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Chapter 4

What's next?

Erstes Kennenlernen

Kaum hatten Brigitte und Sophie das Treppenhaus betreten, stürmten ihnen schon die beiden Mädels entgegen, die sie schon aus dem Fenster winkend begrüßt hatten. Wenig überrascht stellte Sophie fest, dass die zwei nicht nur obenrum kaum etwas anhatten, sondern komplett nur Spitzenunterwäsche trugen, die so durchscheinend war, dass man ihre großen pinkfarbenen Brustwarzen mühelos erkennen konnte und auch kein Zweifel bestand, dass sie im Schritt rasiert waren. Das waren Dinge, die die ein wenig verklemmte Deutsche eigentlich gar nicht wissen wollte, dennoch wurden ihre Augen von den intimen Details beinahe magisch angezogen. Es fiel ihr ziemlich schwer, ihren Blick davon loszureißen und auf die Gesichter zu konzentrieren.

Wie es sich für echte Französinnen gebührte, begrüßten Sie Brigitte mit einem Überschwang an Nettigkeiten und Küsschen links - Küsschen rechts. Die bedankte sich natürlich auf dieselbe Weise und wandte sich dann ihrer Freundin zu.

"Sophie, das sind Chloe und Clodette. Ihnen haben wir diese tolle Unterkunft zu verdanken", und in die andere Richtung, "Chloe, Clodette, das ist meine allerbeste Freundin Sophie. Ohne sie hätte ich nie und nimmer das Abi geschafft und wäre jetzt nicht hier."

Nun wurde auch die kleine Dunkelhaarige umarmt und abgeküsst, was sie ein wenig hilflos und verlegen über sich ergehen ließ. Soweit es ihr möglich war, beteiligte sie sich an dem ausgelassenen aber unproduktiven Geplapper der anderen drei. Doch nahm sie an, dass sie den Zwillingen dankbar dafür sein müsste, dass sie die Notunterkunft verlassen konnten, und deshalb wartete sie eine ihrer Meinung nach angemessene Zeit, ehe sie die aus ihrer Sicht wichtigen Sachen ansprach.

"Wo genau sind denn unsere Zimmer?"

"Oh, wir 'aben eine sehr groß' surprise für eusch", freute sich Chloe und Clodette ergänzte: "ihr konnt mit uns in colocation - euh, unser Wohngemeinschaft."

"Das ist ja super", begeisterte sich Brigitte.

Sophie hatte ein gutes Gedächtnis und sich gemerkt, aus welchem Fenster die beiden geschaut hatten.

"Das ist im dritten Stock, oder?"

"Ah, Oui, wo'er weis du?"

"Nur gut geraten", winkte sie ab, "gibt's hier einen Aufzug?"

"O non, pas de l'ascenseur in diese Altbau. Komm! Wir 'elfen dir beim Tragen."

Je eine der beiden leichtbekleideten Blondinen packte links und rechts einen Griff von Sophies beiden Reisetaschen, die sie wieder aufgenommen hatte, und übernahmen damit das halbe Gewicht. Gleichzeitig zogen sie auf diese Weise Sophie einfach mit sich, wenn diese ihr Gepäck nicht loslassen wollte.

Das Hallo und Geplapper im Erdgeschoss war durch das ganze Haus geschallt und hatte die Aufmerksamkeit aller Bewohnerinnen erweckt, die nun neugierig am Treppengeländer oder in den Wohnungstüren standen, um die Neuankömmlinge zu begrüßen. Auf dem Weg nach oben sah Sophie viel zu viele fremde Gesichter und hörte unbekannte Namen, als dass sie sich diese auch nur annähernd merken konnte. Nicht übersehen konnte sie allerdings, dass die meisten der jungen Frauen kaum mehr als die zwei Französinnen am Leib hatten, manche sogar weniger. Diese Beobachtung pikierte sie nun doch ziemlich und sie fragte sich, ob die überhastete Entscheidung, hier einzuziehen, wirklich weise gewesen war. Wäre sie nicht im Schlepptau ihrer unkonventionellen, neuen Mitbewohnerinnen gefangen gewesen, wäre sie vermutlich auf dem Absatz umgedreht.

Weiter unten wurde Brigitte von einer großen, schlanken Blondine angesprochen, unter deren knapp sitzenden Spaghetti-Top zwei perfekte pralle Halbkugeln prangten, die definitiv nicht von einem BH gehalten wurden.

"Willkommen, du musst Brischit sein, von der unsere beiden Französinnen schon so viel erzählt haben. Freut mich sehr, dass du und deine Freundin nun zu unserer **** gehören. Ich bin Silvia. Wenn ihr etwas braucht, dann fragt einfach. Ich wohne schon lange hier und kenne mich darum ganz gut aus."

"Hallo, freut mich auch, dich kennenzulernen", sie gaben sich die Hand, "tatsächlich könnte ich etwas Hilfe gebrauchen. Mein Gepäck ist für drei Stockwerke doch ziemlich schwer. Einen Trägerservice gibt es hier vermutlich nicht?", fügte sie scherzhaft hinzu.

"Nein, leider nicht", lachte Silvia, "du könntest zwar Ivan, unseren Hausmeister fragen. Aber davon würde ich dir abraten. Ich helfe dir gerne. Gehen wir!"

Zu zweit schafften sie den Koffer mühelos nach oben. Unterwegs fragte Silvia: "Hubert, also Herrn Meller, unseren Vermieter hast du schon kennengelernt, oder?"

"Ähm, ja, doch", Brigitte druckste herum und wurde plötzlich rot, "beim Unterschreiben des Vertrags. Unten in seinem Büro."

"Und? Sag, wie findest du ihn?"

"Er, äh, weiß, was er will, und kann sehr überzeugend sein", die Neue blieb stehen, stellte den Koffer ab und warf einen sichernden Blick nach oben, ob Sophie sie hören konnte. Sie senkte ihre Stimme zu einem Raunen. "Stimmt das wirklich, dass ihr alle hier denselben Vertrag habt und Herr Meller immer persönlich die Miete kassiert?" Bei der langen Reihe von Frauen, an denen sie vorbeikamen, begann sie an der Geschichte zu zweifeln.

"Ja, natürlich. Immer. Er lässt keine Rate aus, seine Gründlichkeit und seine Leistungsfähigkeit sind legendär. Wobei seit kurzem sein Geschäftspartner Frank Scheibner einen Anteil an dem Haus und Ertrag übernommen hat."

"Aha." Brigitte wurde ein wenig blass um die Nase.

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