sich, in Patricks Quartier zu gehen.
Svea schaute sich um. „Du hast überhaupt keine Dekoration in Deinem Quartier, wieso nicht?“
„Was sollte ich denn hinstellen? Eine Blumenvase?“
„Ja, warum nicht, oder Bilder aufhängen“
„Was für Bilder?“
„Irgendetwas, was Dir gefällt, Landschaften, Bauwerke, was auch immer. Das ist jetzt Dein Quartier und das soll es – oder wird es auch erst einmal für langer so bleiben.“
Patrick schaute etwas irritiert.
„Bis wir einen Weg aus unserer Situation gefunden haben. Es weiß doch keiner, wie lange das dauern wird“
„Achso. Naja, vielleicht werde ich mich hier etwas einrichten, ich weiß es noch nicht. Möchtest Du etwas ****?“
„Im Moment nicht, danke“
Patrick setzte sich auf einen der Sessel am kleinen Zweiertisch, Svea nahm fast zeitgleich den anderen Sessel.
Es entstand eine kleine Pause, in der sich Svea weiter umsah. Natürlich kannte sie ein Standardgästequartier in- und auswendig. Aber so leer kannte sie es nur, wenn ein Schiff frisch aus dem Raumdock kam und noch niemand das Quartier bezogen hatte.
„Ich...also...ähm“ unterbrach er die für ihn bedrückende Stille „ich höre normalerweise keine Musik, aber wenn Du möchtest, dann könnten wir etwas abspielen lassen“
„Wie hast Du Dir denn den Abend überhaupt vorgestellt?“ fragte Svea ganz direkt.
Was sollte er antworten? _„Etwas herummachen und dann in der Kiste landen?“ Das würde zwar zutreffen, aber wäre doch zu direkt und aufdringlich _dachte Patrick.
„Hallo, Svea an Patrick?“ meinte sie mit einem Lächeln.
„Ja, ja, äh...“ wurde er aus seinen Gedanken gerissen.
„Also gut, wir wissen beide, wie es enden soll, glaube ich zumindest. Ist die Frage, wie wir dahin gelangen“ ergriff Svea das Wort. „Wie magst Du es denn am liebsten, hast Du irgendeinen Fetisch?“ fragte sie.
„_Fetisch? Worauf läuft das jetzt hinaus? Hänge ich nachher kopfüber an irgend einem Metallgestell, oder wie?“ _schoß es ihm durch den Kopf.
„Nein, nein, ich habe keinen Fetisch“ erklärte er schnell.
„Das glaube ich nicht, jeder hat doch Vorlieben, Neigungen, Wünsche oder Phantasien“
„Ja schon, aber keinen Fetisch“
„Wie definierst Du denn Fetisch?“ fragte sie.
„Naja...alles, was nicht normal ist.“
„Und was ist nicht normal?“
„Sex mit **** oder Toten, oder dieses anpinkeln, ankotzen und so.“
Svea nickte zustimmend und meinte dann: „Also gut. Dann sage ich Dir jetzt, was ich so ganz gerne mag und Du entscheidest, ob es für Dich akzeptabel ist, oder nicht.“
Jetzt war es Patrick, der nickend zustimmte.
„Ich mag als Vorspiel ganz gerne duschen. Sich gegenseitig sanft berühren, den Staub des Tages entfernen und sich umarmen und streicheln. Dann, da es ja Ultraschall und kein Wasser ist, sich gegenseitig mit einer pflegenden Lotion eincremen, die die Haut samtweich und bei Dir ein Körperteil steinhart werden läßt. Im Anschluß klassisch zum Bett und sich gegenseitig in 69 verwöhnen – Du weißt, was das ist?“
Patrick nickte und merkte, wie sich schon alleine durch die Vorstellung und Beschreibung von Svea etwas bei ihm versteifte.
„Danach, ja, egal, ich mag Doggy ganz gerne – wenn etwas unklar ist, dann frage nach!- oder etwas reiten, oder meine Beine über Deinen Schultern, sowas eben“
„Lass uns anfangen“ sagte Patrick und stand dabei auf.
In der Dusche
Eine Reise durch Zeit und Raum
Eben noch auf der Erde und jetzt schon im All
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