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Chapter 2
by
Mercadus
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Frankreich
1473 Worte
Michelle hat eine Einladung zu einem einwöchigen Kunst-Workshop in einer alten Villa in Südfrankreich bekommen – durch Zufall, ein Kontakt über ihre Eltern.
Park verwildert, das Haus verwinkelt, dunkel. 15 Zimmer warten, mit Kronleuchtern im Badezimmer und Blick auf den Park. Irgendwo an der Rhône abseits vom Massentourismus. Vieles ist in ein bis zwei Stunden Fahrt erreichbar: Avignon, Arles, Aix, Montpellier, Marseille, Côte d’Azur, das Meer. Noch näher sind Schluchten, Canyons, Pfirsichhaine, Lavendel. Thomas begleitet sie. Offiziell ist er nur Beobachter, ein Gast. Doch die Villa – mit ihren hohen Decken, knarzenden Dielen, riesigen Fenstern und vergilbten Fresken – beginnt, etwas in beiden zu wecken.
Die Künstler sind exzentrisch, barfuß, nachts nackt im Pool, ein ständiges Flüstern über Projekte, Körper und Sehnsüchte. Überall liegt Ton, Leinwand, farbige Lichter. Zwischen Küche, Atelier und verwildertem Garten verschwimmen Tag und Nacht. Jeder beobachtet. Alles ist flüchtig. Thomas und Michelle schlafen im ehemaligen Musikzimmer. Ein Raum voller Schatten und Spuren von Leben. Die Tür schließt nicht richtig. Geräusche ziehen durch die Flure. Nächte sind feucht und leise und elektrisch.
Michelle posiert eines Nachmittags für eine Gruppe Zeichner – auf Wunsch des Gastgebers. Thomas beobachtet sie. Zuerst mit Stolz. Dann mit einer Mischung aus Unsicherheit, Lust und Faszination. Die Sonne bricht durch die halb geöffneten Fensterläden, wirft helle Streifen auf den Boden des Ateliers. Der Raum riecht nach Kreide, Lavendelöl, alten Büchern. Michelle steht mittig auf dem Podest, barfuß, locker gewickeltes Leinentuch, das eine Schulter freilässt. Ihre Haut glänzt leicht im warmen Licht und obwohl sie sich entschieden hat, zu posieren, ist da dieses Prickeln unter der Haut – nicht Nervosität, eher etwas wie gespannte Neugier.
Fünf Personen im Raum. Alle zeichnen, alle blicken. Niemand spricht. Doch Thomas, an der Wand lehnend mit verschränkten Armen, merkt wie sich die Atmosphäre verändert. Wie jede Bewegung von Michelle, so klein sie auch ist, neue Spannungen ins Bild wirft.
Ein älterer Mann Gustave rückt näher mit seinem Hocker, legt den Kopf schräg, beginnt, Michelles Oberschenkel detaillierter auszuarbeiten. Eine anderer kritzelt wild, fast wütend, den Schatten zwischen Hals und Schulter. Ein Teilnehmer Benedict wechselt die Perspektive, stellt sich seitlich, um ihre Hüfte zu fassen – mit den Augen, mit dem Bleistift.
Michelle sieht das alles. Sie spürt es. Wie sie zur Projektionsfläche wird – weich, flüchtig, ein Wunschbild. Und in all dem bleibt ihr Blick immer wieder an Thomas hängen. Wie er sie ansieht. Nicht mit den Händen eines Zeichners.
Sie ist wie eingefroren, doch innerlich bebt alles, als würden tausend Hände über ihre Haut gleiten – nicht zudringlich, sondern neugierig, forschend, formend. Jede Blickachse im Raum ist eine Berührung. Jede Bewegung der Stifte ist ein Streichen, ein Drücken, ein Ziehen. Kohle kratzt über Papier. Pastellkreide reibt Kreise.
Sie spürt es an den Knöcheln, wie jemand ihre Fußstellung skizziert. An den Rippen, wo ein Schatten eingezeichnet wird. An der Stirn, wo der Blick eines Teilnehmers so konzentriert ruht, als könne er allein mit seinen Augen ihre Gedanken erfassen. Und dann, tiefer – nicht körperlich, sondern auf eine seltsame Weise **** – fühlt sie, wie sie sich entblößt. Nackt, durchdrungen.
So geht die Zeit, Thomas und Michelle erkunden das Haus, spielen Spiele ’Lady Chatterley und ihr Liebhaber’ lieben sich im Garten, steigen durch ein Fenster in eine Garage. 'Der Schlossherr bestraft die kleine Zofe' Spiele. Einmal werden sie gesehen von dem jungen Angestellten, scheu fast mädchenhaft. Florent. Lassen ihn schauen, geben ihm Blick auf ihre Lust, einen Orgasmus aus der Ferne nur für ihn. Er vor dem großen Fenster bis er zitternd kommt und ertappt geht.
Nachts im Atelier ein Spiel. Die Glühbirne über ihnen brennt flackernd. Der Rest des Raumes liegt im Schatten. Michelle spürt den Boden unter ihren nackten Füßen, rau von getrockneter Farbe, Rissen, winzigen Splittern.
Sie hört es zuerst – ein Atemzug zu viel. Nicht von Thomas. Weiter hinten. Im abgedunkelten Teil des Ateliers, bei den Staffeleien, bewegt sich etwas kaum wahrnehmbar. Ein Schatten. Michelle sieht Thomas an. Ihre Augen sprechen es aus: Wir sind nicht allein.
"Zieh dich aus"
Er hebt den Kopf, verzieht keine Miene. Nur ein winziges Nicken. Fast Zustimmung. Und dann dieser Satz, ruhig und fest:
„Dann soll er eben sehen, wie du bestraft wirst.“
Michelle atmet flach. Ein Zucken im Bauch. Sie kennt sein Spiel. Es ist ein Rollenwechsel, den sie lange verinnerlicht hat. Er nimmt das Seil, legt es um ihre Hände. Vertrauen, ausgelebt in dieser Mischung aus Entblößung und Sicherheit. Eine Spirale aus Kontrolle, Scham, Nähe.
_„Bitte,“ flüstert sie. „Nur du.“_
Er tritt näher, zieht das Stück Seil fester. Nicht grob. Eher wie ein Künstler, der seine Leinwand rahmt. die Arme auf den Rücken, lässt es geschehen. Keine Fragen mehr.
Ein Stuhl wird zurückgeschoben. Irgendwo hinten. Der stille Beobachter macht keinen Versuch, sich zu zeigen. Thomas ignoriert ihn.
Die Szene wird zur Inszenierung, eine Bühne. Schauspiel, roher Ausdruck. Keine Scheinwerfer, nur eine nackte Glühbirne über ihrem Körper. Thomas dirigierte sie durch den Raum.
Er führt sie herum. In der Ecke das Regal mit den Farben, zusammengeklebte Pinsel. Ihre Schulter streifte eine kalte Kupferstange. Jemand hatte sie zum Aufhängen nasser Lappen benutzt. Irgendwo tropfte etwas. Vielleicht nur die Heizung. Vielleicht auch nicht.
Die Glühbirne summt leise über Michelle. Sie steht still. Thomas tritt einen Schritt zurück. Im Zwielicht wirkt ihr Körper wie eine Skulptur. Roh, echt, nicht ausgestellt, sondern präsent.
„Kennst du Duchamp?“ fragt er leise. Michelle nickt kaum sichtbar. „Ein bisschen. Nicht alles.“
Thomas geht zum Schrank, zieht eine hölzerne Staffelei hervor, öffnet zwei alte Leinwände, die wie Fensterflügel wirken. Davor ein ausgeschnittenes Rechteck, durch das man von der anderen Seite blicken kann – wie durch ein Schlüsselloch.
„Éros c’est la vie“, sagt er. „Das Loch als Versprechen. Der Blick als Begehren. Das Geheimnis zwischen zwei Flächen.“
Er stellt das Konstrukt zwischen Michelle und den dunklen Bereich, wo der stille Beobachter noch immer steht. Der Rahmen teilt den Raum. Wer auf der anderen Seite ist, sieht nur einen Ausschnitt. Nie alles. Nie die Wahrheit. Nur eine Einladung.
Durch ein kleines Fenster ihren nackten Unterleib den Nabel nach vorn gewölbte Scham die Haare den klaren glatten Schlitz Schenkel den Lichtstrahl dazwischen. Thomas steht hinter ihr, seine Hände sind ihre, nur härter, fester, gemeiner, fordernder! Von der anderen Seite sieht man nur diese brutale Berührung. Von beiden Seiten wird die Scheide aufgebrochen, sie hat keine Schamlippen die etwas verbergen. Finger in die Öffnung, kurz dann tief, nicht nass genug. Dann die flache Hand schlägt zu, klatscht immer wieder, Haut wird rot schwillt an und er schlägt nochmal. Er steht hinter ihr, seine Füße zwischen ihren, drückt ihr die Beine auseinander, sie würde umfallenz wär er nicht bei ihr. Holt seinen Penis aus der Hose, fährt von hinten durch die brennende junge Haut. Sein Schwanz glänzend von ihren Saft. Von vorne sieht man nur die schöne Eichel.
Michelle spürt es. Die Spannung, die durch ihren Körper wandert, weil sie weiß: jemand beobachtet sie – aber nicht wirklich sie. Nur das, was gezeigt wird.
Sie hört das rhythmische Geräusch, das Atmen, Keuchen nah, als sei der Betrachter an das Werk herangetreten.
Thomas bewegt sich zwischen ihren Beinen ohne zu penetrieren und doch in ihr zu sein. Seine Finger überall.
Und plötzlich, trifft etwas ihren Bauch direkt aus der Leinwand, in ihren Nabel, ihr Schamhaar und tropft auf den Schwanz zwischen ihren Beinen.
Der Rahmen steht fest. Der Schatten dahinter kaum zu erkennen. Und in dieser Mischung aus Licht, Form und Verlangen geschieht etwas, das weder Ausstellung noch Performance ist – sondern ein Augenblick reiner Gegenwart „Éros c’est la vie.“
Es dauert einen Moment, bis Thomas die Fesseln löst. Ohne Eile, fast ehrfürchtig, als wäre jede Bewegung Teil eines letzten Pinselstrichs. Michelle steht da, weich in den Knien, noch atemlos von allem, was eben war. Ihre Haut glänzt im Schein des Deckenlichts, das wie flüssiger Honig auf ihre Schultern tropft und der andere Honig an ihren Beinen
Thomas tritt nah an sie heran. Legt die Stirn gegen ihre. Sie spürt seinen Herzschlag an ihrer Brust. Es ist der Moment, in dem alles kippt – von Spiel zu Nähe, von Kontrolle zu Verbindung.
„Du warst wunderschön“, sagt er heiser.
Michelle hebt den Blick. Ihre Augen brennen, nicht vor Scham, sondern vor Wärme. „Und du... hast mich gesehen.“
Er führt sie auf die große Matratze in der Ecke des Ateliers – eigentlich für Pausen gedacht, für müde Nächte nach langen Schichten. Jetzt wird sie zu einem Ort der Belohnung. Keine Bühne mehr, kein Rahmen. Nur sie zwei.
Die Berührung ist ruhig, fast ehrfürchtig. Kein Rest von Spiel. Nur zwei Körper, die sich kennen, wissen, was der andere braucht. Michelle legt ihre Hände auf seinen Rücken, zieht ihn näher. Auf sie in sie hinein, sein Schwanz ist klebrig nass. Thomas küsst sie als würde er sie wieder zusammensetzen. Stück für Stück.
Sie schlafen miteinander ficken wie Menschen, die sich nichts beweisen müssen. Keine Pose, kein Rollen. Nur dieses eine Gefühl: Hier. Jetzt. Du.
Später liegt sie auf seiner Brust, ihre Beine über seine geschlungen. Durch das große Atelierfenster fällt das Licht
Liebe, das ist Leben
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Updated on Dec 2, 2025
by Papas_Liebling
Created on Aug 30, 2025
by Papas_Liebling
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