Zieht er sich um?

Frühstück in Unterwäsche!

Chapter 22 by gruetze

Das Geräusch des Strap-ons, der mit einem trockenen Klicken und dem Rascheln von Leder von Mayas Hüfte glitt, markierte den Übergang von der Ekstase in den Alltag. Als sie gemeinsam aufstanden, war das Bild, das sie im Spiegel des Flurs boten, fast surreal: beide in Mayas filigranen Spitzenwäsche, die Haut noch immer leicht gerötet von der Erregung.
Sie führte ihn in die Küche, einen Raum, der durch das frühe Morgenlicht in einem weichen Goldton erstrahlte. Hier roch es nicht nach Lust und Leder, sondern nach frischem Kaffee. Dass sie beide in dieser aufreizenden Unterwäsche zwischen dem glänzenden Edelstahl der Kaffeemaschine und dem hellen Holz des Frühstückstisches standen, verlieh der Szene etwas Absurdes, fast schon Komisches.
Julius spürte, wie seine Zehen auf dem kalten Fliesenboden klebten, während er beobachtete, wie Maya mit einer Selbstverständlichkeit, die ihn immer wieder faszinierte, in ihrer Unterwäsche die Kaffeemaschine bediente.
„Kaffee?“, fragte sie und drehte sich zu ihm um. Die Sonne fing sich in ihrem Haar, und für einen Moment sah sie nicht wie die dominante Herrin aus dem Schlafzimmer aus, sondern wie jemand, der einfach nur die Ruhe des Morgens genießen wollte. Julius nickte und lächelte. Die Unsicherheit, war einer seltsamen Ruhe gewichen. Es war ein Gefühl von Ruhe. Dass er hier stand, in diesem Zustand der totalen Offenheit, und sie ihn so ansah, gab ihm eine Sicherheit, die er bisher selten gespürt hatte.
Sie gab ihm die Tasse an, mit der er sich an den Tisch setzte. Seine Augen verfolgten sie, wie sie sich ihren Kaffee machte und schließlich gegenüber von ihm Platz nahm.
"Wie lang machst du das eigentlich schon? Also das im L'eclipse?" Fragt er sie schließlich.
Sie legte ihren Kopf etwas schräg und blickte nachdenklich nach oben ins nichts. "Hmm. Ich glaube etwas über ein Jahr. So ungefähr zumindest. Wieso fragst du?" Antwortete sie schließlich während ihre Augen seine wieder fanden.
"Du wirkst so...routiniert.... natürlich...mit alle dem. Also garnicht negativ, aber die letzten 24 Stunden waren ziemlich wild für mich. Für dich schien das so normal zu sein." Gestand er.
Sie lächelte. "Oh, das täuscht. Das mit dir ist nicht normal für mich. Das ist auch für mich neu und aufregend. Ich habe im L’Eclipse schon oft andere Männer und Frauen geführt. Oder mich führen lassen. Aber eigentlich nie eine emotionale Verbindung dabei empfunden. Ich habe immer gemacht was die andere Person wollte. Aber du wolltest nichts. Also bin ich einfach dem gefolgt was die Situation gegeben hat und dem was ich wollte...und es fühlt sich gut an."
"Führen lassen?" Fragte er etwas verdutzt "kann ich mir bei dir fast garnicht vorstellen".
Sie wand den Blick von ihm ab "manchmal ist es auch gut alles abzugeben. Alle Verantwortung. Zu vertrauen. An Grenzen gebracht zu werden. Das Gefäß für die Lust einer anderen Person. Und dann einfach nur die Lust fließen zu spüren. Aber das scheinst du ja zu wissen." Sie lächelte.
Unwillkürlich musste er sie sich vorstellen. Verletzlich, klein. Ihre Stirn vor Lust in falten während sie gefesselt auf dem Rücken liegt. Ein irgendwie fremdes Bild vor seinem inneren Auge, weil es nicht war wie er sie erlebt hatte. Und trotzdem unglaublich gut. Eine Vorstellung die ihm vor zwei Tagen noch viel eher in den Sinn gekommen wäre.
"Seit gestern vor allem, ja" bestätigte er sie. "Vielleicht zeige ich dir diese Seite an mir ja auch mal." Machte sie ihn neugierig.
Der Cage fühlte sich auf einmal wieder eng an. Er würde die Gelegenheit nutzen und seine andere Seite mit ihr ausleben.
"Gestern, war das dein erster Blowjob? Ich war mir nicht sicher, ob du nur unsicher warst wegen der neuen Umgebung, oder ob es mehr war. Auf jeden Fall hast du nicht so reagiert als wäre es garnicht okay für dich." Fragte sie ihn während sie ihr Marmeladenbrötchen aß.
Er merkte wie sein Herzschlag schneller ging. Er war es nicht gewohnt so direkt, so offen über solche Themen zu reden.
"Ich....das war das erste mal. Eigentlich stehe ich nicht auf Männer." Er schwieg kurz um seine Gedanken zu sortieren. "Gestern habe ich mich einfach von dir mitreißen lassen. Es war mehr so als wären wir zu zweit da gewesen...und eben sein Schwanz. Mehr nicht."
Sie nickte Verständnisvoll. "Du hast trotzdem unglaublich heiß dabei ausgesehen. Wie du etwas damit kämpfen musstest. Dein Wille es gut zu machen und ihn zum kommen zu bringen. Außerdem mag ich es Männer mit anderen Männern zu sehen. So wie die meisten Männer gerne zwei Frauen zuschauen denke ich." Sie spielte mit ihren Fingern an ihrer Kaffeetasse. " Ich hoffe dir ist klar, dass das im L‘Eclipse mit dir vor allem funktioniert weil du etwas ganz bestimmtes für viele erfüllen könntest. Für Frauen die keinen typisch männlichen Mann suchen, sondern lieber ihre Lust für etwas femininere Geschöpfe erkunden wollen. Und eben für Männer die sich erkunden wollen, oder einen anderen Mann dominieren wollen. Zumindest sollst du genau diese Gedanken bei ihnen auslösen. Wie weit du gehst musst du selbst wissen."
Er musste schlucken. Das ergab Sinn. Auch wenn es ihm nicht bewusst war. So ausgesprochen traf ihn diese Wahrheit härter als er gedacht hatte.
"Und bis gestern dachte ich nicht, das jemand in dieser Rolle so gut aussehen könnte wie du" holte sie ihn aus seinen Gedanken zurück. Ihr zu gefallen fühlte sich wiederum gut an. Zu gut um es nicht auszuprobieren.

„Sag mal“, unterbrach Maya seine Gedanken mit einer beiläufigen Geste, während sie ihre Tasse abstellte, „musst du vor dem Abend eigentlich noch einmal nach Hause? Oder hast du Lust, den Tag heute mit mir zu verbringen?“

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Muss er nach Hause?

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