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Chapter 4
by
berni
Was für Arbeiten erwarten mich?
Etwas ganz anderes als erwartet
Am Freitagabend fahre ich wie verabredet in den Nachbarort, zu Florian. Das Navi führt mich in eine ruhige Seitenstraße, vor ein älteres Haus mit gepflegtem Garten. Ich parke, atme kurz durch – das soll nur ein kurzes Vorbereitungsgespräch werden, denke ich. Ein bisschen Smalltalk, vielleicht ein Kaffee, Termin vereinbaren, fertig.
Als ich klingele, öffnet mir eine Frau.
Groß, schlank, lange schwarze Haare, geschätzt Anfang vierzig. Ihre Augen wirken aufmerksam, fast forschend.
„Du musst Samuel sein“, sagt sie lächelnd. „Ich bin Claire. Komm rein – Florian verspätet sich etwas. Er steckt noch in der Arbeit, das kann eine halbe Stunde dauern. Möchtest du warten? Ich kann dir etwas zu essen oder zu **** anbieten.“
„Ich habe heute Abend nichts mehr vor“, antworte ich. „Etwas zu **** wäre nett, essen brauche ich nichts.“
Wenig später sitze ich auf einem Sofa, ein kleines Bier in der Hand, und unterhalte mich mit einer völlig Fremden. Anfangs bin ich etwas nervös, doch Claire versteht es, die Spannung zu lösen. Sie fragt geschickt nach, bringt mich zum Reden. Ehe ich mich versehe, erzähle ich ihr von meinem Job, meiner Ausbildung, meinen Hobbys – sogar, wie ich überhaupt zu dieser Hilfsaktion gekommen bin.
Als sie mir ein zweites Bier anbietet, lehne ich ab. „Lieber alkoholfrei, ich muss ja noch fahren.“ Claire nickt. „Ich schau mal, ob ich eins im Keller finde.“
Sie verschwindet durch eine Tür, und für einen Moment wird es still.
Erst jetzt fällt mir auf, dass ich viel von mir erzählt habe – und fast nichts über sie oder Florian weiß. Keine Ahnung, was die beiden eigentlich machen oder warum sie an der Aktion teilnehmen.
Als Claire zurückkommt, hält sie eine Dose in der Hand, runzelt die Stirn.
„Mist, da ist **** drin. Tut mir leid, ich hab’s nicht richtig gesehen – das Licht ist im Keller wieder kaputt.“ Sie seufzt, fast beiläufig: „Ich muss dringend die Glühbirne ersetzen.“
„Ich kann das gleich machen“, sage ich spontan. „Ist ja meine Spezialität.“ „Wenn du magst“, antwortet sie lächelnd.
Wir gehen gemeinsam in den Keller. Die Luft wird kühler, es riecht nach Beton und Staub. Im schwachen Restlicht vom Flur zeigt sie auf eine Lampe ganz hinten in einem kleinen Nebenraum.
„Da oben – siehst du?“ Ich nicke, steige auf einen kleinen Hocker und beginne, die Glühbirne zu wechseln. Als ich sie einschraube, blitzt kurz helles Licht auf.„Fertig“, sage ich – und in derselben Sekunde höre ich ein metallisches Klicken.
Ich drehe mich um. Die Gittertür vor dem Raum ist geschlossen. Schwer, massiv. Kein Griff, kein Riegel.
„Claire?“ rufe ich.
Keine Antwort. Nur Stille. Ich rüttle an der Tür, schreie.
„Claire! Hallo?!“ Meine Stimme hallt von den kahlen Wänden wider, dumpf, verzerrt.
Das kann nicht sein.
Ich drücke, ziehe, versuche, das Schloss zu erreichen, aber es gibt keinen Spalt, kein Spiel. Elektronisch verriegelt, wie es scheint.
Nach Minuten, die sich wie Stunden anfühlen, sacke ich auf den Boden.
Ich atme schnell, der Puls hämmert in den Schläfen. Claire muss mich hören. Warum kommt sie nicht?
Langsam begreife ich, dass niemand reagieren wird. Dass ich hier unten wirklich allein bin.
Ich taste den Raum ab: roher Beton, kaum drei Meter lang, vielleicht einen breit, kein Fenster, keine Einrichtung – nur kalte, nackte Wände. Ein richtiges Verlies.
Mein Handy liegt oben auf dem Sofa. Kein Empfang, kein Ausweg.
Ich kann nicht stillsitzen, laufe im Kreis, rüttle wieder an der Tür, schreie, bis meine Stimme versagt.
Irgendwann, erschöpft und schweißnass, sinke ich auf den Boden.
Die Dunkelheit frisst jedes Zeitgefühl. Vielleicht ist es Mitternacht, vielleicht schon später.
Ich weiß nur eins: Etwas ist furchtbar schiefgelaufen.
Und wenn Claire zurückkommt, will ich Antworten.
Komme ich bald hier wieder raus?
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Charity Auktion
Einsatz für Notleidende
Meine Freundin Sue sammelt Geld für in Not und organisiert zu diesem Zweck eine grosse Versteigerung im grossen Stadtsaal. In den Medien ruft sie die Bevölkerung für diesen Anlass Gegenstände, Gutscheine für Aktivitäten als auch persönliche Arbeitsleistungen und Dienste zu schenken, die dann an Versteigerung an den meistbieten gehen. Natürlich bettelt Sue auch bei all ihren Freunden, dass sie etwas für die Aktion geben. Sie betont dass es muss nichts materielles sein, etwas Zeit für ein Dienstleistungsangebot zur Verfügung stellen reiche auch. Dass es bei Arbeit für Fremde auch Übergriffe geben könnte sagt Sue aber nicht...
Updated on Jun 21, 2026
by ann03
Created on Apr 21, 2024
by ann03
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